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Donau-Tsunami (Donauwellen)

Glaubst mir nicht? Doch, ist so. Auch die Donauwellen können Tsunami-ähnliche Wellen schlagen. Zumindest bei mir in der Küche. Wie es kommt? Lange oder kurze Version gefällig? Du hast Zeit? Dann ist es ja gut.


Also. Ich esse ja nicht so wahnsinnig viel Kuchen. Wenn, dann eigentlich irgendwelches Hefegebäck. Aber in den letzten Tagen ging es immer mal wieder um “Tortekuchen”. Dabei fiel mir ein, dass ich seit gefühlten Jahrhunderten (genau genommen seit 14 Jahren) keine Donauwellen mehr gegessen hab. Und die sowieso auch noch nie selbst gemacht hab.
Rezepte gewühlt, eins gefunden und gedacht: Sooooo schwer kann es ja nicht sein, die mach ich selber.
Hm. Ob es immer so hilfreich ist, die Kommentare unter den Rezepten zu lesen? In meinem Falle bin ich mir da jetzt nicht mehr so sicher, weil ich mir nach den Kommentaren dachte: Okay, ich verdopple jetzt die Zutaten, damit mein Blech sich nicht nackt fühlt. Normalerweise erheitern mich Kommentare immer. Also die, auf einschlägigen Kochseiten. Weil dort häufig sowas wie “Ich habe bis auf das Kochwasser alle Zutaten ausgetauscht, aber Dein Rezept ist suuuuuuper!” Dabei rauskommt. Ganz großes Kino!

So, dann mal zu meinen Zutaten, was?

Donauwellen

Teig:
6 Eier
350 g Zucker
350 ml Öl
350 ml Milch
700 g Mehl
2 Tüten Backpulver
2 EL Kakaopulver
2 EL Milch
2 Gläser Sauerkirschen, abgetropft

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Donau-Tsunami (Donauwellen)
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Donau-Tsunami (Donauwellen)

Die Eier und den Zucker hat “Melissa” brav schaumig geschlagen, dann kam das Öl dazu und Melissa musste weiterrühren. (Melissa ist die preiswerte Alternative zur KitchenAid und hatte heute somit Hardcore-Bewährungsprobe)
Dann hab ich Mehl & Backpulver reingekippt und wieder angeschaltet. Während die Arme rühren musste, kam noch die Milch dazu.
Die Hälfte des Teigs kam erstmal aufs Blech. In die andere Hälfte kam noch Kakao und Milch. Nochmal rühren und ebenfalls aufs Blech damit.
So… Achja, Kirschen … Kirschen draufwerfen. Kann man ordentlich machen, muss man aber nicht. Ich kann mir echt was schöneres vorstellen, als jetzt Kirschen hübsch der Reihe nach auf Kuchenteig zu drapieren. Der soll ja auch noch aufgehen. Dann wär die ganze Sortiererei für die Miezekatze.

Irgendwie sah da alles noch normal aus.
Aber nach ein paar Minuten im Ofen (wo der Kuchen übrigens bei 180°C eine gute halbe Stunde backen soll) war mir klar, dass ich die Backzeit wohl verlängern muss.

Er ging verdammt schnell verdammt hoch.

Naja, egal.
Während der Kuchen buk, mit der Stäbchenprobe immer wieder geprüft wurde und so weiter …
Hab ich mich der Zubereitung der Pudding-Buttercreme gewidmet
2 Pck. Puddingpulver, Vanille
800 ml Milch
4-5 EL Zucker
500 g Butter

Pudding kochen und abkühlen lassen. Auf Zimmertemperatur, nicht auf Kühlschranktemperatur. Dabei immer mal rühren, damit sich keine haut bildet (würde sich haut bilden, wäre nix mehr von dem Pudding über, weil ich die Haut vom Pudding immer gerne runterfuttere 😉 )
Während der Pudding abkühlt, darf die Butter warm werden. Die Zimmerwarme Butter schaumig rühren und löffelweise mit dem Pudding verrühren. Das gibt eine sauleckere Buttercreme, mit der man garantiert auch jeden Diätpreis gewinnt.

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Donau-Tsunami (Donauwellen)

So… Kuchen kalt, Puddingcreme (das klingt harmloser) auch kalt – dann kann ich ja beides zusammenbringen

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Donau-Tsunami (Donauwellen)

Wieder ab in den Kühlschrank, weil die Creme ja noch ein wenig fester werden muss, damit sie nicht mit der Schokoglasur wegläuft.
Die bestand bei mir dann aus
2 Tafeln Blockschokolade,
2 EL Öl
3 guten Esslöffeln Nutella

alles im Wasserbad schmelzen und verrühren und über den Kuchen geben. Breitstreichen und irgendwie ein wellenförmiges Muster reinzaubern

Geht doch…

Donau-Tsunami (Donauwellen)
Donau-Tsunami (Donauwellen)
Donau-Tsunami (Donauwellen)
Donau-Tsunami (Donauwellen)

Wieder ab in den Kühlschrank…
Was für eine Prozedur.
Ich bin ja wirklich nicht der geduldigste Mensch. Aber das ist echt eine Strafe. Machen, warten, machen, warten … maaaaaaaaaaaan, das dauert!

Aber es hat sich sowas von gelohnt.

Die Donauwellen sind so hochgegangen, dass ich sie Donau-Tsunami getauft habe. Aber der Geschmack ist der Brüller. So schön fluffig. So lecker. So gar nicht trocken. So wahnsinnig *mjam* Und so unglaublich “leicht” … Leicht zu vergessen, wie ich zwischendurch geflucht habe, weil das dauert und dauert…