Blogartikel schreiben

ich möchte den Artikel Produkttests – Leitfaden für Blogger und Firmen von Chaosweib mal zum Anlass nehmen, ein paar Gedanken über das Schreiben von Artikeln loszuwerden.
Und so greife ich ihren Artikel auf um ihn mit meinen Gedanken dazu fortzuführen. Ein paar Ratschläge und Hinweise ähneln sich sicherlich, aber das bleibt bei dem Thema nicht aus.
Da sich viele Blogs mit Produkttests befassen, lese ich immer mehr Artikel, bei denen mir manchmal die Haare zu Berge stehen. Nicht nur wegen der Fehler, die in den Artikeln teilweise zu Hauf vorkommen, sondern auch Aufbau und Optik sind manchmal nicht so, das es mir Spaß macht, zu lesen. Außerdem laden sie auch nicht immer zum Wiederkommen ein.

Da ich seit 2003 Berichte auf ciao.de schreibe, habe ich mir die Tipps zum Schreiben von Berichten inzwischen fast verinnerlicht. Nichts war für mich schlimmer als das, was nach meinem ersten Artikel passierte. Er war meiner Meinung nach gut geschrieben, wurde aber von der Ciao-Community dermaßen abgewatscht, dass ich weinend vor dem Monitor saß.

Schreibe Deinen Bericht auch als Entscheidungshilfe für Andere
Denk beim Schreiben daran, das aufgrund Deines Berichtes auch eine Kaufentscheidung gefällt werden kann.
Versuch in Deinem Bericht alle relevanten Aspekte zu beschreiben, ohne nur die Produktdaten oder Seiteninformationen zu kopieren. Es sollte aus Deinem Bericht  hervorgehen, für wen das Produkt oder der Shop geeignet ist. Beantworte in einem Artikel alle Fragen, die du selbst vor dem Kauf stellen würdest. Alles, was du wissen willst, interessiert sicher auch andere.

Sei ehrlich
Kein Produkt und kein Shop ist hundertprozentig perfekt. Eine Ansammlung von Lobhudeleien nützen niemandem etwas. Eher wird der Leser ein paar Alarmglocken schrillen hören, wenn er eine komplett positive Rezension liest.
So kann auch ein Test negativ ausfallen. Du solltest Dich trotzdem trauen, ihn zu veröffentlichen und nicht aus Angst vor der Reaktion des Herstellers / Shopbetreibers Deine Meinung zurückhalten. Allerdings solltest Du Dich auch von allzu herablassenden Äußerungen fernhalten. Man kann auch negative Kritik höflich verpacken.

Schreib sachlich und klar strukturiert
Ein gut durchdachtes Argument, das auf Deinen eigenen Erfahrungen basiert, macht Deine Bewertung des Produkts oder des Shops leichter lesbar und verständlicher.
Beschreibe also am besten immer beides: was Du über das Produkt denkst und warum.

Verwende Überschriften, Fett- und Kursivdruck und andere Formatierungen sparsam
Um Deinem Bericht eine gute Lesbarkeit und Übersichtlichkeit zu gewährleisten, sollten Überschriften, Fett- und Kursivdruck sparsam und sinnvoll eingesetzt werden.
So ist es wenig sinnvoll viele verschiedene Schriftarten und Formatierungen einzusetzen. Auch viele unterschiedliche Schriftfarben bringen eher Unruhe in den Text, als das sie zum Lesen anregen. Wenn Du etwas Wichtiges hervorheben willst, reicht es meistens, diese Information in Fettdruck zu setzen.
Ebenso sind zu viele Smilies und Chatformeln unangebracht. Das geht im privaten Bereich sicherlich. Hat aber in einem Produkttest nicht viel zu suchen. In einer Bedienungsanleitung wird auch nicht geschrieben: Und wenn es nicht auf Anhieb klappt *lol* , probierst Du es eben nochmal *löl* *gacker* Irgendwann passt es schon *kopfnick*

Finde Deinen eigenen Stil
oder auch, klau nicht von Anderen. Du kannst Dir Anregungen holen. Da auch oft zur selben Zeit die gleichen Produkte getestet werden, bleibt es nicht aus, das der Inhalt sich in irgendeiner Form ähnelt oder wiederholt. Aber kopier nicht einfach die Texte von anderen Seiten. Das zeugt von Einfallslosigkeit und strahlt auch eine gewisse Interessenlosigkeit aus. Außerdem ist Contentklau immer mit einem negativen Beigeschmack behaftet. Auf neudeutsch heißt es dann wohl, man hat geguttenbergt.

Verwende eigene Bilder
Eigene Bilder sind so etwas wie der eigene Schreibstil. Sie machen Deinen Post persönlich und zeigen, das Du das Produkt über welches Du schreibst, wenigstens schon einmal in der Hand gehabt hast.
Allerdings sind Blogsposts mit Bildern von den angekommenen Paketen gerade groß in Mode. Ich frage mich, was damit bezweckt wird. Ist es Faulheit, weil man gerade keine Idee hat, worüber man schreiben soll? Dient es dem Neidfaktor? Was will man sich damit beweisen? Macht doch die Bilder von Euren Paketen und postet sie zusammen mit dem Artikel, wenn ihr ihn schreibt. Sonst macht es nämlich nach dem x-ten sogenannten Bericht, der nur Pakete zeigt, keinen Spaß mehr, auf den Blog zurückzukommen. Selbst wenn es dann spannende Berichte gibt.
Unter Punkt 5 und 6 gibt es bei Chaosweib’s Leitfaden eine gute Erklärung zum Nutzen von Bilderdiensten. Deswegen halte ich mich hier nicht weiter auf.

Verwende Links, aber richtig
Hast Du bei Deiner Recherche auf anderen Blogs interessante Artikel zum selben Thema entdeckt? Falls Du meinst, das diese Artikel Deinen Lesern weiterhelfen, verlinke die anderen Blogs! Erstens lassen sich so Kontakte zu anderen Bloggern aufbauen, zweitens gibst Du Deinen Lesern noch mehr Hilfestellung zum jeweiligen Thema. Deine Besucher werden es Dir sicherlich mit Vertrauen danken.
Hast Du vor dem Veröffentlichen alle Links zu internen und externen Seiten noch einmal genau überprüft? Recht oft schleichen sich hier kleine Flüchtigkeitsfehler ein, wenn man die falsche Seite per Copy & Paste verlinkt hat.

Verwende korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung und Zeichensetzung
Das macht das Lesen Deiner Berichte wesentlich leichter und verständlicher. Im Chat mag es in Ordnung sein, alles kleinzuschreiben. Oder auch die Zeichensetzung zu vernachlässigen. Dein Bericht ist aber kein Chat-Auszug. Es gibt ausreichend Programme zur Rechtschreibprüfung. Ich spreche mich nicht von Flüchtigkeitsfehlern frei. Buchstabendreher passieren mir auch hin und wieder. Aber wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde, bessere ich meistens nach.

Rege zum Kommentieren an
Sprich Deine Leser persönlich an oder wirf im Text eine Frage auf. Denn was bringt es Dir, wenn Du wunderschöne Berichte schreibst, aber das Gefühl nicht loswirst, das sie niemand wirklich liest. Das Feedback ist für Dich als Schreiber genauso wichtig, wie die Information in Deinem Bericht für den Leser. Geh auf Fragen im Kommentar ein oder bedanke Dich auch mal für Lob, welches Dir ausgesprochen wird. Es ist und bleibt ein Dialog. In Internettis Universum steht unter jedem Artikel ein schöner Satz:

Vielen Dank für Deinen Kommentar auf Internettis Universum. Kommentare sind für Blogger, so habe ich mal bei Twitter gelesen, wie das Trinkgeld für einen guten Kellner. Und so ist es auch. Schön das mein Blog kein Monolog ist, sondern ein Dialog mit allen Lesern und Besuchern.

Ich finde, das ist ein schönes Schlußwort! Wer mehr zum Thema kommentieren und Kommentare lesen möchte, darf sich gerne bei Netti umsehen!

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sabolein
Folge mir

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf "sabo(tage)buch" schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.
sabolein
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Schön, dass Du hier bist. Auf "sabo(tage)buch" schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen. Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude. Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs. Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

25 Gedanken zu „Blogartikel schreiben

  • 5. März 2011 um 20:28
    Permalink

    Da sagtst du was, aber ich selber bin zB immer für eine Anregung und verbesserungsvorschlag dankbar. So wie du bei meinem Tortentest. man überliest es einfach. ich geb mir wirklich viel Mühe, aber ab und zu schleicht sich leider doch ein Fehler ein. Ja mit dem kommentieren ist es so eine Sache. manchmal frage ich mich auch. liest denn überhaupt jemand meinen bericht? Warum geben sich die Leser denn dann nicht auch zu erkennen? Ich sehe es ja in meiner Statistik das jemand da war. Toller Bericht Sabo. knutscher

    Antwort
    • 5. März 2011 um 20:45
      Permalink

      Ja, manchmal erledigen sich die Kommentare ja schon auf anderem Wege – aber wenigstens sieht man so, das der Bericht aufmerksam gelesen wurde 😉
      Danke!

      Antwort
  • 5. März 2011 um 20:51
    Permalink

    Hallo

    Hast du Gut geschrieben :)))))) Und recht hast du

    Ich bin für Kritik auch immer zu haben. Denn durch Kritik lernt man besser zu werden

    Gruß Melanie

    Antwort
  • 5. März 2011 um 20:56
    Permalink

    Gut geschrieben, ich hoffe, der Bericht wird von vielen gelesen und angewandt. Wenn man mehrere Blogs verfolgt und dann an einem Tag 3mal Post zum selben Thema, meist Produkttest, im Mailfach hat, wird es doch langweilig.
    Ich finde reine Testblogs, obwohl sie immer mehr werden, ziemlich langweilig. Damit ein Blog mich fasziniert, möchte ich auch gerne mehr über den Blogger/die Bloggerin erfahren, als welche Produkte gerade getestet werden. Und ohhh, diese Paketbilder- grausam. ‚Schaut mal, der Postbote, Hermes, UPS, DHL und GLS war da- die hatten ganz schön zu schleppen.
    Was da drin war, sag ich euch später‘
    Was soll das? Ratespiel, neidisch machen, angeben??
    Bilder von Paketen törnen mich nicht an, sorry.
    Solche Blogs werden dann auch schnell wieder ‚entfolgt‘
    Huch, nun hab ich aber lange kommentiert.
    Auf jeden Fall ein klasse Bericht, dem ich in allen Punkten zustimmen kann

    Antwort
    • 5. März 2011 um 21:29
      Permalink

      Dankeschön Elke!

      Antwort
  • 5. März 2011 um 21:00
    Permalink

    Vielen Dank für den Deinen ausführlichen Bericht. Mir gehts manchmal ähnlich das sich Fehkler einschleichen, desto dankbarer bin ich wenn mir das dann Jemand sagt:-D. Was kittyalea schreibt, so ergehts mir auch sehr oft. Es wird gelesen, aber meist NIE kommentiert. Dann fragt man sich“ war der Beitrag schlecht?“ oder interessiert es niemanden? Sehr ausschlussreich der Beitrag. Ich selbst hab eine zeitlang Berichte bei Ciao geschrieben. Und da kann man viel an Erfahrung mitnehmen. Mein erster Bericht war auch genau, so wie du es geschrieben hast. Er war nicht schlecht, aber es kamen auch Kritiken was man besser machen kann. Vieles hab ich dann auch umgestzt und die Bewertungen wurden dann besser! LG Kathrin

    Antwort
  • 5. März 2011 um 21:01
    Permalink

    und schon hab ich Fehler entdeckt-wie peinlich! anstatt Aufschlussreich hab ich ausschluss geschrieben*auweia*

    Antwort
    • 5. März 2011 um 21:27
      Permalink

      🙂 Kathrin, das ist okay – solange ICH nicht Ausschuss geschrieben habe 😉

      Antwort
  • 5. März 2011 um 21:41
    Permalink

    Hallo,
    sehr schöner Artikel…
    gerade beim Kommentieren sprichst du mir aus der Seele– ich freue mich immer wenn ich Kommentare bekomme… und versuche auch immermal wieder Kommentare zu setzen.. wenn mir ein Artikel und Produkt sehr gut gefällt.
    Allerdings… ich mag Blogbeiträge die nicht 100% korrekt sind..ein falsches Komma.. ein kleiner Rechtschreibfehler… als dies zeugt vom Menschen der hinter dem Blog sitzt und macht mir einen Blog durchaus sympatisch…

    mfg
    summer31

    Antwort
    • 5. März 2011 um 21:51
      Permalink

      🙂 Dankeschön – deswegen sprech ich mich ja auch nicht frei von Fehlern. Und ab und an verirrt sich auch ein Smilie in einen Bericht.

      Antwort
  • 5. März 2011 um 21:55
    Permalink

    Sabo Du sprichst mir ganz tief aus der Seele. Der Text könnte auch von mir stammen, denn ich kann wirklich in ALLEN Punkten zustimmen.

    LG Netti

    Antwort
    • 5. März 2011 um 21:56
      Permalink

      Ein Teil stammt ja auch von Dir 😉 LG

      Antwort
  • 5. März 2011 um 22:19
    Permalink

    Na ja gemeinsames Gedankengut von Dir hervorragend verblogt. 😀

    Was die Kommentare betrifft kann ich nur sagen es ist ein „geben“ und „nehmen“. Wenn ich selbst kaum kommentiere, kann ich nicht erwarten das es meine Leser tun.

    Mir ist anfang des Jahres an mir selbst aufgefallen, dass ich zwar irrsinnig viel lese, aber selten dem Autor ein kurzes Feedback gebe und genau das habe ich bewußt geändert. Ich kommentiere zwar trotzdem nicht JEDEN Artikel, den ich lese, aber weitaus mehr als im vergangenen Jahr und stelle nun fest, dass auch meine Leser (meistens ja auch selbst Blog-Autoren) inzwischen viel mehr bei mir kommentieren. Ich glaube ich habe in diesem Jahr lediglich ein Artikel gehabt, der komplett ohne Kommentar blieb.
    Also überprüft ruhig auch mal Euer eigenes Kommentierverhalten!
    Mir hat das geholfen.

    Antwort
    • 5. März 2011 um 22:22
      Permalink

      Danke Netti 🙂 So war’s gemeint!

      Antwort
  • 6. März 2011 um 00:38
    Permalink

    Freue mich, dass ich in deiner Blogroll aufgenommen wurden 🙂

    Wow, toller Artikel. Und Netti hat mit ihrem Satz bzgl. „Trinkgeld“ wirklich sehr recht.

    Antwort
    • 6. März 2011 um 00:47
      Permalink

      gerne, liebe Tink!

      Antwort
  • 6. März 2011 um 02:02
    Permalink

    So, der Besuch ist nun heim und ich hab gerade Deinen Trackback gefunden. Guter Artikel! So einen hatte ich mal bei Ciao geschrieben, der stand so lange auf Platz 1 bis ich ihn löschen ließ.

    Aber ich hab auch noch 2 Artikel in Petto. Einer ist schon grob vorgeschrieben, fehlt noch er Feinschliff, der andere kommt auch demnächst.

    Füge mal noch folgendes ein: Beantworte in einem Artikel alle Fragen, die du selbst vor dem Kauf stellen würdest. Alles, was du wissen willst, interessiert sicher auch andere.

    Danke fürs Erwähnen und schönen Sonntag.

    Antwort
    • 6. März 2011 um 10:51
      Permalink

      Dankeschön Jutta. Der Zusatz ist eingefügt.

      Antwort
  • 6. März 2011 um 16:34
    Permalink

    Hallo

    Wirklich toller Bericht, den ich sehr aufschlussreich und für mich selbst lehrreich finde, da ich auch bei CIAO Berichte schreiben möchte.

    Liebe grüße und einen schönen Sonntag wünsch ich Dir noch

    Marnie

    Antwort
    • 6. März 2011 um 16:57
      Permalink

      Bitte gerne Marnie. Ciao ist ein Völkchen für sich. Aber die vielen Kritiken haben am Ende auch etwas Positives gehabt.

      Antwort
  • 9. März 2011 um 20:47
    Permalink

    Bei den Rechtschreibfehlern muss ich dir sagen bin ich einer der „Größten“ und wer sie bei mir findet darf sie behalten zum sammeln und tauschen! Ich sag mir immer solange der Lesefluss nicht gestört ist, passt es!

    Antwort
    • 9. März 2011 um 20:50
      Permalink

      🙂 Buchstabensuppe für Fortgeschrittene?

      Antwort

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