Okay ich gebe es zu – ich bin in der “Mit Low Carb Zutaten” Experimentierphase. Ich versuche herauszufinden, was zusammen schmeckt und was sich daraus machen lässt. Schön ist es natürlich, wenn dann am Ende etwas dabei herauskommt, was sich essen lässt und dann auch noch schmeckt!
Dieses Mal waren es die Low Carb Körnerbrötchen.
IMG_6343

Wo sind denn nun die Körner? Wieso sieht man die nicht? Na ganz einfach: die Körner sind IM Brötchen und das Mehl besteht aus ehemals Körnern. Es heißt ja nicht, dass bei einem Körnerbrötchen automatisch zig unterschiedliche Körnerarten vom Brötchen fallen müssen, sobald man es auch nur in die Hand nimmt.

Momentan mutiert das Sesammehl zu meinem Lieblingsmehl. Es schmeckt unglaublich nussig und macht eine ganz schön dunkle Farbe. Sieht irgendwie alles furchtbar gesund aus.
So, jetzt bin ich doch tatsächlich nochmal losgezottelt und habe nachgewogen, wie viel ein Esslöffel der verwendeten Mehle wiegt. Es kann also losgehen mit der Zutatenliste für zwei (!) Brötchen:

2 Esslöffel (10 Gramm) Sesammehl *
2 Esslöffel (10 Gramm) Leinsamenmehl *
2 Esslöffel (10 Gramm) Eisweißpulver Neutral *
1 Esslöffel Chia Samen
1 Esslöffel Leinsamen
2 Esslöffel geriebener Käse
1/4 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
2 Eier

Kleine Anmerkung – ich “wiege” beziehungsweise messe immer mit dem gleichen Messlöffel-Set* ab. Haushaltsübliche Esslöffel vom Besteck können ganz unterschiedliche Maße hervorbringen.
Außerdem ist das Mehl/Eiweißpulver je nach Hersteller unterschiedlich gemahlen und entölt, sodass es sein kann, dass die Teigkonsistenz immer anders ist. Sollte der Teig zu dünn sein, dann muss vielleicht noch etwas Mehl hinzu. Ist der Teig zu fest, ein wenig Flüssigkeit oder ein Löffelchen Quark / Frischkäse / Joghurt (selbst wenn ich die Zutat nicht verwendet hab – aber Flexibilität zahlt sich aus 😉 )

Zuerst kamen alle trockenen Zutaten in eine Schüssel
IMG_6335

und wurden gründlich verrührt.
IMG_6336

Anschließend habe ich die Eier eingearbeitet und den Teig gut 5 Minuten stehen lassen.
IMG_6337

Und jetzt: Oh Wunder! Kam der Teig nicht in die Mikrowelle. Sondern einmal in eine Muffinform und einmal auf Backpapier.
IMG_6338

Das Backblech gehört übrigens zu meinem Toastofen . Auch wenn der Toastofen deutlich mehr Leistung hat als der Herd, nutze ich ihn für kleine Mengen lieber, weil er deutlich schneller aufheizt als der große und sich so die Leistungsunterschiede (und somit der Energieverbrauch) wieder relativieren.

Gebacken habe ich beide Brötchen rund 18 bis 20 Minuten bei 200 Grad.
IMG_6339

Das Ergebnis hat mich schon angesprochen. Sowohl vom Aussehen als auch von der Konsistenz und vom Geruch. Aber wie immer musste ich warten, bis sie ausgekühlt waren.
IMG_6341

Erst dann hab ich die aufgeschnitten und belegt.
IMG_6342

Was soll ich sagen? Mir schmeckts!
IMG_6346

*affiliatelink