Königsberger Klopse aus dem Crocky

Also … nie wieder Königsberger Klopse aus dem Topf, nur noch aus dem Crocky. So viel schonmal vorweg! Nachdem meine letzten Keenichsberjer auf dem Herd in Vergessenheit gerieten und ich kleine Flummis hatte, dachte ich mir, ich probiere das ganze heute mal aus dem Crocky, da dürften sie ja nicht zu Gummibällen verkochen. Gedacht, getan, für hervorragend befunden. Ich muss mich mal selber beweihräuchern!

Und wie bin ich nun vorgegangen? Ich hab ne Dose aufgemacht und die warm gemacht … Alles “von Hand” zusammengestrickt.
Da ich nicht extra auf die Jagd gegangen bin, um Kalbshackfleisch zu bekommen, habe ich für die

Königsberger Klopse

Rezept für den 6,5 Liter Slowcooker

500 g Rind,

500 g Halb und Halb genommen.

Eine olle Schrippe (sprich ein Brötchen vom WE) kleingewürfelt

und in knapp 200 ml Milch (können auch weniger gewesen sein) eingeweicht.

1 große Zwiebel in kleine Würfel (der Klugscheisser in mir würde jetzt Brunoise sagen) geschnitten,

1 Ei,

1/2 Tube Sardellenpaste,

Pfeffer,

die eingeweichten Brötchen und das Hackfleisch alles schön mischen (was für eine widerliche Arbeit, das ist eklig, das durfte die Küchenmaschine machen)

In der Zwischenzeit hab ich

2 Nelken,

1 Lorbeerblatt,

1/2 Glas Kapern,

ein wenig Kapernsud und

1,5 Liter Gemüsebrühe

 

aufgekocht.

Auch wenn ich weiß, dass es eigentlich mit Kalbsfond gemacht wird – aber was man nicht da hat, kann man nicht verwenden, gell?
Die Brühe in den Crocky und dann 25 kleine bis größere Klopse abgedreht und in der Brühe versenkt
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Die Königsberger Klopse dürfen jetzt ausruhen!

Da ich heiße Brühe genommen hab, hab ich Crocky nur 1 Stunde auf HIGH und danach auf LOW laufen lassen. Bei kalter Brühe verlängert sich die Zeit auf High entsprechend, bis die Brühe heiß ist.
Nach 3 weiteren Stunden habe ich die Klopse rausgefischt, weil sie jetzt durchgezogen waren.
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Also hatte ich nur noch die Kochbrühe über
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Jetzt wird noch Butter in einem Topf zerlassen
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Und mit Mehl
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in eine Mehlschwitze verwandelt.
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Da die aber immer so gritzegrau aussieht, hab ich nach der Hälfte der Brühe ca 1 Tasse Milch oder wahlweise auch Sahne dazugegeben
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Das sieht schon besser aus!
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Den Rest Brühe mit einarbeiten und einmal schön aufkochen lassen.
Dann kommt noch frischer Muskat ran
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und da Königsberger Klopse bekanntlich leicht säuerlich sein müssen, kam noch Zitronensaft an die Sauce. Die dann wanderte anschließend wieder in den Crocky.
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Die Klopse und Kapern kommen ebenfalls wieder rein (Nelke und Lorbeerblatt wurden aber aussortiert)
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Bis sich alle um den Tisch versammelt haben, können die Königsberger Klopse weitere 2 Stunden auf LOW ziehen, ohne dass sie Schaden nehmen oder zu trocken werden.

In der Zeit kann man ja mal die Beilagen kochen.

Das ganze mit Salz- oder Petersilienkartoffeln serviert kam unheimlich gut an.
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Eigentlich hatte ich ja auf 2 Tage davon essen gehofft. Nix war! Die haben gefuttert wie die siebenköpfigen Raupen!
Kann man zu Klopsen “fluffig” sagen? Wenn ja, dann waren diese es.

Reste lassen sich übrigens hervorragend einfrieren oder einkochen.

9 Kommentare zu “Königsberger Klopse aus dem Crocky”
  1. Hui, du hast einen Crock Pott? Das ist ja noch ein Gerät, auf das ich schlinse. Stundenlanges garen auf Niedrigtemperatur oder?
    Ich liebe übrigens KöBeKlopse… 🙂
    LG Tanja

  2. Einen? achwat… das wär ja Pillepalle 😉 Ich hab gleich 2 – einen großen und den kleinen schnuffigen hier.
    Genau – stundenlanges Garen auf NT ohne dass Frau sich nen Kopp machen muss. Das ist sooo schön!

  3. Der Crocky ist meine beste Anschaffung der letzten Jahre. Ich hab die Kosten erst gescheut, bis ich den für relativ kleines Geld bei nem Discounter entdeckt habe…und den gibt’s da sogar noch, hab’ ich eben entdeckt! Die Königsberger werde ich auch mal ausprobieren!

  4. Mein liebes Sabolein <3 die werden heute genau so als Nach-Geburtstagsessen für meine Eltern gekocht 🙂 Dahin gibt es jetzt nämlich ab und zu "Essen auf Rädern" …
    Fühl dich gedrückt
    Claudia

  5. Liebe Sabo,
    nachdem ich die Klopse heute zum dritten Mal gemacht und das Rezeptauch schon an Crockybesitzer aus der Sippe weitergegeben habe hier nochmal mein Lob: die besten Klopse aller Zeiten! Mir kommt kein anderes Rezept mehr ins Haus.

    Viele Grüße,
    Alexandra

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