Fingerfood macht Spaß. Egal ob als Kleinigkeit zwischendurch, zum Wegmampfen auf der Couch, als Kleinigkeit im Lunchpaket oder oder oder. Und wer hat eigentlich gesagt, dass Sushi zwangsweise fischig oder mit Reis sein soll? Nee, man kann doch auch mal sushi-ähnliches Fingerfood essen.
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So, und bevor ich anfange, die extrem aufwendige Prozedur der Herstellung zu beschreiben, mal ein paar Informationen vorweg.
Natürlich habe ich mich schlau gemacht, was für Nährwerte so ein Blatt Nori-Alge mit sich bringt. Nicht dass ich hier noch eins erzähle, und am Ende kommen das 120 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm bei raus. Nix!
100 Gramm Noriblätter haben folgende Werte:
Brennwert: 167 kJ
Kalorien: 40 kcal
Protein: 6 g
Kohlenhydrate: 2 g
Fett: 0 g

Und ein Nori-Blatt wiegt rund 5 Gramm. Man müsste also 20 Noriblätter essen, um etwas von den 2 Gramm Kohlenhydraten zu haben, die sie mitbringen.
Reicht? Okay.

Für 16 kleine Happen oder 2 große Rollen sushi-ähnliches Fingerfood hatte ich zur Verfügung:

2 Noriblätter *
Frischkäse
1/2 Salatgurke
1 Karotte
1 Champignon
1 Scheibe Serrano-Schinken

Ich hätte auch noch mehr (zum Beispiel Käse oder Omelettestreifen) gehabt, aber darauf hatte ich erstaunlicherweise gar keine Lust.

Zuerst hab ich mir schnell das Gemüse mit dem Messer und dem Sparschäler zurecht gestutzt.
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Dann ein Nori-Blatt geschnappt und mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte gelegt.
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Mit Frischkäse bestrichen.
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Schön, wenn die Sonne in die Küche scheint, macht nette Effekte auf den Fotos!
Weiter jetzt – danach kam das Gemüse hübsch verteilt drauf.
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Und ich hab sie zusammengerollt.
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Das gleiche Spiel mit der zweiten Rolle, nur dass ich hier noch eine Scheibe Serrano mit aufgelegt habe.
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Und wieder zusammen gerollt.
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Dann begann die Schneiderei:
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Aus einerRolle habe ich 6 vollständige Fingerfood-Röllchen und jeweils 2 Enden herausbekommen.
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Klar, das ist jetzt nicht unbedingt das super aufwendige Rezept. Aber manchmal machen schon einfache Sachen satt und glücklich.
Wie irgendwo zwischendrin schon erwähnt, lassen sich die Zutaten beliebig variieren. Natürlich passt Räucherlachs hervorragend. Auch Parmesanspäne würden sich geschmacklich gut eignen. Was ich nicht unbedingt geeignet finde sind dicke Käsescheiben oder Mozzarella. Auch von Wurstsorten wie Jagdwurst oder ähnlichem nehme ich persönlich hier mal Abstand. So ein paar Sprossen hätten den Röllchen sicherlich gut zu Gesicht gestanden.

Auch beim Frischkäse lässt sich einiges machen. Kräuterfrischkäse oder Paprikakäse kann ich mir auch gut vorstellen.
Och, da gibt es so viele Möglichkeiten. Und das Schöne an diesen sushi-ähnlichen Fingerfood-Snack-Dingern ist, dass man erstens keinen Topp einsauen muss und zweitens lassen sie sich echt bequem mitnehmen, weil sie nicht mehr kalt werden können.
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Und man sollte es kaum glauben: Es gibt sogar Kinder, die daran Spaß finden.

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