Barbie-Kuchen zum Geburtstag

Gestern war es endlich so weit und ich durfte mich mit all meiner Hingabe der Fertigung eines Barbie-Kuchens widmen. Und das nur, weil ich gefragt hab, was das Kind für einen geburtstagskuchen haben möchte. Selber Schuld, oder? Zwischendurch war ich das eine oder andere Mal wirklich entnervt. Aber das Ergebnis entschädigt doch – und vor allem der Blick der Geburstatgsmaus! Direkt nach dem Aufstehen und noch völlig verwuschelt
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Aber nun mal zum Kuchen.
Der Unterbau der guten Frau ist aus sabofizierter „Elfriede“ Erstens wollte ich mehr Teig machen, da ich neben frisch gekaufter Guglhupf-Form noch eine Springform vonn Teig als Unterbau brauchte (Was hat diese Puppe auch für furchtbar lange Beine…) und zweitens hab ich im Laufe des Teigrührens festgestellt, dass meine Tassen wohl dezent größer sind, als die, die Elfriede verwendet. Hm.
Also kamen:
8 Eier
3 Tassen Zucker (wobei ich eine Tasse Vanillezucker fürs Gschmäckle genommen hab)
4,5 Tassen Mehl
1,5 Tassen Pflanzenöl
1,5 Tassen Mineralwasser
2 Tüten Backpulver
1 TL Salz
an den Teig. Zusammen mit ein wenig Lebensmittelfarben gibt das eine lustig bunte Teigkonstellation.
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Das Loch in dem Springform-Unterbau hab ich gleich mit einem umgedrehten und eingefetteten Glas gezaubert. Bei ca 180 °C standen sie dann erstmal gute 55 Minuten im Ofen, bis sie den Zahnstocher-Test bestanden hatten.
Da mein Ofen keine Standardgröße hat, sondern eher kleiner ist (ja, ich schleppe auch nach fast 15 Jahren Ehe immer noch meinen SIngle-Ofen mit mir rum, und das in einer 5-köpfigen Familie) musste ich die Formen versetzt in den Ofen schieben. Das hat natürlich dazu geführt, dass die Guglhupf-Variante oben deutliche Röstaromen angenommen hatte. Aber es hat noch nicht zum Auslösen des Feueralarms gereicht.
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Die beiden Teile durfte auf der Terrasse dann stundenlang vor sich hinkühlen, bevor ich den Deckel von beiden Kuchen abgeschnitten und als Kinder-Snack hingestellt hab.
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In der Zwischenzeit hatte ich auch schon das Marzipan mit Puderzucker und teilweise mit Lebensmittelfarbe verknetet und das Frosting aus 250 g Frischkäse, 250 g Butter, 250 g Puderzucker angerührt. Lieder konnte auch die Zugabe von grüner Farbe nicht ganz kaschieren, dass die Butter zwar weich aber eben noch nicht weich genug war – so sind halt ein paar kleine Stückchen drin. Egal.
Das Frosting brauchte ich, um die beiden Kuchenteile wieder zusammen zu kleben und den Unterbau bzw das Barbie-Podest anzumalen.
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Noch etwas später, weil ich extrem zeitversetzt arbeiten musste (Das Kind sollte ja nicht zu viel mitbekommen. Sie wußte zwar, dass ich ihren Wunsch erfülle, aber wie genau sollte doch noch ein Geheimnis bleiben) hab ich dann aus etwas Verschnitt noch die „Halterung“ für Barbie gezimmert. Festzementiert wurde alles mit Frosting – obwohl ich tatsächlich mit dem GluePen geliebäugelt hatte.
Barbie steckt übrigens in einem abgelängten und mit Alufolie umwickelten Innenleben einer Küchenrolle, damit sie erstens nicht kippelt und zweitens nicht komplett mit Tortekuchen eingesaut wird.
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Achja, da Barbie, von mir zwischenzeitlich wenig liebevoll „Die Olle“ getauft, ja die unangenehme Eigenschaft besitzt und lange Haar hat, hab ich die kurzerhand mit Alufolie hochgewickelt, damit die Plastikloddeln nicht im Essen kleben, igitt.

Die Front des Kleides besteht aus nicht eingefärbter Marzipanmasse, die ich schlichtweg mit Goldspray (essbar) besprüht habe, für den Bling-Bling-Effekt. Ich hatte überhaupt keinen Schimmer, wie ich das Kleid am Ende hinzaubere, sondern habe da meiner Spontanität freien Lauf gelassen.
Der Rest vom Rock ist mit roter Lebensmittelfarbe eingefärbtes Marzipan.
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Das Oberteil war auch eine Spontanentscheidung, weil das ganze so friemelig und klebrig war, dass ich die Olle am liebsten an die Wand gedonnert hätte. Aber ich hab es geschafft und sie angezogen. Hier und da noch ein paar Applikationen draufkleben, um Fehler zu kaschieren und das ganze etwas weniger kompakt wirken zu lassen.
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Irgendwo in meinem Fundus tummelten sich auch noch gold- und bronzefarbene Zuckerperlen. Die Rosen hatte ich tatsächlich schon vorher gekauft, mit der Absicht, sie zu verwenden
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Hinten gab es dann noch eine Rose auf den Hintern – da sieht man dann auch das Flickwerk des Kleides. Ich hab halt mehr Wert auf das Vorderteil gelegt.
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Rundrum am Saum noch ein paar Rüschendranpappen und dann hatte ich genug von ihr. Aber sie hat mir gefallen. Und auf dem geburtstagstisch mahct sie sich echt sehr dekorativ und überstrahlt sowohl die Kerzen als auch die Geschenke.
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Sogar mein Mann war völlig angetan von dem Kuchen und hat ihn wirklich bewundert. Da bin ich natürlich um einiges gewachsen 😉
Damit das Kind etwas in den zuckerfreien Kindergarten mitnehmen kann, hab ich mich abends noch hingestellt und Wraps gemacht, die dann in mundgerechte Stücke geschnitten werden können
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Um dem ganzen einen gesunden Touch zu geben, gab es noch ein Schlangodil beziehungsweise eine Krokolange aus Gurken, Mozzarella und Tomaten dazu.
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Ich habe fertig, aber sowas von.

Achso, der Kuchen an sich schmeckt übrigens auch. Wir haben ja genug Verschnitt gehabt, um vorweg schon mal zu kosten. Ich weiß nur noch nicht, ob wir ihn nachher anschneiden dürfen 😉 Irgendwie … hm .. naja, wird schon unblutig zugehen. Was hab ich mich früher über einen Käsekuchen oder Mohnkuchen zum Geburtstag gefreut. Also mal ehrlich, Motivtorten – alles gut und schön. Aber dem Erfinder gehört mächtig eins hinter die Löffel. Das ist ja eine Arbeit für jemanden, der Mutter und Vater erschlagen hat …

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

15 Gedanken zu „Barbie-Kuchen zum Geburtstag

  • 15. August 2013 um 14:18
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    Also Mama-Sanbo,
    dass muss jetzt mal gesagt werden: Das hast du alles sooooooo schön gemacht und auch noch ein Stück gesund, wenn das keine 5 Sterne sind, weiß ich auch nicht.

    Knutsch an dich und die Prinzessin!!!

    Antwort
  • 15. August 2013 um 19:53
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    Saboschatz… ♥ ich bin mit-fertig und sowas von begeistert… da seh ich die Rückseite und lese „Flickwerk“, denke: meine Fresse, sogar einen gerüschten Saum, wie hat sie DAS wieder gemacht???
    Hey… du bist eine Künstlerin, dieser Geburtstagskuche und die ganze Mühe drumrum, du bist echt die weltbeste Mum ♥ und ganz sicher wird sich Püppi immer an diesen Kuchen erinnern (also, wenn du nicht nächstes Jahr noch einen draufsetzt, was ich bei DIR nicht ausschließe 😀
    und die Gurkenschlange, wie geil!“ Du hast so klasse Ideen!
    Warum fällt mir die Heißklebepistole grad ein??? muaaaaaaaaaaaaaahaaaaaaaaaaaa… 😀
    hatte ich erwähnt, WIE begeistert ich bin???
    also, ich bin obermegabegeistert!!!
    ♥ knutschaaaaaaaaaaaaa… du Zauberin! :*
    PS: wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich bin so begeistert – also wenn das bisher noch nicht so rübergekommen ist, ich bin tatsächlich totaaaaaaaaaaaaaal begeistert!!!! – also vor lauter Begesiterung könnten schon ein paar Buchstaben verrusctht sein, aber ich les nicht nochmal nach…
    sonst fällt mir am Ende auf, dass ich vergessen habe zu erwähnen, dass und WIE begeistert ich bin 😀
    so… *selberaufdiefingerklopf*
    einmal noch: sooooooo toll!!! *begeistertguckt*
    jaaaaaaaaaaaahaaaaaaaa… ich hör ja schon auf 😀
    Knuscthaaaaaaaaaaaa ♥

    Antwort
  • 15. August 2013 um 20:05
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    🙂 Claudi, Du bist die weltbeste Begeisterungssturmausdrückerin!
    Und grad deswegen kann ichs kaum erwarten, dass die nächsten 3 Wochen schnell umgehen 😀

    Antwort
  • 15. August 2013 um 20:16
    Permalink

    ääääääääääscht??? konntest du meine Begeisterung erahnen? 😀 also, ich könnte auch noch mal sagen bzw schreiben… also WIE begeistert ich bin, echt, also falls du es noch nicht wirklich erkennen konntest 😀 dass ich sowas von begeistert bin ♥
    Saboschatz, frag mich mal! ♥ ich freu mich wiedollverückt!!! also, ich freu mich total so sehr auf dich, euch… ♥ ich könnte das jetzt ebenfalls wortreich… also… 😀 *aufdiefingerklopf*
    Knuuuuuuuuuuuuuutschaaaaaaaaaaaaaaaaab :*

    Antwort
  • 15. August 2013 um 22:49
    Permalink

    Duuuuuuuuuuuuu wieder :)! WoW… So einen Barbiekuchen hab ich schonmal gesehen, würd mich da aber nie rantrauen… Und das Schlangodil hab ich heut erst in nem Buch gesehen ;)! Coole Idee… Gurken in Scheiben und Mozarella dazwischen oder wie????

    Alles wunderbar, perfekt und grandios :D!!!!

    GlG,
    Sandra

    Antwort
  • 15. August 2013 um 22:52
    Permalink

    Jupps, genau so – Kopp abschneiden und mit Zick-Zack-chnitten auseinanderschneiden, restliche Gurke schick in Scheiben, Mozzarella halbieren und scheiben schneiden (stehen dann besser 😉 ) und alles auf den Teller drapieren. Beim Kopp an der Unterseite ggf ein kleines Stück abschneiden, falls der wackelt – fertig. Geht auch mit Wurst oder Rettich – aber Kinder lieben ja erstaunlicherweise Mozzarella pur – Den Kuchen hätt ich mir vor 2-3 Jahren auch nicht zugetraut, aber ich dachte mir, Versuch macht kluch!

    Antwort
  • 17. August 2013 um 09:22
    Permalink

    Die Präsentation der doch sonst eher langweiligen Gurke gefällt mir total gut 🙂
    Über den Kuchen können wir uns streiten. Der ist natürlich auch toll geworden, aber Barbie und ich sind nicht die besten Freunde 🙂

    Antwort
    • 17. August 2013 um 10:54
      Permalink

      *lach* Da ich als Kind nie eine Barbie hatte, fehlt mir das Gen irgendwo auch. Aber was tut Mami nicht alles, damit die Maus sich freut .

      Antwort
  • 17. August 2013 um 13:57
    Permalink

    Kann man dich buchen als Torten- und Snack-Fee? Das sieht ja sowas von toll aus. Da ich nicht so der süße Typ und kein Barbie-Fam bin, beeindruckt mich v.a. total diese Schlange. Wow, was für ein Einfall. Die ist doch der Hit auf jedem kalten Buffet. Animiert glatt zzum Nachmachen. Darf man?
    LG Iris

    Antwort
  • 17. August 2013 um 14:20
    Permalink

    Die Schlange ist ausdrücklich zum Nachmachen gedacht 🙂 Geht garantiert auch mit irgendwelchen Fleischwurstscheiben oder anderen gut schneidbaren Käsesorten 😀
    Ich mutiere eigentlich nur an Geburtstagen zur Tortenkreateurin, ansonsten steh ich mehr auf klassische „Oma-Kuchen“ 😀 am liebsten vom Blech *lecker* Normalerweise bin ich nämlich auch kein Tortekuchen-Fan.
    Was das Dekorieren von und mit Lebensmitteln angeht, hab ich aber schon immer nen Flitz für gehabt. Am liebsten würd ich mich mal in ein gutes China-Restaurant einschleichen und zugucken, wie die aus Möhren und Rettich so Vögel und Gedöns schnitzen – da bin ich noch zu blöd für 🙁

    Antwort
  • 18. August 2013 um 21:11
    Permalink

    Wenn ich diesen Beitrag so lese, kann ich von Glück reden, das unsere Kids da weniger anspruchsvoll sind, obwohl wird auch schon einen Wilson und einen Lightning in etwas essbares verwandeln durften.

    Ich muss aber Ehrlich gestehen, das ich mir nicht sicher bin, ob ich im Falle der Fälle überhaupt auf die Idee käme eine Barbie in den Kuchen zu stecken, HUT Ab !!!

    Ps. Ich hoffe deine kleine steigt nicht bis zum nächsten Geburtstag auf richtige Puppen alla Babyborn um, dann muss du eine Großküche eröffnen 😀

    Antwort
    • 18. August 2013 um 21:37
      Permalink

      Moin Enrico,
      die Baby-Born-Phase liegt ja zum Glück schon hinter ihr – ich hoffe jetzt nur, dass es nicht ein Pferd wird 😉

      Antwort
    • 21. August 2013 um 12:25
      Permalink

      Dankeschön *rotwerd* ich gebe mir Mühe, gut zu sein – Perfektionismus ist das nicht 😉

      Antwort
  • 6. September 2013 um 16:13
    Permalink

    Hey Sabolein, klasse!

    Besonders die Augen der Kinder essen mit. 🙂

    LG
    manni

    Antwort

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