Gerstengraspulver von jomu im Test

Bereits vor ein paar Wochen bekam ich die nette Anfrage, ob ich das Gerstengraspulver* der Firma jomu einem ausführlichen Test unterziehen möchte. Wie es der Zufall wollte, war ich gerade ein paar Tage vorher über das Pulver „gestolpert“ und hatte mich gefragt, was das nun wieder für eine Wunderwaffe wäre.

Momentan kann man ja keine zwei Meter weit gehen, ohne auf ein neues „Superfood“ zu treffen. Nun denn, ich bin wie (fast) immer neuen Sachen gegenüber recht offen und habe mich überraschen lassen.
Schon nach wenigen Tagen kam ein liebevoll gepacktes Päckchen aus dem Hause jomu hier an.
Gerstengraspulver von jomu im Test

Doch bevor ich ausschweife und vor mich hin referiere, gebe ich ein paar Fakten zum Besten, die auf der Seite zu finden sind:
Gerstengras scheint ja eine wahre Quelle an Vitalstoffen zu sein. Da schau ich mir doch die Verteilung mal genauer an:

Gerstengras|Die Entdeckung der hohen Vitalstoffdichte

|30 mal so viel Vitamin B wie Kuhmilch

|11 mal so viel Calcium wie Kuhmilch

|7 mal so viel Vitamin C wie Orangen

|5 mal so viel Eisen wie Brokkoli und Spinat

|4 mal so viel Vitamin B1 wie Weizenvollkorn

|genauso viel Zink wie die größten Zinkquellen tierischen Ursprungs

Ebenso hab ich in letzter Zeit immer wieder etwas von Übersäurung des Körpers gelesen. Wer sich näher damit beschäftigt, dem sei gesagt, dass Gerstengraspulver zu den basischen Lebensmitteln gehört. Mehr kann ich dazu jetzt nicht ausführen, da ich meinen pH-Wert nicht kenne und mich damit nicht auch noch befassen will. Wenn ich sauer bin hat das andere Ursachen als meine Ernährung 😉

Bei der Nährstoffanalyse habe ich erst einmal geschaut, ob es für meine Low Carb Leser relevant sein könnte. Da ich selber für mich ja auch low carb bevorzuge, hat es mich ebenfalls interessiert. Die Nährwerttabelle habe ich nur in Auszügen genommen, da sie sonst die ganze Seite einnehmen würde. Wer die genaue Aufschlüsselung sehen möchte, der kann sie sich hier ansehen.

Nährwertanalyse Gerstengraspulver / Quelle: jomu.de
Nährwertanalyse Gerstengraspulver / Quelle: jomu.de

Da sehe ich auf den ersten Blick: Kohlenhydrate: 1,6 – klingt gut, oder? Ja, die sind aber auf 3,5 Gramm gerechnet – also muss ich hochrechnen und komme auf rund 45 Gramm KH / 100 Gramm. Es ist also kein Low Carb konformes Lebensmittel.
Trotzdem habe ich weiter getestet, weil die empfohlene Tagesdosis bei 3 Teelöffeln, also 10,5 Gramm liegt. Damit wäre ich bei rund 5 Gramm Kohlenhydraten.
Ja ich weiß, Milchmädchenrechnung, denn es werden eigentlich prinzipiell keine Lebensmittel über 10 g KH / 100 G konsumiert. Aber meine Kohlenhydratverteilung bestimme ich zum Glück immer noch selber und gesünder als ein Stück Schokolade scheint es auf jeden Fall zu sein. Lasst dem grünen Pulver also eine Chance, ich habe es auch getan.

Womit ich bei der Optik wäre. Das Gerstengraspulver ist sehr fein und kommt in einer wiederverschließbaren Tüte daher. Die 300 Gramm-Tüte schlägt mit € 34,70 zu Buche. Natürlich ist der Preis jetzt nicht grad im Discounterbereich angesiedelt. Aber wenn ich täglich 10,irgendwas Gramm benötige reicht die Tüte rund einen Monat und ich wäre mit knapp 1 Euro pro Tag dabei. Da gibt es weitaus teurere Nahrungsergänzungsmittel.
Gerstengraspulver von jomu im Test

Ich habe mich durch einige Serviervorschläge gearbeitet. Dem Tee, bei dem ich 1 Teelöffel Gerstengraspulver in einer Tasse oder einem Glas heißem Wasser auflösen soll kann ich nicht unbedingt den ersten Platz einräumen.
Gerstengraspulver von jomu im Test

Es schmeckt und riecht nicht schlecht, keine Frage. Irgendwie ein wenig an Heu erinnernd, sowohl geruchlich als auch geschmacklich.
Da ist mir der Smoothie aus Gemüse deutlich lieber.
Gerstengraspulver von jomu im Test

Außerdem passt das Pulver farblich auch viel besser in einen grünen Smoothie als in einen Tee. So 🙂

Aber am liebsten ist mir die Variante als Dip. Hierfür habe ich nur einen Teelöffel Pulver in Frischkäse, Schmand, Quark oder körnigen Frischkäse gerührt, zusammen mit ein paar Gewürzen abgeschmeckt und entweder direkt als Dip genutzt oder Gemüse damit dekoriert.
Gerstengraspulver von jomu im Test

Was hat es mir denn nun gebracht, das Pulver?
Ich kann jetzt keine besonders gravierenden gesundheitlichen Veränderungen an mir feststellen. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich sowieso versuche, gesund und ausgewogen zu kochen. Zudem habe ich seit ich die Kohlenhydratzufuhr reduziert habe auch weniger Probleme mit meiner Haut.
Würde ich jedoch vor der Wahl stehen, Chemiekeule oder Gerstengraspulver dann wäre das Gerstengraspulver mein Favorit. Denn zwischen natürlichen und chemischen Nahrungsergänzungsmittel liegen nun einmal Welten. Klar ist es leichter, sich eine Multivitaminpille einzuwerfen als sich auf das Experiment einzulassen, den richtigen Anwendungsbereich zu finden. Probieren kann manchmal schon das eine oder andere merkwürdige Geschmackserlebnis produzieren. Aber hier war es nicht der Fall – es war nicht alles meins, aber selbst das hat irgendwie nach Sommer geschmeckt. Das ist die ganze Zeit meine Assoziation gewesen – Sommer, Heu, vielleicht der eine oder andere Heuballen …
Das sind doch schöne Bilder im Kopf.

Vielen Dank an jomu für die Bereitstellung der Produkte. Ihr findet jomu übrigens auch auf facebook.

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

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