Apfelrotkohl aus dem Crocky

Ja … ich bin im Crockywahn, aber es macht ja auch Spaß. Und grad jetzt in der nass-kalten ekligen Zeit sind etwas deftigere Sachen ja sowieso eher auf dem Teller zu finden, als im Sommer. Rotkohl mache ich schon immer selber, weil ich den fertigen einfach nicht mag. entweder ist er mir überwürzt, nicht nach meinem Gusto gewürzt, zu dick geschnitten, zu pappig oder oder. Und eh ich mich hinstellen und das Gelumpe „verfeinere“, mach ich lieber eine große Menge Apfelrotkohl selber, friere ein und hab dann das, was mir schmeckt. So ätsch!
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Für meinen Apfelrotkohl brauch ich nicht so wahnsinnig viele Zutaten. Aber einiges an Zeit geht schon für die Vorbereitung drauf.
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Benötigt werden:
1 Rotkohl (erstaunlich, oder?
diverse Äpfel (das kommt jetzt sicher auch ganz überraschend)
Zwiebeln
Speck
Schmalz
Salz
Pfeffer
Zucker
Lorbeer
Balsamico
Nelken
und nach Gusto Pflaumenmus, Johannisbeergellee, Preiselbeeren oder schlichtweg Stangenzimt. Das muss aber jeder für sich rausfinden.

Zuerst kommt die Fleißarbeit. Nämlich den Rotkohlkopf erst abpellen (die äußeren Blätter sehen nicht nur nicht schön aus, wer weiß, wer die schon alles angegrabbelt hat *bäh*) halbieren, vierteln und raspeln oder kleinschneiden
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Wohl dem, der eine Küchenmaschine sein Eigen nennt – ich nicht. In vielen Rezepten steht, dass der Strunk entfernt werden soll. Ich mache das nicht, weil der nämlich die Blätter zusammenhält und sich beim Raspeln oder schneiden nicht das Viertel in Wohlgefallen auflöst. Ich schmeiss den Strunk anschließend weg, wenn er seine Schuldigkeit getan hat.
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So, noch die Äpfel raspeln und mit dem Kohl mischen
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Jetzt gibt es unterschiedliche Methoden, mit denen der Rotkohl behandelt wird. Ich habe ein Mischform. Bei mir wird er jetzt gewürzt mit Salz, Pfeffer, Zucker und ein wenig durchgeknetet. Normalerweise sollte er dann am besten über Nacht durchziehen. Guck, der Lafer macht das auch. Meine Oma hat das auch oft gemacht. Oder sie hat den Kohl etappenweise angebraten und zusammenfallen lassen.
Ich lass ihn eine Weile stehen, nachdem er liebevoll massiert wurde. Da Crocky ja auch nicht gleich auf volle Pulle geht, dachte ich mir, 2 Std sollten reichen.
In der Zeit habe ich neben Haushalt erledigen noch den Speck und die Zwiebeln gewürfelt und angebraten, sowie das Schmalz ausgelassen.
In dem schön fettigen Ansatz habe ich dann den abgeschöpften Rotkohl angebraten, damit er zusammenfällt. Nicht lange, sondern wirklich nur so lange, bis das Volumen im Topf deutlich weniger wurde.
Danach wanderte alles in den Crocky
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Da ich nach Gefühl würze und auch die Äpfel nach Gefühl dazugebe, hab ich doch noch 2 Äpfel gerieben und untergemischt. Ein wenig Apfelsaft und Balsamico-Essig draufgekippt, ein paar Nelken hinzugeworfen und 2 Lorbeerblätter.
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Schwupps – dann hab ich Crocky auf LOW geschaltet und mit dem Apfelrotkohl alleine gelassen. Nicht ganz allein, nach ca 3 Std hab ich einmal gerührt und noch 2 Esslöffel Pflaumenmus eingerührt.
Nach 6 oder 7 Stunden habe ich den Apfelrotkohl nochmal gerührt, gekostet, für gut befunden und Crocky ausgeschaltet.
Natürlich musste ich kosten.
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So muss Rotkohl aussehen und schmecken. Ein wenig Glanz, nicht zerfallen, keine zu dicken oder zu dünnen Streifen drinne. Lecker.

Da er ja noch ziemlich lange warm bleibt und so eine große Menge (schätzungsweise 3-4 Kilo) ja auch nicht in Null komma Nix kalt werden, durfte er dann über Nacht in der Küche stehen bleiben. Das war auch ziemlich fatal, denn ich weiß nicht, wie oft ich in die Küche geschlichen bin und mir ein oder zwei Löffel aus dem Topp gemopst habe. Aber ich mag nun mal gerne Rotkohl. Den kann ich auch pur haben wollen und brauch eigentlich gar nichts anderes dazu.

Falls nun aber grade kein Crocky auffindbar sein sollte, geht das Rezept auch ohne. Dann wird eben ein großer Topf genommen und auf recht kleiner Hitze gegart. Nur dass ich im Topf-Topf deutlich häufiger rühren muss, weil er mir auch bei geringer Hitze schon angebrannt ist. Wie lange? Keine Ahnung. Bis er fertig ist und die richtige Konsstenz hat. Bei mir ist das, wenn die größeren Stücke noch leicht Biss haben. Durch das Nachgaren beim Abkühlen wird er dann nämlich gleichmäßig weich, aber nicht matschig. Und das schöne ist, dass ohne Speck und ohne Schmalz, nämlich mit Öl und ein wenig mehr Würzen geht das auch in vegetarisch.
Ach … und man kann sogar die Gewürzauswahl noch einfacher gestalten und je nach Größe des Rotkohls beim Garen 1-3 Beutel Glühweinfix entweder aufreißen und einrühren oder mitgaren (die zerfallen beim Rühren aber gerne mal)
SO, das sollten genügend Alternativen sein 🙂 Bei uns gibt es Rouladen dazu, die ich auch mal im Crocky ausprobiere. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

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