von vielen die auszogen, das Bloggen zu erlernen

angeregt durch diesen Artikel, über den ich letzte Woche gestolpert bin, muß ich mich mal wieder ein wenig auslassen. Über Blogger, sogenannte Testblogger und den ganzen Rattenschwanz, der dazugehört.
Die sogenannten Testerblogs schießen ja derzeit wieder wie Pilze aus dem Boden. Es mag zur Jahreszeit passen, denn momentan ist auch Pilzzeit, soweit ich mich erinnere.

Vor einiger Zeit hatte ich mich schon einmal über Produkttester ja oder nein ausgelassen. Aber inzwieschen kommen immer mehr Sachen dazu, die mir ziemlich sauer aufstoßen.

Da gibt es Berichte, bei denen sich mir die Haare an allen verfügbaren Körperregionen aufstellen. Gut, das mag ein Zeichen dafür sein, das mein Musculus arrector pili noch gut funktioniert und nicht unter einer Funktionsstörung leidet. Aber das kann es ja nicht alleine sein.
Wenn man einen ersten Test schreibt, warum schaut man sich dann vorher nicht an, wie sowas geht? Gut, in dem Fall gibt es ausreichend selbstgemachte Fotos, aber bei dem Text ziehen sich mir die Schuhe und die Socken von alleine aus.

mein erster test
hallo gestern kam mein milka test packt für die senseo patmaschine
an.so sah es aus.und drin war dann
aufkleber,21 pat´s ,20 fragebögen,4mal kektse (super lecker) und 2 tassen.
ich habe es gleich mal ausprobiert und ich muss sagen .es schmeckt super lecker
ich kann es euch echt empfehlen.die cremigkeit und der schoko geschmack sind echt der hammer.wenn es auf dem markt ist wir erst mal eingekauft

Entschuldigung? Ich weiß, Satzzeichen sind keine Rudeltiere, das habe ich von einem netten Menschen auf Facebook gelernt. Aber vorhanden sein sollten sie in angemessener Zahl trotzdem.
Auch mit der Rechtschreibung habe ich so meine Probleme. Also damit, das zu lesen, was dort geschrieben steht. Für diesen Test wurde anscheinend der Blog erstmal angelegt. Und so etwas häuft sich momentan. Es scheint der „Ich möchte auch bloggen“ Virus umzugehen. Nur leider machen solche Blogs und vor Allem solche Beiträge den Ruf der Blogger kaputt.

Andererseits frage ich mich, ob die Firmen, die diese Tests veranstalten überhaupt einen Blick auf die Berichte werfen. Es drängt sich mir einfach diese Frage auf.

Liebe Blogger-Frischlinge, schaut Euch doch bitte erstmal um, wie ein Produkttest geschrieben wird. Nutzt Rechtschreibprogramme, davon gibt es meist sogar auf dem eigenen Blog eins. Natürlich kann mal ein Buchstabendreher vorkommen. Das passiert mir auch immer mal wieder. Da wird auch keiner meckern. Aber …

Zum Thema Anfragen an Firmen fällt mir auch noch etwas ein. Wenn irgendwo ein Artikel erscheint über ein Produkt, was mich interessiert, dann beherrsche ich mich, sofort dort auch eine Anfrage zu stellen. Sonst erlebe ich nämlich das gleiche Phänomen wie der Kaffi Shopp. Die Anbieter werden von einer Lawine aus Anfragen erschlagen und lehnen dann weitere Testpakete schlichtweg ab. Es gibt ausreichend Aufrufe von Firmen, die Tester suchen. Blogs sind auch immer gerne gesehen dabei, denn dann funktioniert auch das Geben-und-Nehmen-Prinzip.
Allerdings gibt es da dann auch die Blogger, die wirklich jedes angekommene Paket dokumentieren. Egal ob ein Blogbeitrag verlangt wird, oder nicht. Nein, man muss nicht alles schreiben und beschreiben. Es reicht manchmal auch aus, die beigefügten Fragebögen zu beantworten oder den zugeschickten Links zur Beantwortung zu folgen. Nicht jede Probe, Mascara, Creme oder jeder Schokoriegel mus verbloggt werden.
Sucht Euch doch dann lieber gezielt Produkte aus, die nicht eben mal an so schlappe 200 – 1000 Personen verschickt worden sind. Da geht dann wirklich Qualität vor Quantität.

Ein paar Worte noch an die Anbieter: Wenn eine Testanfrage kommt, schaut Euch doch erstmal den Blog richtig an. Nicht immer ist es die Anzahl der Leser, die das ausschlaggebende Kriterium sein sollte. Denn es gibt Blogger, die den Anschein erwecken, alles mitzunehmen, was es grad mal eben für lau gibt. Die Qualität der Berichte ist dann auch oft entsprechend. Da werden ein paar Sätze hingerotzt (Entschuldigung, wenn ich das so sage) versehen mit Produktbildern aud dem Shop und vielleicht noch einem eigenen Bild – und das war es dann aber auch.
Das ist sicherlich nicht die optimale Werbung, die die Anbieter sich erwünscht haben.
Außerdem ist es auch für uns Blogger wichtig, ein Feedback zu bekommen. Liebe Anbieter, ihr möchtet auch informiert werden, wenn die Artikel online gehen. Genauso wünscht sich der Blogger, das etwas zu dem Bericht gesagt wird. Kritik kann nur hilfreich sein – von beiden Seiten. Aber auch mal ein Lob tut der Bloggerseele gut.

Ich könnte, wenn ich wollte noch etliche Punkte anführen, aber das soll erstmal für jetzt ausreichen. In diesem Sinne – auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

18 Gedanken zu „von vielen die auszogen, das Bloggen zu erlernen

  • 19. September 2011 um 10:59
    Permalink

    Wirklich Sabo,

    du sprichst mir aus der Seele und ich danke dir für deine offenen Worte, die sich wirklich jeder mal durchlesen sollte.

    Ganz liebe Grüsse
    Elke

    Antwort
    • 19. September 2011 um 11:03
      Permalink

      Danke Elke 🙂 Irgendwie reichte es mir… das waberte schon die ganze Zeit in mir rum 😉

      Antwort
  • 19. September 2011 um 11:03
    Permalink

    Wie recht du mal wieder hast. Mir stösst es auch sauer auf, wenn ich so manche Möchte-Gern-Blogger lese. Aber ich glaube nicht das diese wirklich Leser wollen, und dann wird es irgendwann langweilig, hoffe ich, denn irgendwann will man doch mal Anerkennung lesen und wenn die nicht kommt, hören sie von allein auf.
    Aber die Firmen müssen auch lernen, das stimmt, hoffentlich schnallen sie es.

    Antwort
    • 19. September 2011 um 11:18
      Permalink

      Nein, manchen geht es anscheinend wirklich nur um die „für lau“ Sachen 🙁 Leider. Und leidenschaftliche Blogger ziehen den Kürzeneren 🙁

      Antwort
  • 19. September 2011 um 11:34
    Permalink

    Mir geht es nicht anders, ich bekomme schon zu viel, wenn es wieder heißt: Neuer Blog und gleich gibt es ein Gewinnspiel!!

    Immerhin sind die nun so schlau mit billigen Preisen an Leser zu locken!Und die wenigsten Firmen schauen sich genau diese Blogs an!

    Und überhaupt scheint es echt zu einer Krankheit auszuarten mit den ganzen: Ichteste, Testerblog usw.Das finde ich mittlerweile nur noch nervig!

    Und einige davon habe ich wirklich gefressen, die ballern ein Ding nach dem anderen rein!

    Oder es gibt Blogs die bekommen wohl nur Leser/Klicks, in dem sie täglich alle möglichen Suft-Tips reinhauen!Auch nicht Prall.

    Ich gehe auf diesen Blogs schon gar nicht mehr lesen und bin froh das es zumindest eine kleine Anzahl an guten Blogs gibt!

    Antwort
    • 19. September 2011 um 11:57
      Permalink

      Siehste – ich hab nur eine Stammleserzahl, noch nie ein Gewinnspiel gemacht und ich lebe trotzdem noch 🙂

      Antwort
  • 19. September 2011 um 12:03
    Permalink

    Na ich mache schon Gewinnspiele.Oft ja nur für meine Leser, aber man glaubt es kaum, was für Leser man dann angeblich hat 🙂

    Antwort
    • 19. September 2011 um 12:14
      Permalink

      🙂 Ich konnt mich nicht aufraffen, ich geb es ja zu 🙂

      Antwort
  • 19. September 2011 um 19:33
    Permalink

    Ich habe schon gar keine Lust mehr irgendwas zu testen. Ich kriege täglich irgendwelche Anfragen und lehne nur noch ab.

    Die Firmen sollten sich endlich mal die Blogs anschauen, nur welche nehmen, die ein paar Monate online sind und endlich mal Produkte in Rechnung stellen, die nicht verbloggt oder bei eBay verkauft werden.

    Dann werden auch die Anfragen weniger.

    Antwort
    • 19. September 2011 um 20:08
      Permalink

      Mein liebes Chaosweib, ich bekomme zwar kaum anfragen, aber ich frage ebensowenig an – aus obengenannten Gründen. Ich hab nunmal keine Lust, in der Masse mitzuschwimmen 😉

      Antwort
  • 19. September 2011 um 20:10
    Permalink

    Ich bekomme auch viele Anfragen immernoch, jetzt sogar auf dem neuen Blog, und das aktuell auch nur wegen deiner Tassenparade Jutta *lach* Einem deiner Sponsoren hat mein Blog so gut gefallen und es würde einfach passen, das ich testen durfte *lach* das fand ich soooo knuffig die Anfrage…

    Antwort
    • 19. September 2011 um 20:36
      Permalink

      Na das zieht ja Kreise 🙂

      Antwort
  • 19. September 2011 um 22:28
    Permalink

    Ein wirklich sehr guter und treffender Artikel.

    Es ist echt auffällig, dass in letzter Zeit Blogs wie Unkraut aus dem Boden schießen. Schlimmer finde ich dabei aber die Blogger, die nun gleichzeitig zwei Blogs führen um wirklich an viele Gratisartikel kommen. Darunter leiden einfach die Personen, die versuchen ihren Blog ordentlich zu führen.

    Ich glaube einfach, dass die Firmen einen großen Teil der Schuld an dieser Situation tragen müssen. Es werden einfach Testartikel „rausgehauen“ ohne die Blogs jemals gesehen zu haben. Es werden genau die Blogs gefordert, die für einen Artikel drei Berichte schreiben, nämlich die Emailzusage, den Erhalt des Pakets und den eigentlichen Produkttest….

    Antwort
    • 20. September 2011 um 06:43
      Permalink

      Jupps, die 3 Berichte sind auch immer Klasse 🙁

      Antwort
  • 20. September 2011 um 04:41
    Permalink

    Interessanter Artikel Sandra! Deswegen und wegen ein paar anderen Artikeln habe ich dich im Feedreader. Auch wenn ich die Angebote nicht nachvollziehen kann fühle ich mit den Jenigen die ständig mit Anfragen genervt werden mit. Selber bekomme ich öfters Link-Anfragen und seit neustem jede Menge Kommentare mit Url von Hobby-Seo´s. Die Seiten haben dann 1 Artikel und es geht meist um Versicherungen. Da habe ich dann meist gar keine Lust mehr und drück dann nur noch auf löschen. Egal was im Kommentar steht.

    @ Jutta
    Ich habe gesehen das du nicht mehr so viele Test´s bringst, dachte es liegt am viele Stress mit deiner Mutti aber das dich diese Test auch nerven habe ich so nicht gemerkt. Im übrigen auch wenn ich nicht mehr so viel oder gar nicht mehr bei dir Kommentiere lese ich trotzdem mit. Es bleibt bei mir eben nicht mehr so viel Zeit.

    Zur Rechtschreibung muss ich sagen, ich schreibe meine Artikel immer erst und lese sie Stunde später nochmal und da finde ich dann immer ein Dutzend Fehler. Selbst wenn die Freigeschalten sind finde ich hier und da noch welche manchmal echt katastrophale Fehler. Da gehöre ich geschlagen dafür. Aber das kennt vermutlich jeder selber.

    Im übrigen habe ich keine Testseiten im Feedreader, warum auch? Wenn ich einen Test lesen möchte dann google ich danach.

    PS. Die Firmen interessiert meist gar nicht was da geschrieben steht im Test sondern nur der Link der als Vorgabe steht. Vorteil der Firma der Link besteht nicht nur einen Monat und muss auch nicht bezahlt werden. Produkte werden aus einer Überproduktion genommen und an die Blogger versendet und fertig. Die haben den gewünschten Link der im Gegensatz zu Teliad und Co nur ein Apfel und ein Ei kostet.

    Antwort
    • 20. September 2011 um 06:42
      Permalink

      Danke Daniel 🙂 Linkanfragen laufen bei mir eher wenig auf – wahrscheinlich sind meine Themen nicht soooo linkrelevant 😉

      Antwort
  • 22. September 2011 um 08:31
    Permalink

    Ich finde den Artikel auch super, Sandra.

    Ich bekomme kaum Anfragen und bewerbe mich nur bei den Sachen, die ich auch wirklich testen möchte. Dafür habe ich noch nie irgendwo nachgefragt, ob ich was testen darf, immer nur auf Ausschreibungen beworben.

    Stattdessen sage ich dann auch noch dreist meine ehrliche Meinung. Das mag vielleicht auch nicht jedem passen 😉

    Seit unsere Große in die Schule kam, hat mich das Lesefieber wieder gepackt und so schreibe ich oft Leseeindrücke auf verschiedenen Seiten – wieder nur, wenn ich das Buch auch wirklich möchte (oder in Ausnahmen, wenn mir die Leseprobe gar nicht gefällt).

    Aber dann habe ich z.B. bei Blogg Dein Buch eine Rezension erstellt, keinen Tag später hat jemand meine Rezension fast wortwörtlich kopiert und ebenfalls eingestellt.

    Ich habe es gemeldet, es wurde geprüft und mir wurde mitgeteilt, dass das ja gar nicht geht, dass Rezensionen kopiert werden und was ist das Ende vom Lied? Die kopierte Rezension ist immer noch auf der Seite und die Leserin bekommt nach wie vor auch Bücher.

    Sowas finde ich auch sehr sehr schade, denn wenn ich blogge, dann nehme ich mir im Normalfall auch viel Zeit für die Texte und schmiere nicht einfach irgendwas zusammen 🙁

    Es entwickelt sich wieder eine „Abgreifer“ – Geselllschaft – kostenlos abgreifen, was geht und was man nicht braucht, landet bei ebay.

    @Sandra – denk mal zurück an die Zeit im G..z-Forum – da hatte sich das ja schon immer heraus kristallisiert und nun ist es eine Spur schlimmer gekommen, denn nun soll man auch noch was dafür tun, dass man was umsonst bekommt 🙁

    Sicherlich springen viele gerade auf den Zug auf, aber vermutlich sind die genau so schnell wieder weg. Schliesslich frisst ein Blog – im Normalfall – viel Zeit und ich merke auch, dass ich nicht mehr so viel blogge, wie ich gerne würde. Momentan sind das Blogparaden, Rezensionen und Tests, das Bloggen über meine Heimat, was ich eigentlich sehr gerne mache, bleibt oft aussen vor …

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Da gehts mir wie Daniel, bei jedem Lesen finde ich noch was.

    Meine Gedanken sind heute morgen ein wenig unstrukturiert, aber ich hoffe, Ihr versteht, was ich sagen wollte 😉

    LG
    Daggi

    Antwort
    • 22. September 2011 um 08:41
      Permalink

      Oh – erinnere mich nicht an die Abstauber aus dem GK – da wird mir heute noch übel, wenn ich an die Postings denke!
      Nein,. Du bist nicht unstrukturiert, ich glaub, ich habe Dich verstanden 🙂
      LG, Sabo

      Antwort

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