Juhu, es war mal wieder “Fleischerwagen-Tag” und ich war nicht anderweitig unterwegs, sondern konnte einkaufen.
Diesmal gab es Schweinelachs im Angebot und da konnte ich nicht widerstehen. Aber was draus machen, vor lauter Schreck?


Man nehme:
1 Kilo glücklichen Schweinelachs
2-4 Knoblauchzehen
1 Mal kreuz und quer durch den Kräutergarten
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Das Schwein gründlich putzen (also von den Silberhäuten befreien etc) und unaufgeregt zur Seite legen.
Die Kräuter waschen, Knofi schälen und das ganze atomisieren (Moulinette oder ähnliches… man kann das auch von Hand machen, das dauert eben nur entsprechend länger.)
Ich war ganz faul und hab Salz und Pfeffer gleich mit in das Mixteil geworfen und zertrümmern lassen. Außerdem dachte ich mir so kurz vor Schluss, das für ein wenig “Knalleffekt” sicher auch ein bissi Chili nicht schlecht wäre und hab kurzerhand noch eine Chili-Schote mit reingeworfen.

Dann breitet man ausreichen Frischhaltefolie aus (das Fleisch soll drin eingewicklelt werden, ich hab 2 Bahnen überlappen lassen und nebeneinander hindrapiert) und streicht die Kräutermasse soweit breit, das sie in etwa das Fleischstück gut versorgt. Beim Ausstreichen hab ich dann festgestellt, das es sich besser streicht, wenn Olivenöl über die Kräuter gekippt wird. Jedes andere Öl (außer vielleicht Motoröl, Babyöl oder Feinmechanikeröl) sollte es auch tun.
Die Kräuermasse wird dadurch streichfähiger 😉

Schwupps wird das Fleisch gekonnt auf die Folie drapiert und eingewickelt, so das die Kräuter das Schwein liebhaben und umschließen. Jetzt die Enden schön zusammendröseln und das ganze nochmal fest in Alufolie wickeln.
Man bekommt dann ein niedliches Alu-Bonbon.

Die Aluwurst nun in ausreichend kochendem Wasser ca. 20 Minuten kochen und gegen Ende der Kochzeit schonmal den Ofen auf 200°C (so Pi mal Schätz) vorheizen.
Nach 20 Minuten sollte man – ohne sich die Hände zu verbrühen – das Ding aus dem Wasser befreien, auf eine feuerfeste Unterlage (Backblech, Auflaufform oder ähnliches) geben und für weitere 30-40 Minuten im Ofen verschwinden lassen.

Während der Zeit hab ich dann noch die Nudeln gekocht, eine Kräuter-Pilzsauce geschnitzt, die Kinder zusammengefaltet, Kaffee getrunken….

Beim Auspacken bitte Vorsicht. Erstens läuft Fleischsaft aus und zweitens ist es verdammt heiß. Außerdem hat die Frischhaltefolie eine unangenehme Eigenschaft, wenn sie warm ist – sie ist sehr dehnbar.
Am besten tackert man das Stück heißes Tier jetzt mit einer Fleischgabel auf dem Brett fest und schneidet Scheiben von der bevorzugten Dicke herunter.
Das ganze hübsch auf den teller drapieren und servieren.

Fertig ist das Kräuterschwein.
Sicherlich geht das auch mit Pute oder in kleinen Portionen mit Hähnchenbrust. Aber ich hatte nunmal Schwein gehabt.