Kinderzimmer – Traum oder Albtraum

Timm möchte beim zweiten Teil seiner Kind-in-Aktion Parade etwas über Kinderzimmer wissen. Na prost Mahlzeit. Da könnte ich ja stundenlang drüber referieren. Von früher und heute, von Traum- und Alptraumzimmern und und und. Mal sehen, wie lang das wird….

Timms Fragen machen es mir auch nicht leichter, mich kurzzufassen 😉

wie es bei Dir im Kinderzimmer aussieht / aussehen würde, wo Kinder ihr Reich haben.
Tja lieber Timm, da muss ich Dich enttäuschen, ICH habe kein Kinderzimmer mehr. Ich bin nämlich schon groß. Aber ich hatte sehr wohl mal sowas. Sogar zwei Mal.
Als ich noch Einzelkind war (also so bis ich 9 und ein Keks war) hatte ich ein kleines Kinderzimmer in einer 2,5 Zimmer/Küche/Bad Wohnung, in der meine Eltern mit mir lebten. Das war nicht sonderlich groß, aber groß genug. Ich hatte eine Liege (die meine Eltern übrigens von Heinrich Apel gebraucht gekauft hatten, jawoll! , einen Schreibtisch und ein großes, großes Bücherregal sowie einen Kleiderschrank. Und irgendwann hatte ich noch eine Schwester und somit auch ein Gitterbett in dem Zimmer. Toll.
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Tja und ich hatte eine Gitarre. Und Gänseblümchentapete.
Außerdem hatte ich einen großen Grünen Hampelfrosch an der Wand, dem ich irgendwann mal eins meiner Nachthemden angezogen hatte.

Später, nachdem meine Eltern ein Haus gebaut hatten, waren wir beiden Mädchen getrennt untergebracht. Unterm Dachjuchee, also mit Schräge. Ich hatte immer noch die Liege, aber die Schrankwand meiner Eltern geerbt, weil die sich neue Möbel ins Wohnzimmer gestellt hatten. Kuscheltiere hatte ich immer. Und viele Bücher und viel Platz dafür auch.

Die Kinderzimmer unserer Kinder zerlege ich mal später.

Was gehört eurer Meinung nach unbedingt dort rein, was lieber nicht?
Unbedingt in ein Kinderzimmer gehört ein Bett, ein Kleiderschrank und je nach Alter des Kindes ein Schreibtisch.
Unsere Kinder (jetzt bin ich an dem Punkt: Kinderzimmer unserer Sprösslinge) haben nicht jeder ein eigenes Zimmer. Was nicht geht, geht eben nicht. So müssen sich die Jungs ein Zimmer teilen. Inzwischen haben wir das Zimmer der Jungs gefühlte 1000 Mal umgestaltet und umgeräumt.
Hatten sie vorher ein Hochbett über Eck mit einer Plattform vorne dran, wo sie nie „für sich“, sondern immer dem anderen ausgesetzt waren,
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sind sie jetzt räumlich getrennt. Das ist auch gut so, weil sie sich teilweise anzicken, dass mir fast nichts mehr dazu einfällt.

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Inzwischen ist das Sofa dem Sperrmüll gewichen und und und … die Bilder sind halt noch von der Aufbauphase.
Jedes Kind hat ein Bett mit untergebautem Kleiderschrank und Schreibtisch. Zwischen den Betten sind 2 Bambusrollos, die im bedarfsfall als räumliche Trennung heruntergelassen werden können. Das klappt ganz gut, es ist zumindest deutlich ruhiger geworden. Beide Jungs haben an ihren Schreibtischen einen PC, denn ohne geht es inzwischen nicht mehr. Einen Fernseher gibt es nicht und soll es auch nicht geben. Es sei denn, ich gewinne noch einen großen und der aus dem Wohnzimmer muss weichen. Dann kriegen sie vielleicht einen Fernseher, aber nur vielleicht.
Unsere Prinzessin hat seit gestern ein großes Bett (sprich ein ganz normales Bett, mit den Abmaßen 2 m x 90 cm), einen Schreibtisch (ohne PC) und ihren Kleiderschrank sowie einen Spielzeugschrank mit aufgesetztem Bücherregal. Und sie hat von ihrem Schreibtisch aus den Blick, den ich als Kind immer gerne gehabt hätte. Nämlich aus dem Fenster raus in den Garten. Gut, momentan ist das noch nicht so spannend, aber es wird ja langsam.
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Mehr darf da auch nicht mehr rein, sonst müssen wir nen doppelten Boden einziehn.
Natürlich gehören Kuscheltiere in ein Kinderzimmer. Es gehören auch Bücher und Spiele hinein. Aber da ich damit aufgewachsen bin, dass ein Kinderzimmer auch ordentlich sein kann, bemühe ich mich, das auch den Kindern zu vermitteln. Mit mehr oder weniger Erfolg. Erstaunlicherweise beherrscht es die Kleine besser, ihr Zimmer in Schuss zu halten, als ihre Brüder.

Was findet dort statt? Ist es eher ein Schlaf- oder Spielzimmer oder beides oder gar nichts davon? Wie ist es gestaltet?

Tja, die Gestaltung hatte ich ja nun doch schon. Ich hoffe, das ist jetzt nicht so wild, dass ich der Frage vorgegriffen habe. Es sind Spiel, Schlaf und „Arbeits-“ Zimmer.
Als die Kurze noch klein war, war ihr Zimmer auch manchmal Zwischenparkplatz für den einen oder anderen Karton, ich geb es ja zu. Wir haben hier wirklich ein massives Stauraum-Problem.
In den Zimmern findet mehr oder weniger der Alltag der Kinder statt. Aber sie halten sich auch viel im Wohnzimmer auf, denn dort steht die Wii und auch der Fernseher. Oder sie sind draußen. Oder unterwegs beim Sport oder bei Freunden. Tja, das eine oder andere Mal schlagen auch die freunde hier auf. Ich gestehe, dass ich das nicht immer toll finde. Ich liebe meine Kinder und gönne ihnen ihre Freundschaften. Aber ich muss nicht an 5 von 7 Tagen auch noch Spielkinder hier rumzusprngen haben. Manchmal sind es aber eben 5 von 7 Tagen …

Was ich überhaupt nicht brauche und in Kinderzimmern völlig überflüssig finde, ist das ganze Gedöns, was es so für babies zu kaufen gibt. Hier ein Mobile, da eine Bordüre, dort ein gebaumel, hier noch ein sich drehendes Licht. Furchtbar. Aber vielleicht liegt es wirklich daran, dass mein Zimmer immer praktisch eingerichtet war und Schnickschnack nichts darin zu suchen hatte. Mobiles hab ich auch, aber die hängen nicht direkt überm Bett. Meine Omi hatte mir vor ganz vielen Jahren ein Eulenmobile geschenkt, was jetzt bei unserer Tochter hängt.
Es muss sich auch nicht bis unter die Decke das Spielzeug stapeln. Wohingegen Bücherregale gerne bis unter die Decke gehen dürfen.
Dreckige Schuhe und Essensreste haben im Kinderzimmer ebenso wenig verloren, wie umherirrende Socken. Wenn ich sowas finde, werd ich zum Hirsch Heinrich.
Seitdem ich das mal aus dem PAPIERKORB gefischt habe, ist Essen im Kinderzimmer untersagt.
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Mal ein paar Gummitiere oder Schokolade ist okay, aber alles, was irgendwann von alleine laufen lernt, wird in der Küche oder im Wohnzimmer gegessen. Das muss ich echt nicht nochmal finden.

Gibt es in deinem Kinderzimmer ein besonderes Highlight?
Ja, bei den Jungs ist es ein riesiges Fußball-Poster
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Und bei Mausi seit gestern der Ausblick vom Schreibtisch. Auch wenn auf dem Schreibtischbild der Ausblick nicht wirklich zu sehen ist.

So, ich glaube, das wars jetzt erstmal. Obwohl ich noch vieles schreiben könnte. Wie das Traumzimmer aussehen könnte, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Was absolute Albtraumzimmer sind.

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Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

9 Gedanken zu „Kinderzimmer – Traum oder Albtraum

  • 9. April 2013 um 05:24
    Permalink

    Ich freu mich schon… wenn ich das hoffentlich bald live sehe ♥ und wer weiß, vielleicht gewinnst du ja demnächst im Lotto unhd dann kriegt jedes Kind ein eigenes Schloss 🙂
    Im Grunde ist es glaub ich aber egal, hauptsache sie fühlen sich geliebt. Und das tun deine Kids ganz sicher
    ♥ Knutscha

    Antwort
  • 9. April 2013 um 10:39
    Permalink

    Hallo Sabo ! Wir finden natürlich auch, dass die Beleuchtung besonders im Kinderzimmer quecksilberfrei sein sollte 🙂
    Viele Grüße, dein qinio

    Antwort
    • 9. April 2013 um 10:51
      Permalink

      Da hast Du wohl wahr, liebes Qinio 😀

      Antwort
  • 9. April 2013 um 15:01
    Permalink

    Sehr schön finde ich die Idee mit den Rollos als Raumteiler für zwei Streithähne. Sowas hätte meiner Schwester und mir bestimmt damals auch gut getan. Sei froh, dass du das Essen im Papierkorb gefunden hast und nicht im hinteresten Winkel iegendeines Schrankes oder darunter.

    Antwort
  • 9. April 2013 um 15:06
    Permalink

    Ich glaub, das will ich mir lieber nicht vorstellen. Irgendwann wären sie vielleicht alleine unter dem Schrank vorgekrochen ….

    Antwort
  • 9. April 2013 um 15:20
    Permalink

    Hach,
    ich habe schon sehnsüchtig auf deinen Beitrag gewartet 😉
    Das Hochbett über Eck ist ja toll sowas könnte ich mir auch vorstellen.
    Werde mir auch die Idee mit dem eingebauten Kleiderschrank abschauen, wenn die Maus alt genug ist- es gibt ja schon ganz tolle Hochbetten die eigentlich schon fast eine beschlafbare Wohnwand sind. Dafür fehlt hier leider auch das Geld aber ich spare schon fleissig für ein Bett- hatte früher ienes mit vielen schubladen drunter und eine gästeschlafstelle. dass war toll, wollte meine freundin bei mir schlafen brauchte ich nur die schublade rausziehen 😉
    Ich will dass auch live sehen. und bei der gelgenheit auch direkt leckere sachen live futtern *lach*

    lass dich drücken
    Andrea

    Antwort
  • 9. April 2013 um 15:35
    Permalink

    🙂 Die Betten mit dem Schrank sind selbstgebaut. Ist deutlich günstiger, als zu kaufen 😀 Inzwischen sind auch Türen dran *puh*
    Wir fanden das Über-Eck-Hochbett auch toll – aber entweder haben sich die Herrchen angezickt, oder bis in die puppen Blödsinn verzapt. Also eher suboptimal 🙁
    Joah, das mit dem live sehen würd mir auch gut gefallen.

    Antwort
  • 10. April 2013 um 00:34
    Permalink

    Hallo Sandra,
    ich muss mal wieder herzlichst lachen!
    „also so bis ich 9 und ein Keks war“ …

    Dein Artikel ist wirklich wieder klasse/einmalig geworden.
    Am besten ist die Blümchentapete auf dem ersten Foto. Daran kann ich mich auch noch erinnern – Gott sei Dank nicht mehr bei mir (zumindest seit dem ich 4 Jahre alt war) 🙂

    Liebe Sandra, ich muss dir danken. Jetzt weiß ich endlich, wer dieser Heinrich Apel ist. 🙂

    Hast Du noch Die Gitarre und wenn ja, spielst du noch Gitarre? Sie gehört neben dem Klavier zu meinem Lieblingsinstrument.

    Ein Bett zum Umklappen /Schrank hatte ich auch noch erfahren müssen. Eigentlich keine so schlechte Erfahrung. 🙂

    Ein Hochbett, wie auf den Bildern, hatte ich zwar nicht im Kinderzimmer. Später, in meiner ersten eigenen Wohnung hatte ich in einem Hochbett – nicht so ein schönes über Eck, wie bei Dir, geschlafen.
    Ich muss schon sagen, dass es ein schönes Gefühl ist, nicht gleich auf dem Präsentierteller zu liegen, wenn jemand in das Zimmer kommt. 🙂

    Deine eher klassischen Vorstellungen, was in ein Kinderzimmer gehört, stimme ich unumwunden zu. 🙂

    Ich persönlich durfte noch kein Kind kennenlernen, was sowohl ein Arbeitszimmer, Schlafzimmer und Spielzimmer besitzt. Diese Konstellation gibt es wohl nur in sehr bestimmten Kreisen. Ob das so gut ist darüber möchte ich jetzt lieber nicht spekulieren. 🙂

    Wer zum T…. ist Hirsch Heinrich?
    LG Timm

    Antwort
    • 10. April 2013 um 06:57
      Permalink

      Moin Timm,

      also… Gitarre – ja, die gibt es noch, aber die hat inzwischen doch sehr gelitten und gespielt wird hier auf anderen Gitarren. Ich hatte zwar 7 Jahre lang Unterricht, bin da aber nicht sonderlich talentiert und konnte nur vom Blatt spielen. Kann ich notfalls immer noch, aber nur noch rudimentär. Männe spielt aber sowohl Klavier als auch Gitarre (und ein wenig Saxophon und Ukulele … ist also reichlich musikalisch hier)

      Ich hatte nie ein Hochbett 🙁
      Das mit dem Schrank/Bett ist nicht die klassische Kombi (also nicht Bett im Schrank) sondern der Schrank ist ein „Fuß“ der Hochbetten und somit sehr praktisch. Schrankoberseiten werden ja vorwiegend zum Abstellen oder Staubsammeln genutzt (hab ich schon erwähnt, das Staubfall nach 5 mm stagniert?) und so hat der Schrank keine Staub- oder Kartonsammelstelle, sondern hält das Bett fest, sehr praktisch 😀

      Hirsch Heinrich war eins meiner Lieblingskinderbücher und irgendwann verselbstständigte sich der Name als liebevollere Bezeichnung statt der rasenden Wildsau. Hört sich ja doch besser an 😀

      LG, Sabo

      Antwort

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