Russell Hobbs Performance Pro Standmixer – Produktreview

In letzter Zeit habe ich den Russell Hobbs performance Pro ja nun öfter mal erwähnt und vor allem benutzt. Genutzt häufiger, als Rezepte darüber bzw. damit erstellt. Denn ich finde nach wie vor, dass es nicht für jeden Smoothie ein Rezept braucht. Aber er kann ja auch mehr als nur „schnöde Smoothies“. Und deswegen folgt jetzt endlich meine ausgiebige Produktreview zu dem Gerät.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und einiges noch einmal schreibe, was ich bereits in vorangegangenen Beiträgen erwähnt habe.

Zum Anfang noch einmal die erforderlichen Daten:

Russell Hobbs Performance Pro

Russell Hobbs 22260-56 Performance Pro Standmixer mit 5 Geschwindigkeitsstufen, 5 voreingestellten Programmen, Impuls-Ice-Crush-Funktion*
Hersteller: Russell Hobbs
Preisempfehlung des Herstellers: 199,99 €

Produkteigenschaften:
Digitales Bedienelement mit 5 voreingestellten Programmen: Suppen, Smoothies, Green Smoothies, Pürees und trockene Zutaten
5 Geschwindigkeitsstufen
Impuls-/Ice-Crush-Funktion
Einzigartiger, spülmaschinenfester Trilobe-Standmixeraufsatz (1,8 l Fassungsvermögen) aus hochwertigem Tritan-Kunststoff
4-flügeliges Edelstahlmesser
Sicherheitsverriegelung am Sockel
Anti-Rutsch-Füße
Kabelaufwicklung
Oberfläche aus hochwertigem Edelstahl mit Kunststoffapplikationen
2 Jahre Garantie + 1 Jahr Extra-Garantie bei Onlineregistrierung
Max. Umdrehungen pro Minute: 27.600
1,4 PS-Motor
1.000 Watt

Automatikprogramme

Suppen: Mixdauer ca. 37 Sekunden, wechselnde Geschwindigkeitsstufen von 1 bis 5
Green Smoothies: Mixdauer 40 Sekunden, wechselnde Geschwindigkeitsstufen von 1 bis 5
Pürees: Mixdauer 45 Sekunden, wechselnde Geschwindigkeitsstufen von 1 bis 5
Trockene Zutaten: Mixdauer 40 Sekunden, wechselnde Geschwindigkeitsstufen von 1 bis 5.
TIPP: Befüllen Sie den Mixbecher hier bis maximal 500 ml. Zudem empfiehlt der Hersteller trockene Zutaten wie Reis oder Mais vor dem Mixen ca. 15 Minuten in den Tiefkühler zu legen, um eine etwaige Überhitzung des Küchengerätes zu vermeiden.
Smoothies: Mixdauer 40 Sekunden, wechselnde Geschwindigkeitsstufen von 1 bis 5

Soviel dazu. Mehr Copy & Paste vom Hersteller braucht es jetzt nicht mehr. Das können andere besser. Ich bediene mich lieber meiner eigenen Worte. Damit komme ich besser klar.

Ersteindrücke des Standmixers

Die Haptik des Gerätes wird unterschiedlich wahrgenommen. War ich doch jahrelang an Glaskaraffen gewöhnt, hat mich die Tritan-Kunststoff-Karaffe anfangs etwas irritiert. Sie ist nun einmal sehr leicht im Gegensatz zu dem, was ich vorher benutzt habe. Aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, habe ich mich schnell mit dem Leichtgewicht arrangiert.
Auch das fehlende Einrasten des Aufsatzes vor der Inbetriebnahme ist gewöhnungsbedürftig. Was mir persönlich sehr gut gefällt ist, dass ich den Aufsatz nicht nur in einer bestimmten Position aufsetzen kann, sondern 4 verschiedene Positionen möglich sind. So können Recht- und Linkshänder gleichermaßen leicht mit dem Mixer umgehen.

Die Messer sind fest integriert, und der Mixeraufsatz ist ungewöhnlich groß. Das macht es für einige schwierig, ihn in den Geschirrspüler zu stellen, um ihn zu reinigen. Mich persönlich stört es nicht, auch wenn mein Geschirrspüler den Aufsatz locker fassen würde. Wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben, würde ich ihn sowieso nicht in den Spüler tun, weil die Messer fest im Mixaufsatz festgemacht sind – und Messer (scharfe Messer, keine Brotschmiermesser) und Geschirrspüler schließen sich für mich aus. Mit der Meinung stehe ich zum Glück nicht alleine da.

Prinzipiell hat kein gutes (Koch-)Messer etwas im Geschirrspüler zu suchen – und dafür gibt es Gründe.
Die enormen Hitzeunterschiede beim Spülvorgang verändern die molekulare Struktur des für die Messer verwendeten Stahls. Im Prinzip werden die Messer im Spüler „nachgeschmiedet“ (eine sogenannte Gefügeveränderung). Die Schneide kann dadurch weicher werden und dann nicht mehr vernünftig nachgeschliffen werden – was bei den Messern vom Mixer sowieso schwierig wäre.
Die aggressiven Chemikalien und Salze im Geschirrspülmittel greifen den Stahl an und lassen ihn rosten. Das passiert besonders gerne wenn bereits andere angerostete Gegenstände im Spüler sind.

Also nehme ich lieber den wahnsinnigen Aufwand auf mich und wasche den Mixbehälter mit Spüli, warmem Wasser und einem Schwamm oder Lappen aus.
Wenn mir jetzt jemand mit irgendwelchen hygienischen Gründen kommen will, die für den Geschirrspüler in dem Fall sprechen sollten – Nein! Ganz ehrlich? In dem Behälter befinden sich keine rauhen Strukturen an denen sich jetzt massenweise Keime sammeln könnten. Wenn man das Abwaschen von Hand ein wenig beherrscht, dann sollte eine vernünftige Handwäsche genau so hygienisch vonstatten gehen. Ich frage mich sowieso, wie es Generationen von Großmüttern und Müttern geschafft haben, ihre Küche und die darin befindlichen Gerätschaften hygienisch zu halten und nicht ihre Liebsten mit selbst gebauten biologischen Waffen um die Ecke zu bringen … so ganz ohne Geschirrspüler.

 

Ein paar Bilder

Etwas irritiert bin ich allerdings von diversen Löchern rund um den Mixeraufsatz, deren Sinn und Zweck sich mir auch in den vergangenen Wochen nicht wirklich erschlossen hat.
Zum Einen sind da zwei Löcher am Fuß des Aufsatzes, die irgendwie einfach da sind, aber keine erkennbare Funktion haben.
Russell Hobbs Performance Pro Standmixer - Produktreview
Dort rastet nichts ein, dort braucht keine Luft angesaugt zu werden. Sie sind einfach da.
Ein anderes Loch ist an der Unterseite des Griffs (für das Bild habe ich den Aufsatz umgedreht, er steht jetzt also auf dem Deckel)
Russell Hobbs Performance Pro Standmixer - Produktreview

Wenn ich den Aufsatz nun in den Geschirrspüler stellen würde, würde sich darin das Wasser vom Abwasch sammeln und ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf die Dauer besonders lecker ist. Zwar hat der griff keinen direkten Zugang zum Mixeraufsatz, sodass von eventuellen Speiseresten nichts in den Behälter gelangen kann. Aber so richtig appetitlich stelle ich mir das trotzdem nicht vor.

Die Form des Aufsatzes soll einen guten Transport der zu verarbeitenden Lebensmittel beim Mixen gewährleisten. Ich kann nicht meckern, bei mir blieb bislang nichts wirklich „hängen“ was sich nicht mittels eines Spatels schnell weiterschieben ließ. Aber den Schaber benutzt man am besten nur, wenn das Gerät nicht läuft. Sonst hatte man mal einen Schaber, und wahrscheinlich hat man anschließend sonst einen Silikon-Smoothie. Muss nicht sein, oder?

Meine Erfahrungen beruhen auf diversen gemixten, pürierten und anderweitig zerkleinerten Lebensmitteln. Das Einzige, was ich nicht ausprobiert habe, ist die Verarbeitung trockener Zutaten wie Mandeln, Körner oder anderes. Alles, was ich in den Mixer gegeben habe, hatte entweder selber schon Flüssigkeit, oder ich habe welche hinzugefügt.

 

Anwendungsbereiche und Beispiele

Im Großen und Ganzen kann ich sagen: er bekommt alles klein. Ob es nun faserige Kräuter sind, Karotten, Trauben, Äpfel mit Schale oder Pfirsiche mit Schale. Es waren keine Schalenreste im Endergebnis zu sehen. So zum Beispiel beim selbst gemachten schnellen Apfelmus:
Russell Hobbs performance Pro Produktreview

Auch die Ice-Crush-Funktion des Russell Hobbs bekommt gefrorenes Wasser (also Eis) klein. Für meinen Geschmack zu klein. Zuerst werden die Eiswürfel grob zerkleinert, haben aber sehr unterschiedliche Abmaße und ich würde sie nicht als Crushed Ice bezeichnen. Ein paar Umdrehungen weiter, und man hat Schnee im Mixbecher. Das wiederum ist ein Vorteil für Slush-Getränke. Man kann also die Ice-Crush-Funktion schlechtreden: der macht ja gar kein crushed Ice! Oder man gewinnt ihr das Positive ab: Damit lassen sich hervorragend gefrorene Säfte oder Eiswürfel mit Sirup in schnelle „Trink-Eis-Kreationen“ verwandeln. Jeder nach seinem Gusto!
Ich habe sogar ganz mutig sehr große Eiswürfel benutzt (ein Eiswürfel hatte 100 ml Wasser) und der Mixer hat sie ohne Probleme klein bekommen.

Allerdings muss ich meiner Lobhudelei ein wenig Abstriche erteilen. Zwar hat bei mir alles funktioniert und der Mixewr erledigt auch nach einem Monat sehr, sehr intensiver Nutzung seinen Job tadellos. Aber … Das geht leider nicht allen Mittestern so. Vielfach haben Dichtungen versagt und der Mixaufsatz wurde dadurch undicht. Der Hersteller hat sich aber intensiv mit dem Problem befast und bemüht sich um eine Lösung. Mehr kann ich momentan nicht dazu sagen, weil ich auch nicht mehr weiß.

Andere Tester hatten Motorprobleme bei ihrem Gerät. Ich kann also keine uneingeschränkte Empfehlung geben, auch wenn ich wirklich nichts (außer der Geräuschkulisse) zu bemängeln habe. Allerdings ist der Service von Russell Hobbs sehr zuverlässig und schnell, sodass Probleme schnell geklärt werden können.

Ich für meinen Teil freue mich darauf, im Sommer viele fruchtige Smoothies oder Eis zu machen.
Denn auch ein paar gefrorene Beeren und Mascarpone wurden in kürzester Zeit zu leckerem Eis verwandelt.
Russell Hobbs Performance Pro Standmixer - Produktreview

Die Cremigkeit der Smoothies und der Suppen haut mich jedes Mal wieder aus den Socken. Normalerweise braucht man für einen Smoothie ja Banane oder ähnliches, um ihm die typische Konsistenz zu geben. Mit diesem Gerät hat es auch ohne funktioniert.
Ich denke, das sollte aus meiner Sicht an Erfahrungswiedergabe und Produktreview reichen. Ich fasse es aber gerne noch einmal in Kurzform zusammen:

Meine Zusammenfassung bezüglich des Performance Pro

Pro:
-automatische Programme mit guten bis sehr guten Ergebnissen
-Smoothies, Pürees und Suppen haben eine tolle Konsistenz
-kraftvoller Motor und Messer
-automatisches Abschalten bei Überhitzen
-von Rechts- und Linkshändern zu bedienen, da der Aufsatz sich in vier Positionen aufsetzen lässt
-Das Fassungsvermögen des Aufsatzes ist sehr groß
-schick ist er auch noch

Contra:
-Die Geräuschentwicklung ist enorm, das wäre aber für mich mehr so zwischen pro und Contra, weil die Laufzeit verhältnismäßig kurz ist
-Die Reinigung ist gewöhnungsbedürftig, da sich die Messereinheit nicht entnehmen lässt
-Beim Aufsetzen des Deckels muss man sich vergewissern, dass er wirklich exakt und fest aufgesetzt ist. (wobei so malerische Tapetendeko aus roter Beete oder Spinat ist auch etwas individuelles 😉 )

Dass der Russell Hobbs Performance Pro nicht in den Geschirrspüler passt (bei einigen) ist für mich unerheblich, da ich ihn sowieso von Hand reinige. Also ist das weder Pro noch Contra.

#russellhobbsperformancepro

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

5 Gedanken zu „Russell Hobbs Performance Pro Standmixer – Produktreview

  • 10. Juni 2016 um 12:59
    Permalink

    ich fülle meinen mixer zum saubermachen halb mit wasser und ein paar tropfen spüli und dann lass ich ihn kurz volle lotte laufen. geht das bei deinem nicht? (oder bist du bloß noch nicht auf diese grandiose idee gekommen? ;-P )
    smoothe grüße

    Antwort
    • 10. Juni 2016 um 13:06
      Permalink

      Ach Schwester N.
      Wenn ich Dich nicht hätte, würde ich wahrscheinlich die nächsten Hundert Jahre noch ohne halbgefüllte „Rüsselhoppse“ (O-Ton Tochter) sauber machen 🙂
      Ick lieb Dir ooch!
      Knutsch

      Antwort
  • 10. Juni 2016 um 13:33
    Permalink

    Hallo Sandra,
    hast du sehr schön geschrieben 🙂 – ich schreibe meinen Bericht auch noch die Tage (Fotos sind schon fertig bearbeitet). Nüsse, Parmesan etc. hat der Mixer übrigens sehr gut zerkleinert – allerdings muss man auch hier aufpassen sonst wird es zu fein. Viele Grüße, Madlen

    Antwort
  • 25. August 2016 um 11:12
    Permalink

    200 € für einen Standmixer sind kein Pappenstiel, aber dieses Gerät ist es in meinen Augen auch definitiv wert. Billige Geräte ärgern einen am Ende nur, weil sie nicht ordentlich arbeiten oder die Messer schnell an Stärke verlieren…

    Antwort
    • 25. August 2016 um 12:26
      Permalink

      Das stimmt, der Preis ist echt erstman eine Hausnummer. Aber ich bin inzwischen auch zu der Erkenntnis gekommen, dass billig nicht immer ebenbürtig ist 🙁

      Antwort

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