Das leidige Thema “Brot bei Low Carb” beschäftigt mich nach wie vor. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Rezept, bei dem ich mit alltäglichen Zutaten ein vernünftiges Ergebnis erzielen kan. Und ich glaube, ich bin dem jetzt recht nahe gekommen.
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Zu einem richtigen Brot gehört nunmal der leichte Hefe- oder Sauerteiggeschmack. Auch wenn die Hefe in diesem Brot nicht so arbeiten und für Luftlöcher sorgen kann, wie in einem Weizenbrot. Wie auch – es fehlt ja die Voraussetzung, nämlich die vernetzten / verklebten Glutenfasern. Gluten wollte ich jetzt aber auch nicht beimischen. Hätte ich zwar gehabt – aber es muss auch ohne gehen. So! Genug rumtheoretisiert.

Hier dann jetzt erst einmal die Zutaten, die bereit stehen sollten:
110 ml warmes Wasser
1 TL Honig oder Zucker (damit die Hefe arbeiten kann)
1 Tüte Trockenhefe (oder 1/2 Würfel Hefe)
100 Gramm Kokosmehl *
60 Gramm gemahlene Leinsamen
100 Gramm Quark (bei mir Sahnequark)
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
4 Eier

Da meine Leinsamen heute ungemahlen waren,
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musste ich sie ja kurzerhand durch den Mixer jagen.
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Das war die Vorarbeit.
Ansonsten ging alles wie gehabt. Die Hefe und der Honig kamen mit dem Wasser zuerst in die Schüssel und ich habe gewartet, bis die Hefe mir angezeigt hat, dass sie lebt.
Danach flogen die restlichen Zutaten dazu und ich habe die Küchenmaschine erst einmal die grobe Arbeit erledigen lassen. Hände einsauen kann ich später immer noch.
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Zack, raus aus der Schüssel mit dem Zeug. Macht auf jeden fall einen fluffigen Eindruck.

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Nochmal schnell ein wenig kneten, vielleicht hilft es ja. Naja, Kneten war dann wohl eher nichts. Daher habe ich das Brot in Form gebracht.
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Bis mir einfiel, dass ich ja noch ein paar Körner obendrauf und untendrunter verteilen könnte.
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Anschließend die Ofentür auf (ach, der war übrigens auf 180 Grad vorgeheizt) und das Brot rein. Es waren wohl 40 Minuten, die sich das Brot dort tummeln durfte. Ein reingepieckster Zahnstocher sollte trocken wieder raus kommen.
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Es ist ganz ordentlich zerklüftet. Aber es riecht gut. Und so fürs Foto fetzt das mit den Rissen in der Oberfläche ja auch.
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Nachdem es vollständig durchgekühlt war, habe ich mich getraut und es angeschnitten
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Na geht doch. Klar ist es durch den Quark etwas feuchter und dadurch, dass kein Weizen etc. drin ist, macht es auch eher einen “bröseligen” Eindruck. So wie Kastenkuchen zum Beispiel.
Aber es lässt sich bestreichen und belegen.
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Und siehe da, es schmeckt. Das Kokosmehl schmecke ich nicht durch. Und als Ersatzbrot finde ich es durchaus gelungen. Wie es sich mit der Haltbarkeit verhält, kann ich jetzt noch nicht sagen. Da das ganze Brot aber nicht so riesengroß ist, kann man es bestimmt schnell essen. Oder vielleicht in Brötchengröße backen?
Oder doch einfach eine Scheibe zur Wurscht?
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Als “Mitnehmbrot” so in Scheiben geschnitten ist es aber nur bedingt geeignet. Da würde ich wohl eher ein Brötchen (oder mehrere) aus dem Teig machen.
Nährwerte? Der Neugier halber. Selbst wenn der Honig der Hefe zum Opfer fällt 😉
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