Boston Creme Pie – na endlich

Mindestens genau so lange, wie ich den Boston Creme Crepe Cake auf dem Zettel hatte, will ich schon die Originalversion, den Boston Creme Pie machen. Warum? Weil er einfach verdammich gut aussieht und ich mir bei den Zutaten einen megaleckeren Kuchen erhofft habe. Der sieht aber auch gut aus…
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Beim Rezept habe ich mich am King Arthur Flour Rezept orientiert.
Sinnvoll ist es, wenn zuerst der Pudding / die Boston Creme / Konditorcreme gemacht wird, denn die muss gut auskühlen.
Dafür werden benötigt:
680 ml Milch
99 g Zucker ( 100 tun es auch. Ich habe Vanillezucker genommen, den ich eh immer in großen Mengen vorrätig habe)
1/4 TL Salz
2 TL Vanille-Extrakt oder eine Vanilleschote (oder eben selbst gemachter Vanillezucker)
1 TL Mehl
35 g Stärkemehl
4 Eigelb
57 g Butter (ich glaube nicht, dass meine 55 g jetzt so viel ausmachen)

Die Eigelb mit dem Zucker und Salz schaumig schlagen
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und dann Stärke und Mehl hinzugeben und gut verrühren
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In der Zeit die Milch und die Butter erhitzen, bis sie fast kochen.

Jetzt langsam die heiße Milch unter Rühren in die Eimasse geben, weil sonst Rührei ensteht – und das ist ja nicht Sinn und Zweck der ganzen Aktion.
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Nachdem Milch und Ei temperiert sind, geht beides zurück auf den Herd
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und wird nochmal aufgekocht, bis Pudding entstanden ist.
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Der darf dann in aller Ruhe abkühlen. Immer mal durchrühren ist ganz praktisch, sonst bildet sich eine Haut. Wer keine Zeit zum Durchrühren hat, legt ein Stück Frischhaltefolie drauf. Ja, direkt auf den Puddig. Wär ja sonst Quatsch, oder?

Der darf dann in aller Ruhe abkühlen. Immer mal durchrühren ist ganz praktisch, sonst bildet sich eine Haut.
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Wer keine Zeit zum Durchrühren hat, legt ein Stück Frischhaltefolie drauf. Ja, direkt auf den Puddig. Wär ja sonst Quatsch, oder?

Während der Pudding / Die Boston Crem / die Konditorcreme abkühlen, geht es weiter mit dem Kuchenteil.
Hierfür steht im Rezept ein „Hot Milk Sponge Cake“, bei dem ich leider nicht weiß, wie er auf Deutsch heißt und ob es davon überhaupt eine deutsche Version gibt. Ist ja aber auch völlig egal, denn wenn ich ihn jetzt aufschreibe, lässt er sich ohne Weiteres nachbacken.

Es werden benötigt:
3 Eier
1 1/2 ( = 300 g) Tassen Zucker (wobei ich wieder 1/2 Tasse Vanillezucker genommen habe)
3/4 Tasse (ca 200 ml) Milch
1 EL Butter
1 1/2 Tassen (150 g) Mehl
1/4 TL Salz
1 Päckchen Backpulver

Und wieder werden die Eier mit Zucker und Salz schaumig gerührt, so richtig schaumig, nicht nur so halb
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Währenddessen wird die Milch mit der Butter erhitzt und langsam zu den Eiern gegeben um die Masse zu temperieren.
Anschließend etappenweise das Mehl und das Backpulver gut einarbeiten
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und den Teig in eine gut gefettete 26er Springform geben.
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Hab ich erwähnt, dass der Ofen auf ca 170 Grad vorgeheizt sein sollte? Nicht? Dann mache ich das jetzt: Bitte den Ofen auf 170 Grad vorheizen 😉

Und dort den Kuchen gut 1 Stunde backen
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Danach auskühlen lassen – siehste da den kleinen weißen Fleck? Da war doch tatsächlich noch ein Mehlklümpchen im Teig! Also merke: GUT rühren!
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In der Zeit kann die Creme fertig gestellt werden.
Eigentlich soll da nämlich jetzt aus 200 ml Sahne Sahne geschlagen und untergehoben werden. Ich hatte jetzt aber 4 Eiweiß über und dachte mir: Ach komm, kannst ja mal ein paar Kalorien einsparen 😉
Also habe ich Eischnee geschlagen (schlagen lassen)
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Und die Creme unter den Eischnee gehoben
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Inzwischen war auch der Kuchen kalt. Und konnte mehr oder weniger elegant in der Mitte geteilt werden:
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Auf den unteren Boden kommt jetzt kunstvoll die Puddingcreme
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Und dann der obere Boden wieder drauf
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Sieht jetzt irgendwie noch nicht so spannend aus, oder?
Der letzte Feinschliff erfolgt aber jetzt aus:

100 g Zartbitter Schokolade
50 g Vollmilch Schokolade
100 ml Sahne

Die Sahne aufkochen, Schokolade zerbröseln und in die aufgekochte Sahne geben. Vom Herd ziehen und die Schokolade in der heißen Sahne schmelzen.
Dann den Schokoguss leicht abkühlen lassen, damit er nicht mehr so dünnflüssig ist und in die Mitte des Kuchens geben
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So verstreichen, dass er an den Seiten über läuft
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Und dann muss der Kuchen leider leider noch was abkühlen…
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Das tut er bei mir auf der Terrasse, so musste ich nicht im Kühlschrank umschichten 🙂
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Es kann sein, dass der Pudding beim Schneiden ein wenig rausquillt – aber das ist ja auch keine perfekte Hochzeitstorte, sondern ein gnadenlos leckerer Pudding-Schokoguss-Vanille-Kuchen. So!

Natürlich gäbe es auch eine einfache Version:
Dazu wird dann ein Biskuitboden gebacken, geteilt und mit einem festen (750 ml Milch auf 2 Päckchen Vanillepudding) mit Sahne oder Eiweiß fluffig gemachten Pudding gefüllt und mit Schokoguss überzogen. Aber ich find, bei dem Kuchen darf es auch gerne mal ein wenig aufwendiger sein.


KLEINES UPDATE:

Wenn jemand die „Eischnee-Pudding-Version“ machen möchte: Bitte nicht alle 4 Eiweiß nehmen. Allenfalls die Hälfte, sonst sieht der Kuchen nämlich so aus:
ooops
Ist zwar geschmacklich kein Verlust, aber die Optik leidet schon ganz schön …

 

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

Ein Gedanke zu „Boston Creme Pie – na endlich

  • 3. Februar 2015 um 06:13
    Permalink

    man Sabo hast du dir wieder viel Arbeit gemacht, liest sich ja schon super lecker, schmeckt bestimmt auch sau lecker, deine Kinder freuen sich bestimmt jedesmal auf eins deiner zauberhaften Gerichte.
    Gut das du die alle aufschreibst, das würde für ein spezielles Sabo Kochbuch reichen, wenn du es erstellen würdest. So für die Nachwelt.

    Antwort

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