Schweinefilet mit Mohn

klingt komisch, oder? Das dachte ich mir auch, als ich heute das Rezept Poppy-Seed Pork Tenderloin gelesen hab. Aber ich hatte ja eh schon Filetköpfe fürs Abendessen angedacht, also hab ich meine eigentliche Planung nur gewürztechnisch umstellen müssen.
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Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich mich fast komplett an das Originalrezept gehalten, in dem es heißt:

1 Tbsp canola oil
1 tsp sweet paprika
1 tsp poppy seeds
½ tsp ground cinnamon
½ tsp kosher salt
¼ tsp freshly ground pepper
1 (12- to 14-oz) pork tenderloin
¼ cup fresh dill, finely chopped
¼ cup fresh flat-leaf parsley leaves, finely chopped

Hmmm… was zum Geier ist das für Öl? keine Ahnung, ich habs gegen Olivenöl ausgetauscht.
Also:
1 EL Olivenöl
1 TL Paprika edelsüß
1 TL Mohn (ja, die kleinen blaugrauen Körnchen, ungemahlen und NICHT aus der Mohnback-Packung)
1/2 TL gemahlenen Zimt
1/2 TL Salz
1/4 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

alles brav verrühren (okay, okay, ich hatte 3 Filetköpfe, ich musste verdoppeln) und damit das Fleisch marinieren und in eine flache feuerfeste Schale legen.
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Eigentlich hätte das Fleisch jetzt nur so lange marinieren sollen, wie der Ofen braucht, um 425 °F zu erreichen. Ja hahahahahahahaha .. tolles Ding. Wieviel ist das nu? Ich denk mal, was um die etwas über 200°C ?!
Mal google fragen: 425 degrees Fahrenheit = 218.333333 degrees Celsius
Sach ich doch!
Also nochmal … eigentlich hätte das Fleisch nur so lange marinieren sollen wie der Ofen braucht um 218,3333 °C zu erreichen. Leider haben mir die unterschiedlichen Ankunftszeiten meiner männlichen Familienmitglieder einen Strich durch die Planung gemacht und es marinierte lustig eine Stunde vor sich hin. War jetzt auch nicht so schlimm. Und an alle, die jetzt was von „Oh, das Fleisch wird dann aber trocken weil das Salz ja das Wasser aus dem Fleisch…. “ NEIN! Es wird nicht trocken. Nicht von 1/4 Teelöffel Salz (bzw 1/2 Teelöffel auf die Fleischmenge!) Nein, nein, nein. Und es schwamm auch nicht im eigenen Saft weil es total entwässert war. Es musste nicht reanimiert werden und mit einer Infusion versorgt werden. Es war NICHT trocken!

Gut, weiter im Text.
Das Fleisch wurde ohne Anbraten einfach bei 218,333 °C (als ob ich jemals eine Gradeinstellung am Ofen gehabt hätte) bei volle Pulle aufgedrehtem Herd in selbigen geschoben und nach 30 Minuten hab ich mal das Fleischthermometer reingepieckt. Als es 70°C Kerntemperatur hatte, hab ich es rausgenommen.
Da ich aber keine frische Petersilie und keinen frischen Dill habe, hab ich es schlichtweg durch TK-Kräuter gerollert und dann in den ausgeschalteten Ofen zurückgeschoben.
Die Söhne waren nämlich unterwegs beim Training und ich wollte ja kein kaltes Fleisch und so.
Gegessen wurde das ganze mit Tagliatelle
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Es war schlichtweg der Hammer. Die Kräuter hätt ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber sie waren mir nicht unangenehm. Aber die Gewürzmischung…. boah! Die klang ja beim Lesen schon so abgefahren, dass es einfach gut werden musste.
Und das war es. Es war mega!
Nein, es gab auch keine Sauce dazu. Erstens hab ichs nicht so mit Sauce und zweitens hätte mir eine Sauce nur den Geschmack geklaut.Dann hätt ich keinen Zimt geschmeckt, das Knacken von den Mohnsamen wahrscheinlich nicht wahrgenommen … Nee, war echt perfekt!

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

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