ich bin da in was verwickelt

oder besser, ich hab da was verwickelt.
Zwar habe ich hier auch schonmal die Wickelklöße erwähnt, aber ich denke, es gebührt ihnen eine eigene Seite 😉

Wickelklöße gibt es in unterschiedlichen Versionen. Sächsische Wickelklöße bestehen eher aus einem Mehlteig. Von der Konsistenz sind sie herzhaften Hefeklößen oder böhmischen Knödeln nicht ganz unähnlich.
Im Erzgebirge werden Wickelklöße aus Kloßteig gemacht, also aus gekochten Kartoffeln. Hier hat man also wirklich eher einen Kloß mit Semmelbröseln.
Und ich mag am liebsten die thüringische Variante. Denn die besteht aus Nudelteig. Man hat also eigenlich am Ende gar keine Klöße, sondern Nudelwickeltaschen. Und das ist natürlich für mich genau das Richtige.

Wickelöße (thüringische Art)

5 Eier
ca 500 g Mehl
1 EL Salz
2 EL Olivenöl
Paniermehl / Semmelbrösel

Aus 4 Eiern, Mehl, Salz und Olivenöl einen Nudelteig kneten. Sollte er zu trocken sein, einfach esslöffelweise Wasser beigeben und weiterkneten. Er darf nicht an den Fingern kleben! Wenn er fertig ist, in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens 30 Minuten lang vergessen, das ihr gerade mörderlich geknetet habt.
Die Semmelbrösel in einer Pfann mit Butter anrösten.
1 Ei verquirlen
Den Nudelteig dünn ausrollen (bei meiner Nudelmaschine bis zu Stufe 6) und in ungefähr quadratische Stücke zerlegen.

Die gerösteten Semmelbrösel verteilen und die Ränder freilassen.
Jetzt die Ränder mit dem verquirlten Ei einstreichen (geht auch mit Wasser, abder das macht noch mehr Sauerei) und aufwickeln.

Die Ränder entweder mit einem Teigrädchen (so man hat…) oder mit einer Gabel zusammendrücken und das ganze beiseite legen.

Ich habe 36 Wickeklöße aus dem Teig gemacht.

In einem wirklich großen Topf Salzwasser kochen und die Klöße darin garziehen lassen (das ganze geht irgendwie nach Gefühl – wenn sie oben schwimmen vorsichtig umdrehen und nochmal eine Runde schwimmen lassen – irgendwo ziwschen 15 und 25 Minuten, sonst sind sie innen noch roh)

Bei uns gibt es Petersiliensauce dazu, die sich relativ schnell aus Mehlschwitze, Rinderbrühe, Sahne und ganz viel Petersilie herstellen läßt.
Aber sie passen eigentlich zu allem, was viel Sauce hat. Gulasch, Braten, Rouladen… aber für mich gehört nunmal Petersiliensauce dazu 🙂

Irgendwann gibt es hier bestimmt auch mal neue Fotos, aber ich denke beim Wickelklöße machen eher weniger an die Kamera. Zumal ich sie tatsächlich eher seltener zubereite, da es für 5 Personen schon ein nicht ganz geringer Arbeits- und Zeitaufwand ist.

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6 Kommentare zu “ich bin da in was verwickelt”
  1. Lecker, Lecker, muß ich auch mal wieder machen, gab´s immer bei meiner Oma. Wir machen sie aber etwas kleiner und in ner Fleischbrühe mit Ei werden sie serviert.

  2. Gottseidank bin ich vom Zebra noch so voll, dass ich nun erstmal lange Zeit so gar keine Lust auf kochen habe 🙂
    Aber das kann sich schnell ändern. Wobei ich mir als nächstes Ziel Ravioli gesteckt habe. Da hab ich nämlich zu Weihnachten das passende Equipment geschenkt bekommen 😀

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