Erdnuss-Nougat-Karamell-Riegel im Eigenbau

ich hätte natürlich auch Sni***rs schreiben können – aber weiß ich, ob das nicht ein geschützter Begriff ist und ich hinter die Löffel kriegen würde, wenn ich den Erdnuss-Nougat-Karamell-Riegel im Eigenbau einfach Sni***rs nenne? Muss ja nicht sein, oder? Außerdem werd ich nicht zur Diva, wenn ich hungrig bis – ich werde zum Tier! So!

Ich gebe zu, dieses Mal handelt es sich tatsächlich um ein Rezept mit echt vielen Zutaten. Und mit einigem Aufwand. Aber es lohnt sich wirklich!
Bei der Zubereitung war es etwas schwierig, ausreichend Bildmaterial zu machen, weil es definitiv schnell gehen musste bei vielen Schritten. Da hatte ich keine Zeit, erst ewig mit der Kamera rumzubasteln.

Orientiert habe ich mich bei meiner Version an dem Rezept von Not without Salt.

Ich habe allerdings keine Einzelriegel gemacht, sondern einen ganz großen, der dann in Stücke geschnitten werden kann. Spart zumindest ein paar Kalorien bei der Schokolade ein (als ob das am Ende den Kohl noch fett machen würde … )

So, meine Zutatenliste für

Erdnuss-Nougat-Karamell-Riegel

1 Tortenplatte „Waffelblätter“ *
1 Dose geröstete & gesalzene Erdnüsse
250 bis 300 Gramm Schokolade (ich hatte 150 Gramm Zartbitter, 100 Gramm Vollmilch)

Für den Erdnuss-Nougat:

160 Gramm Zucker
75 ml Glukosesirup *
40 Gramm Honig
1/4 Tasse Wasser (ca. 65 ml) Wasser
1 Eiweiß
1/4 Teelöffel Salz
130 Gramm Erdnussbutter (ohne Stückchen)

Für die Karamell-Schicht:
230 Gramm Zucker
170 ml Glukosesirup * (alternativ: heller Rübensirup)
1/4 (ca. 65 ml) Tasse Wasser
170 ml Sahne
60 Gramm zimmerwarme Butter

Auf geht es. Das einfachste ist, die Waffelplatte in die Kuchenform zu packen.

Wer keine passende Form hat, das ist nicht schlimm, die Fettpfanne vom Ofen oder ein Backblech gehen auch. Dann muss nur später das Karamell vom Weglaufen abgehalten werden. Das geht norfalls mit Alufolie.

Nach der Waffelplatte ist vor dem Erdnuss-Nougat. Und der braucht ein wenig.
Dafür werden: Zucker, Glukosesirup, Honig, Salz und Wasser ein einen Topf oder eine antihaftbeschichtete Pfanne gegeben und auf 135 Grad Celsius erhitzt.
Wenn die Masse rund 120 Grad erreicht hat, das Eiweiß in der Schüssel von der Küchenmaschine steif schlagen.
Den 135 Grad heißen Sirup langsam in die Eiweiß laufen lassen (dabei die Maschine auf Low laufen lassen) – zügig wieder auf High stellen und die Masse kalt schlagen lassen (rund 3 bis 4 Minuten). Danach die Erdnussbutter einrühren und die Masse sehr, sehr zügig auf die Waffel streichen. Sie wird unglaublich schnell zäh und fest.

Während der Karamell zubereitet wird, kühlt die Nougat Masse ausreichend aus.

Für den Karamell kommen: Zucker, Sirup und Wasser in einen Topf und werden auf 148 Grad erhitzt. Dabei nimmt die Masse ein bernsteinfarbene Färbung an. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird der (oder das?) Karamell bitter *wuah*

Topf vom Herz ziehen und die Butter reingeben. Vorsicht – kühle Butter in heißem Karamell – das schäumt ganz übel!
Wenn die Butter einigermaßen geschmolzen ist, kommt noch die Sahne hinzu. Alles verrühren.

Und noch einmal zurück auf die Platte um die Masse wieder auf 148 Grad zu bringen.

Die Erdnüsse einrühren.

Und auf der Waffel verteilen.

Das darf jetzt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur abkühlen und anschließend noch ein paar Minuten im Kühlschrank, damit die Schokolade schneller fest wird.
Apropos Schokolade. Die schmelze ich inzwischen in der Mikrowelle. Dafür wird die Schoki zerbröselt und so lange erwärmt, bis nur noch ein paar feste Stücke zu sehen sind. Die werden mit der flüssigen Schokolade verrührt – das passt meistens von der Temperatur.

Die Schokolade kommt jetzt auf den riesigen Erdnuss-Nougat-Karamell-Riegel.

Das Ganze geht noch einmal mindestens eine Stunde in den Kühlschrank, bevor es zerteilt werden kann. Sieht noch recht unspektakulär aus, oder?

Aber aufgeschnitten ist es voll der Knaller!

Es gibt auch noch eine schnellere „Nachbauvariante“ wie zum Beispiel hier bei ein klitzeklein(es) Blog – aber ich hatte weder Marshmallow-Fluff noch fertige Karamellbonbons zu Hause – also musste ich komplett „from scratch“ beigehen.

*affiliatelink

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sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

4 Gedanken zu „Erdnuss-Nougat-Karamell-Riegel im Eigenbau

  • 16. Mai 2015 um 12:08
    Permalink

    Das hätte sicher Ärger gegeben, wenn du es so … genannt hättest 😉 Aber es hört sich super lecker an und ich werd es sicher bald mal nachmachen. Vielen Dank

    Antwort
  • 16. Mai 2015 um 14:57
    Permalink

    Das dachte ich mir auch – die Marken sind ja doch sehr geschützt

    Antwort
  • 19. Mai 2015 um 14:43
    Permalink

    Huhu mal ne ganz blöde Frage, welche Konsistenz hat enn der fertige Glucosesirup? Normal stellt man Glucosesirup aus 64 g Zucker und 36 Wasser her, das gibt dann eine dickflüssige …aber eben flüssige Masse, ist der Glucosesirup aus deinem Rezept irgendwie „fest“ von der Konsistenz?

    LG Anke

    Antwort
    • 19. Mai 2015 um 15:37
      Permalink

      Das, was Du meinst, ist Läuterzucker. Glukosesirup ist anders zusammengesetzt. Hat aber auch eine mittel- bis zähflüssige Konsistenz. Eine schöne und ausführliche Erklärung über den Unterschied habe ich beim selber Suchen hier gefunden. hier ist gerade das sehr aufschlussreich:Bitte lasst Euch im Internet nicht von so einfach Rezepten wie dem Aufkochen von Traubenzucker in Wasser in die Irre führen. Für die Pralinenherstellung zu Hause mag das ein probates Mittel sein, weil dieser Sirup die Pralinenfüllung länger geschmeidig hält als bei der Verwendung von normalem Haushaltszucker, aber bei der Speiseeis-Herstellung hat diese Zuckerlösung (mehr ist es nicht) nicht denselben Effekt wie Glukosesirup. Stattdessen könnt Ihr gleich den Traubenzucker im Eis versenken und spart Euch das Wasser. Das hätte einen besseren Effekt auf die Konsistenz des Eises – dazu aber mehr in dem entsprechenden Kapitel aus der Reihe „Kniffe und Tricks bei der Eisherstellung“, welches Ihr hier „Kniffe und Tricks bei der Eisherstellung – Der Zucker machts…“ findet.

      Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße,
      Sandra

      Antwort

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