Gemacht habe ich das Japanische Hokkaido Milch-Toastbrot schon gefühlte tausend Mal. Nur nie wirklich auf den Blog gebracht. Warum auch immer. Jetzt ist es endlich so weit und ich habe es mal dokumentiert. Vielleicht auch, weil ich es abgewandelt und verschieden gefüllt habe? Man weiß es nicht so genau.
Bislang musste ich bis jetzt jedes Mal zu Christine’s Recipes eilen, um mir das Rezept wieder aufzurufen. Das ist ja eigentlich nicht schlimm, aber manchmal ist die Seite nicht erreichbar etc.
Und da heute mein Mittlerer mit der Bitte “Mami, kannst Du nicht mal wieder dieses leckere Weißbrot backen?” an mich rantrat, war das die beste Gelegenheit.
Das Brot ist etwas aufwendiger als ein normales süßes Milchtoastbrot. Aber es ist definitiv jede Minute mehr Zeitaufwand wert.
Bei den Zutaten kommt dieses Mal auch etwas dazu, was vielleicht nicht in jedem Haushalt spontan auffindbar ist. Die Rede ist von Vollmilchpulver *. Sicherlich lässt sich anstatt Vollmilchpulver genau so gut Magermilchpulver, Kaffeeweißer oder sogar Babymilchpulver verwenden. Ich hab es jetzt nunmal aber da und deswegen kann ich es auch so verwenden, wie es im Rezept steht.
Außerdem kommt in das Brot noch ein “Brühstück”, was im Originalrezept “tangzhong” heißt. Ehe ich rausgefunden hatte, dass das auf Deutsch eben Brüh- oder Kochstück ist … Nee, nee.
Also – das Brühstück für das Hokkaido Toastbrot:
25 Gramm Mehl
125 ml Wasser
Beides kommt in eine kleine Pfanne und auf den Herd.
Es wird so lange unter Rühren aufgekocht, bis es eine *tja* wie sagt man jetzt? zähe Masse bildet? Bis es so aussieht:
Das Brühstück muss jetzt auf jeden Fall bis auf ca. Körpertemperatur runterkühlen.
Hauptzutaten für Das Japanische Hokkaido Milch-Toastbrot:
Dann kommen die nächsten Zutaten:
540 Gramm Mehl (405 oder 550)
85 Gramm Zucker
8 Gramm Salz (eine Prise halt)
1 Tüte Trockenhefe (oder 1/2 Würfel Frischhefe)
10 Gramm Vollmilchpulver *
1 Ei
55 ml Milch
60 ml Sahne (ich hatte keine Sahne da, also habe ich 75 ml Milch und 50 Gramm Butter genommen)
hinzu kommen noch das abgekühlte Brühstück und 50 Gramm weiche Butter zum Bestreichen.
So!
Ich habe Zucker, Milch, Hefe, Ei, Sahne (beziehungsweise Butter) und Milchpulver zusammen mit dem Brühstück in die Schüssel gegeben
und alles zusammen gerührt. Anschließend noch Mehl und Salz dazu und kneten lassen, bis ich einen schönen Hefeteig hatte.
Der Teig durfte nun abgedeckt gehen, bis er sichtbar größer geworden war.
Anschließend habe ich ihn in 4 Teile geteilt, da ich insgesamt 4 unterschiedliche Varianten in ein Brot verbacken wollte.
Alle Teile wurden als mehr oder weniger ovaler Fladen ausgerollt.
Eins habe ich mit Zimt, Zucker und Butter gefüllt.
Die Fladen werden an den Seiten eingeklappt wie bei einer Roulade.
und genau so werden sie auch aufgerollt.
Ein weiteres mit Rosinen,
eins mit Nuss Nougat Creme
und das letzte blieb “nackisch”.
So, jetzt hatte ich vier Rollen,
die ich in meine Backform gepackt habe.
Nachdem sie noch einmal gut 50 Minuten aufgehen durften, hab ich sie mit weicher Butter bestrichen.
Der Ofen war inzwischen auf 180 Grad vorgeheizt und das Brot durfte backen, bis es braun war.
Aus der Form befreit durfte es auskühlen.
Die erste Scheibe bekam das Kind, welches sich das Brot gewünscht hatte.
Er wollte die nackige Version mit Frischkäse.
Jetzt hätte ich doch fast den Anschnitt der Schoko-Abteilung vergessen!
UPDATE 09.10.2016
Auf Wunsch eines einzelnen Nachwuchses habe ich das Japanische Hokkaido Milch-Toastbrot (mal wieder) gebacken und die Gelegenheit genutzt, ein paar neue Fotos zu machen.

Zutaten
Brühstück:
- 25 Gramm Mehl
- 125 ml Wasser
Zutaten für den Toast
- 540 Gramm Mehl (405 oder 550)
- 85 Gramm Zucker
- 8 Gramm Salz (eine Prise halt)
- 1 Tüte Trockenhefe (oder 1/2 Würfel Frischhefe)
- 10 Gramm Vollmilchpulver
- 1 Ei
- 55 ml Milch
- 60 ml Sahne (ich hatte keine Sahne da, also habe ich 75 ml Milch und 50 Gramm Butter genommen)
- abgekühltes Brühstück
- 50 Gramm weiche Butter zum Bestreichen
Anleitung
Brühstück bereiten
- Mehl und Wasser verrühren und erhitzen
- so lange erhitzen bis die Masse andickt
- abkühlen lassen
Toastbrot-Teig ansetzen
- Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten
- Teig gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat
- Teig in 4 Teile teilen
- alle 4 Teigteile oval ausrollen
- Seiten einklappen (ungefähr auf Breite der Backform)
- wie eine Roulade aufrollen
- alle vier Rollen in die Backform setzen
- noch einmal ca. 50 Minuten gehen lassen
- Ofen auf 180 Grad vorheizen
- Toast mit weicher Butter bestreichen
- bei 180 Grad goldbraun backen
- Auskühlen lassen
Das Brot schmeckt super, vielen Dank für das Rezept
hallo Lucie,
vielen Dank für Dein Feedback!
LG, Sabo
Tolles Rezept. Schmeckt genial. Mich würde es interessieren ob man die
Rollen machen muss. Was wäre wenn ich den Teig so wie vorgegeben knete, in die Backform gebe wie ein Laib und mit Butter bestreiche? Ich habe es jetzt einige male nachgebacken aber mich nicht getraut die Rollen weg zu lassen weil ich nicht weiß ob dieser Schritt für den Erfolg ausschlaggebend ist.
Hallöchen Özlem,
die Rollen sind nicht zwingend nötig. Machen halt nur optisch und zum Teilen was her.
Lieben Gruß, Sabo
55ml Milch und 60ml Sahne scheint mir reichlich wenig Flüssigkeit auf 540g Mehl…🤔
Hallo Corneleia – Du hast die Flüssigkeit vom Brühstück übersehen: 25 Gramm Mehl / 125 ml Wasser – so kommst Du auf eine Gesamtflüssigkeit (ohne Ei) von 240 Millilitern.
Gruß, Sabo
Hallo,
habe das Brot gerade gebacken und es ist ganz gut geworden. Allerdings war der Teig etwas fest, was aber daran lag, dass ich die Mehle mischen musdte. Eine Angabe zu den genauen Gehzeiten wäre toll.
Viele Grüße
Julia
Hallo Julia,
schön, dass Dir das Rezept gefällt.
Ich gebe bei Hefeteig grundsätzlich keine genauen Gehzeiten an, was ich Dir auch gerne erkläre, warum nicht.
Hefeteig geht bei jeder Temperatur anders. Wenn in meiner Küche im Sommer über 25 Grad herrschen, dann rennt der im Eiltempo in die Höhe. Im Winter, wenn gerade mal um die 20 Grad sind, braucht der Teig auch schon mal über eine Stunde. Deswegen lieber die Volumenangabe: Bis der Teig sich sichtbar vergrößert (bestenfalls verdoppelt) hat.
Oftmals ist auch noch ein Unterschied zu merken, ob Du warmes, lauwarmes oder kaltes Wasser verwendest, frische oder trockenhefe.
Ich hoffe, das erklärt das Fehlen der zeitangabe.
Lieben gruß,
Sabo