… meine / unsere Kinder haben festgestellt, dass ihnen Brioche gut schmeckt. Hmpf. Und somit haben sie das komplette gestern gekaufte bereits niedergemacht. Dabei sollte es doch eigentlich und überhaupt. Also mindestens für morgen zum Frühstück gedacht sein. Tja. Dann bleibt mir wohl nichts anderes, als mich in die Untiefen des www zu stürzen und Rezepte zu suchen. Nur gut, dass ich sowieso schon Backzutaten aufgestockt hatte. Es muss eine Vorahnung gewesen sein.
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Beim Suchen bin ich auf zig Rezepte gestoßen. Unter anderem auch auf eins, was mir großes Kopfschütteln bereitet hat. Da wurde Pflanzenöl als Zutat angegeben und für den Buttergeschmack 1 Buttervanille-Aroma-Fläschchen. Was soll das denn? Kann ich dann nicht gleich Butter zerlassen? Egal, das Rezept hatte ich also nur überflogen, mit dem Kopf geschüttelt und verworfen.

Die Mengenangaben sind bei den Fundstücken auch immer krumm. Ich backe meistens mit 500 g Mehl … und nu? Jetzt bin ich bei Sanna fündig geworden, die wiederum bei Irene gemopst hat. Tja, wem gebührt denn nun das Lob? Ich erwähne beide, dann passt das, oder?

Für den Teig brauchte ich lt. Rezept:
530 g Mehl
100 g Zucker
1/2 Würfel Hefe frisch
6 Tropfen Vanillearoma oder 0,5 TL flüssige Vanille
1 Prise Salz
2 Eier
1 Eiweiß
250 ml Sahne, lauwarm
1 Prise Salz

zum Bestreichen 1 Eigelb, 1 EL Milch (nur gut, dass das Eigelb Verwendung findet, sonst hätte ich mich geärgert)

Öhm. Hmmmm… in meiner Sahnepackung sind nur 200 ml drin, was nun tun? Ich habe dann mit flüssiger Butter und Milch zu gleichen teilen (also 25 ml Milch und 25 g Butter) aufgefüllt und gehofft, dass das passt. Zudem hab ich keine frische Hefe, also wurde kurzerhand ein Tütchen genommen. Vanillearoma, Faxen – ich hab Vanillezucker im großen Stil 😉 Also 100 g Vanillezucker (selbstgemachter, nix Vanillin oder sowas)
Teigzutaten in den Brotknecht und schön gucken, wie Vettel zum vierten Weltmeistersieg fährt.

Danach hab ich den Teigklumpen ausgerollt in etwas, was im weitesten Sinne an ein Viereck erinnert
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Jetzt hatte ich mir aber in den Kopf gesetzt, ein kleines Brioche und Brioche-Muffins zu backen, also hab ich dem Vierek was geklaut, eine Rolle draus geformt und 12 Stücke – passend zum Muffinblech- geschnitten.
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Schnuffig, oder? Angeblich gehen die noch ungemein auf.
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Der Rest vom Teig wurde auch von der Längsseite aufgerollt und dann in pi mal geschätzte 1,5 cm breite Scheibchen tranchiert. Diese hab ich dann in einem nicht ganz zufällig gewählten Muster in die kleine (was weiß denn ich, wie groß die ist) Springform gelegt.
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Bei Irene sah das Machwerk so ähnlich aus, mal sehen, wie das wird, wenn es dann fertig ist.
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Anschließend durften sich beide Varianten noch zu einem einstündigen Sonntagsspaziergang auf dem Herd versammeln.
Guck:
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sind schon größer geworden, auch wenn sie nur eine Stunde weg waren 😉

Die Muffinförmchenschneckchen durften zuerst in den Ofen. Vorher wurden sie noch mit der Ei-Milch-Mischung bestrichen und mit Hagelzucker bestreut.
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Und fertig sahen sie schon sehr sehr lecker aus …
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öhm… klein genug für einen Haps.
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Danach musste das, was größer werden soll dran glauben und wurde erstmal gebauchpinselt. Eigentlich gerückenpinselt.
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Und in den Ofen geschoben und bei der hoffentlich richtigen Bräunung wieder befreit.
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Boah … da möchte ich am liebsten sofort reinbeißen, aber …
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Das ist noch verdammt heiß.
Unser Mittlerer schlich bei meiner Befreiungsaktion gerade um mich rundrum und fragte: Kann ich davon was haben oder ist das erst für die Schule?
Sieht so aus (und riecht so, als ob es geklappt hätte. Wenn es auch nur annähernd so lecker ist wie die Kleinen, dann … (aber es ist ja der selbe Teig, sollte also geklappt haben)
Das beweist mir wieder, dass Fundstücke auf anderen Blogs hervorragende Grundlagen für meine Küchenexperimente sind.