Nachdem ich mir nun Chia-Samen zugelegt hab, hat auch endlich mal Eiweißpulver bei mir Einzug gehalten. Und da stand ich nun, mit dem Zeug. Was tun? Trinken? Nee, dafür hab ich es ja nicht gekauft.
Irgendwas backen wäre eine Idee. Nur was? Meine Wahl fiel dann auf Vanille-Limette-Chia-Kekse.
Vanille-Limetten-Chia-Kekse

Als Vorlage dienste mir das Rezept von Amys healthy baking. Wobei ich doch etliches verändert, also sabofiziert habe. Denn etliches von den Zutaten hatte ich nicht, oder wollte es nicht verwenden. So!

Zutaten wären nicht schlecht, oder?
Ich habe für 12 Kekse / Cookies folgende Zutaten gebraucht:

30 Gramm Kokosmehl*
50 Gramm Protein-Shake Vanille*
1 Esslöffel Chia Samen *
1/4 Teelöffel Salz
3/4 Teelöffel Backpulver
1 Ei
25 Gramm Butter
5 Esslöffel Milch (rund 75 Milliliter)
1 Esslöffel Limettensaft (aus der Plastiklimette, also Quetschlimette – oder 1/2 Limette)
Xylit / Erythrit nach Bedarf

Vorweg: Die Flüssigkeitsmenge kann je nach Kokosmehl und Vanille-Protein-Pulver variieren. Ich habe mit 3 Esslöffeln angefangen und mich “hochgearbeitet”
Ebenso gebe ich für die Süße keine Mengenangaben. Mir haben 3 Esslöffel Xylit völlig ausgereicht. Der eine mag es aber süßer, der andere nicht so süß! Außerdem ist jedes Proteinpulver anders süß, bla bla bla bla …
Probiert einfach den Teig bevor ihr ihn endgültig aufs Backblech donnert.

So – anfangen Leute. Ist schon spät!
Ich hab die Milch und die Butter so weit erwärmt, dass die Butter langsam geschmolzen ist.
Ach, statt der Butter geht natürlich auch Kokosöl.

Zwischenzeitlich hab ich die trockenen Zutaten gut vermischt.
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Dann erst die Milch-Butter-Mischung untergerührt, danach das Ei und dann den Limettensaft. Erst dann habe ich die Milchmenge von 3 Esslöffel auf 5 erhöht, weil der Teig pfurztrocken und nicht formbar war. Zumal die Zutaten (Proteinpulver, Kokosmehl und Chia) auch noch Flüssigkeit aufsaugen!

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Den Teig hab ich in 12 Portionen geteilt und schonmal aufs Backblech (Backpapier oder Silikonbackmatte sind echt vorteilhaft!) gegeben. Sie müssen nicht zwingend gleich groß sein – aber so annähernd.
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In der Zwischenzeit heizte der Ofen auf 170 Grad auf.
Und ich habe die Cookies in die von mir gewünschte Form und Dicke gedrückt. Sie laufen nicht so auseinander, wie man das von anderen Cookies gewöhnt ist.
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Nach rund 20 Minuten im Ofen waren sie leicht braun udn etwas aufgegangen. Dann durften sie erstmal raus.
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Bevor sie auf ein Gitter zum Abkühlen kommen, müssen sie aber schon mal fünf bis zehn Minuten kühlen, damit sie nicht auseinander fallen.
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Vollständig ausgekühlt sind sie weich und “chewy” -also nichts mit knackigem Keks. Kennt ihr noch die Eierkekse? So ähnlich – zumindest, wenn die eine Weile unbeaufsichtigt rumlagen und etwas Feuchtigkeit gezogen hatten.
Aber durchaus lecker!
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Leider haben sie eine unangenehme Eigenschaft – sie scheinen zu verdunsten. Von den 12 Stück sind nach dem Schreiben des Artikels grad mal noch 6 übrig. Und außer mir hat sich noch keiner dran gewagt.

Achja. Chia-Samen und Wärme. Letztens (nach den Power-Sandwiches aus der Mikrowelle) musste ich mich wieder mit der Diskussion befassen: OMG! In der Mikrowelle werden doch die Nährstoffe total zerstört. Ich denke mal, es sind nach einer Minute in der Mikrowelle mindestens wenn nicht noch mehr Nährstoffe übrig, als wenn ich die Samen jetzt 20 Minuten bei 170 Grad backe. Man kann aber auch päpstlicher sein als der Papst.
Klar sind Cha-Samen nicht ganz preiswert. Na und? Soll ich mich jetzt jedes Mal davor setzen und erst einmal ein Ave-Maria oder einen Rosenkranz zum Nährstoffgott beten? Klar sind sie gesund – aber hey – das sind ganz viele andere Lebensmittel auch. Und sie sind auch nicht teurer, als ein gutes Steak. Nur dass ich von 1 Kilo Chia deutlich länger etwas habe. Und in den meisten Fällen landet ein Steak auch nicht roh auf dem Teller!
So, das musste jetzt mal gesagt werden.
Zum Thema Mikrowelle gibt es übrigens bei “Urgeschmack” einen tollen Artikel, der in Sind Mikrowellen ungesund? seine Fortsetzung findet!

 

 

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