Das war das erste, was unsere Tochter sagte, als ich Irènes Briochettes aus dem Ofen zog. Und ich muss sagen, so ganz Unrecht hat das Kind nicht, wenn ich mir die fertigen Teilchen so anschaue.
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Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich Irène jetzt lieben oder hassen soll dafür, dass sie so viele Leckerein auf Ihrem Blog hat. Bei mir persönlich überwiegt vielleicht der Vorteil, dass ich momentan voll im Backflash bin und unheimlich gerne Neues ausprobiere. Aber wenn ich dann fertig bin, freue ich mich über die Ergebnisse, koste auch mal – das war es dann aber meistens. Ich kann mich daran nicht unbedingt überfressen. Die Kids freuen sich, wenn sie selbstgebackenes mitnehmen können und zu Hause auch die warmen bzw. frischen Sachen probieren dürfen. Und mein Mann, der freut sich auch, wenn ich ihm morgens nicht nur Klappstulle, sondern eher selber gemachtes mitgebe. Ist halt doch etwas mehr Abwechslung, als 2 Scheiben brot mit Wurst oder Käse zu belegen.

Jetzt aber zum Rezept, bei dem ich zugegebenerweise etwas sabofiziert und improvisiert habe.
Bei Irène steht:
500 g Mehl
20 g frische Hefe
2 Eier
150 ml warme Milch
60 g Zucker
120 g weiche Butter
1 TL Salz

1 Eigelb
1 TL Milch
1 TL flüssige Vanille

Bei mir gab es:
500 g Mehl
1 Tüte Trockenhefe
2 Eier
150 ml warme Milch
60 g Vanillezucker
120 g weiche Butter
1 TL Salz
Milch zum Bestreichen.

Erstens wüsste ich nicht, was ich mit den übriggebliebenen Eiweißen machen sollte, zweitens hat das Rezept sich für meine letzten 2 Eier interessiert. Hühnereier aus dem Kühlschrank, Mensch! Nicht die anderen, davon … egal, das steht jetzt nicht zur Debatte! Frischhefe hab ich extrem selten im Haus, und Vanilleextrakt ist bei mir auch Mangelware. Dafür hab ich halt Tütenhefe und selbstgeklöppelten vanillezucker en masse.

Wie üblich hab ich die Zutaten in den BBA gedonnert und mich anderen Dingen gewidmet, bis er piepsend Bescheid gab, dass er fertig ist. Anschließend hab ich den teigklumpen liebevoll in 10 mehr oder weniger gleichgroße Teile zerstückelt. Bei 5 Personen macht es Sinn, 10 Teile zu machen.
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Jedes Teil wurde in eine lange Wurst verwandelt. Im Rezept steht was von Rollen – das wollte nicht klappen, aber mit Ziehen und drücken ging es auch. Die “Würste” hab ich dann eingeschnitten. Ca. 1 cm Abstand und nicht ganz durchschneiden, sonst wär es ja ein Puzzle
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Und da sich Puzzle schlecht in Schnecken rollen lassen …
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bevorzuge ich die Würstchenform.

so, 10 lustig aussehende Teile warten auf ihren Weg in den Ofen.
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Ich weiß, dass ich sehr selten Backtemperaturen oder Zeiten angebe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mein Ofen keine Gradeinteilung hat und ich die 1-8-Skala nach gefühl und Teigsorte einstelle. Ich denke, hier waren es so um die 180°C. Und Backzeiten? Tja, bis die Teile fertig sind halt. Ich koche und backe selten nach Uhr. Das Einzige, wo ich tatsächlich eine Uhr benötige sind Frühstückseier, die genau 4:44 min in den Topf gehören.
Kuchen wird angepieckst oder angeguckt, Teilchen aus Hefeteig sollten nicht mehr blass, aber auch noch nicht dunkelbraun sein. Ich habe schlichtweg nicht auf die Uhr geschaut.
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Aber ich find die Igelbrötchen so neckisch, und sie riechen und schmecken lecker. Hat was von Milchbrötchen. Nur durch die Stachel der Igelbrötchen gibt es unterschiedliche Konsistenzen, was ich richtig Klasse finde.
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Ich weiß aber immer noch nicht, welches jetzt mein Lieblingsteig wird.