Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

In der Adventszeit sind Spekulatius der Renner – warum nicht mal als Spekulatius-Trüffel? Da es ja inzwischen seit einigen Wochen schon weihnachtliche Gewürze und weihnachtliches Gebäck gibt, dachte ich mir, dass ich auch mal langsam anfange damit zu arbeiten. Womit? Mit Spekulatiusgewürz. Weil ich Spekulatius noch mehr mag als Lebkuchen. Da mir aber so gar nicht nach backen war, gibt es Spekulatius-Trüffel. Ganz einfache Kiste.

Ich habe eine ganze Weile überlegt, was ich als Grundlage nehmen könnte und bin dann zu dem Entschluss gekommen, das Innenleben mit Keksteig (Cookie Dough) zu füllen. Das passt meiner Meinung nach am besten zusammen. Oder etwa nicht?

Für 16 Spekulatius-Trüffel

(oder weniger, oder mehr – je nach Größe) werden folgende Zutaten benötigt:

2 Esslöffel zimmerwarme Butter
2 Esslöffel zimmerwarmer Frischkäse
2 Esslöffel gemahlene Mandeln (oder Mandelmehl*)
2 Esslöffel Kokosmehl *
2 Esslöffel Xylit / Xylitol * (eventuell 1 EL davon als VanilleXylit)
1 Prise Salz
1/2 Teelöffel Spekulatius Gewürzmischung * (oder nach Geschmack)

ca. 100 Gramm konforme Schokolade
1 Teelöffel Kokosöl * oder Butter

Wer richtig aufgepasst hat, erkennt die Zutaten für die Cookie-Dough-Balls / Keksteigbällchen.

Und genau so wird das Innenleben der Trüffel auch erst einmal hergestellt.
Butter und Frischkäse habe ich kurz in der Mikrowelle erwärmt (kann man aber auch ganz normal draußen stehen lassen bis beides zimmerwarm ist)
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Nachdem ich die beiden Teile zusammen gerührt hatte, habe ich 1/2 Teelöffel Spekulatiusgewürz dazu gegeben
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

und verrührt.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Die übrigen Zutaten hatte ich in meiner Kaffeemühle (hab ich mir extra zugelegt, jawoll) vermischt und so gleich das Xylit pulverisiert.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Alles mit dem Butter-Frischkäse-Gemisch verrührt.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Und den Teig in ein wenig Frischhaltefolie zur Wurst gerollt. Die Teigwurst durfte eine halbe Stunde in den Kühlschrank, damit sich die Bällchen besser formen lassen.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Ich konnte aus meiner Teigmenge 16 etwa haselnussgroße (Haselnuss mit Schale) Keksteigbällchen formen.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Die kamen ihrerseits jetzt ca. 15 Minuten in den Tiefkühler. So verformen sie sich anschließend beim in-Schokolade-tauchen nicht und außerdem erstarrt die Schokolade schneller.
Die Schokolade habe ich zusammen mit dem Kokosöl geschmolzen und auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
Anschließend wurden die Bällchen darin gebadet und mit dem Rest aus dem Schokobecher (ich hab die Schokolade im Joghurtbecher geschmolzen – so konnte ich die Bällchen besser tauchen) habe ich noch ein paar lustige Streifen über die Trüffel gezogen.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Die (fast) fertigen Trüffel kommen jetzt wieder in den Kühlschrank bis die Schokolade fest ist. Natürlich müssen sie für den hausgebrauch nicht so rumdekoriert werden. Aber manredet ja immer von dem verfressenen Auge. Das hat auch dieses Mal mitessen dürfen.
Um zu zeigen, wie sie so innen aussehen, habe ich mich nicht lumpen lassen, einen operativen Eingriff an einem Spekulatius-Trüffel vorzunehmen.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Lagern solltet ihr die Spekulatius-trüffel im Kühlschrank. Denn durch die Zugabe von Butter und Frischkäse sind sie nicht unbedingt für normale raumtemperatur über einen längeren zeitraum geeignet. Sofern sie einen längeren Zeitraum überhaupt überstehen würden.
Die Höchstverweildauer im Kühlschrank kann ich nicht angeben. Aber ich würde auf drei bis vier Tage tippen.
Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Guten Hunger. Natürlich lässt sich das Spekulatiusgewürz auch gegen Lebkuchengewürz austauschen. Oder gegen ein ätherisches Öl wie Orangenöl oder Zitronenöl. Und schon gibt es immer wieder neue Geschmacksrichtungen.

Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

Zutaten

  • 2 Esslöffel zimmerwarme Butter
  • 2 Esslöffel zimmerwarmer Frischkäse
  • 2 Esslöffel gemahlene Mandeln (oder Mandelmehl)
  • 2 Esslöffel Kokosmehl
  • 2 Esslöffel Xylit / Xylitol (eventuell 1 EL davon als VanilleXylit)
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel Spekulatius Gewürzmischung (oder nach Geschmack)
  • ca. 100 Gramm konforme Schokolade
  • 1 Teelöffel Kokosöl oder Butter

Zubereitung

  1. Butter und Frischkäse zimmerwarm werden lassen und miteinander verrühren
  2. Spekulatiusgewürz dazugeben
  3. trockene Zutaten vermischen
  4. trockene Zutaten mit dem Butter-Frischkäse-Gemisch vermengen
  5. Teig in Frischhaltefolie wickeln und kühlen
  6. Teig nach dem Kühlen in ca. haselnussgroße Kugeln formen
  7. noch einmal 15 Minuten in den Tiefkühler geben
  8. Schokolade mit Kokosöl schmelzen
  9. Teigbällchen in die Schokolade tauchen
  10. Schokolade aushärten lassen
  11. Trüffel im Kühlschrank lagern
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http://www.sabotagebuch.de/2015/11/08/spekulatius-trueffel-low-carb/

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

22 Gedanken zu „Spekulatius-Trüffel (Low Carb)

  • 8. November 2015 um 17:58
    Permalink

    Klingt lecker, wie immer 🙂 und dann gleich noch Variationsideen dazu, was würden wir nur ohne dich tun??

    Antwort
    • 8. November 2015 um 18:15
      Permalink

      Liebe Miri – ich wollt ja erst für jede Geschmacksrichtung einen eigenen Post machen *schmunzel* Hab mich dann aber dagegen entschieden. Wär ja irgendwie auch langweilig.

      Antwort
      • 8. November 2015 um 18:45
        Permalink

        Liebe Sandra,
        das verstehe ich total. So kannst du uns stattdessen mit ganz vielen anderen Ledckereien überraschen 😀 Ich habe gerade Zimtsterne in der Vorbereitung. Und während die im Kühlschrank vor sich hinfrieren, mach ich mir Abendbrot 😉
        Schönen Abend noch!
        Viele Grüße,
        Miri

        Antwort
  • 9. November 2015 um 11:30
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    Das liest sich mal richtig lecker. Vielen Dank für das Rezept, werde es gleich ausprobieren.

    Antwort
    • 9. November 2015 um 11:33
      Permalink

      Das schmeckt auch in etwa so, wie es klingt 🙂 Nämlich verdammt lecker.
      Viel Spaß beim Nachmachen.

      Antwort
  • 6. Dezember 2015 um 11:24
    Permalink

    Hallo Sabo,

    warum hast du eigentlich die Kopierfunktion deaktiviert und keine richtige Druckfunktion (d.h. eine, wo man einige Bilder, rezeptunabhängigen Text usw. weggeben kann) auf deinem Blog? Oder bin ich blind?
    Es wirkt fast, als würdest du nicht wollen, dass man deine Rezepte nachkocht…

    Die Spekulatiustrüffel musste ich mir umständlich per Hand abschreiben, um sie heute nachzukochen – das ist doch auch nicht Sinn der Sache.

    Vielleicht bin ich aber auch einach nur doof und es gibt eh eine Möglichkeit. Kann das sein?

    Danke und liebe Grüße
    Katharina

    Antwort
    • 6. Dezember 2015 um 11:36
      Permalink

      Hallo Katharina,
      die Kopierfunktion hab ich momentan deaktiviert weil gerade sehr viele „Pseudoblogs“ unterwegs sind, die davon leben, fremde Rezepte komplett mit Text und Bild zu klauen und als ihre eigenen auszugeben. Meist sind es dann irgendwelche ausländischen Blogs die nur Werbeklicks generieren wollen.
      Und bei der Druckfunktion – ich hab schon etliche Plugins ausprobiert, die mir irgendwie alle nicht gefallen haben oder das Layout zerschossen haben. Ich arbeite noch dran 🙂
      Es liegt also nicht an Dir 🙂
      Liebe Grüße,
      Sabo

      Antwort
      • 9. Dezember 2015 um 09:10
        Permalink

        Hallo liebe Sabo!
        Immer dieser Ärger mit den geklauten Inhalten. 🙁 Halte dir die Daumen, dass du noch fündig wirst für eine Druckfunktion, die dir zusagt.
        Habe jedenfalls vorgestern deine Trüffel nachgemacht und die sind ja sooo lecker!! uiuiui.
        Ist es bei dir auch so, dass du sie gekühlt aufbewahrst? Außerhalb des Kühlschrankes werden sie schnell weich (also nichts für die Keksdose; das könnte aber auch daran liegen, dass ich relativ viel Kokosöl für die Glasur verwendet habe). Gekühlt schmecken sie auch NOCH besser, finde ich.
        Ich bin jedenfalls völlig hin und weg von diesen Leckereien. Normalerweise reblogge ich immer auf meinem eigenen Low Carb-Rezeptblog, wenn ich etwas nachgekocht habe (klarerweise mit Quellenangabe und Verlinkung), aber diesmal haben wir die Trüffel so schnell wegschnabuliert, dass ich gar kein Foto gemacht hab. 😉
        Also nochmal machen juhuuu

        Herzliche Grüße
        Katharina

        Antwort
        • 9. Dezember 2015 um 09:55
          Permalink

          Hallo liebe Katharina 🙂
          Ich kicher mich grad weg wegen des nicht zustande gekommenen Fotos 🙂 Bei mir sind sie auch sehr schnell „verdunstet“. Aber beim nächsten „Nachbau“ freue ich mich natürlich, wenn Du es nachbloggst.
          Zur Kühlschrankfrage – ja, ich lagere meine auch im Kühlschrank. Das mache ich aber sowieso mit selbstgemachten Sachen meistens. Vor allem, wenn Schokolade drumherum ist – dann knackt das Ganze beim Reinbeißen so schön.
          Ganz liebe Grüße,
          Sabo
          Achso – auf Deinem Blog war ich auch schon schmökern 🙂 Macht Spaß!

          Antwort
  • 8. Dezember 2015 um 16:19
    Permalink

    Hallo liebe Sabo
    Könnte man das Kokosmehl durch ein anderes Lowcarb Mehl ersetzen? Mein Mann und meine Tochter haben eine Allergie gegen Kokos, d.h. sie erbrechen, sobald sie Kokos essen.

    Liebe Grüsse,
    Bettina

    Antwort
    • 8. Dezember 2015 um 16:24
      Permalink

      Hallo Bettina – dann würde ich Mandelmehl nehmen – musst nur schauen, wie das Verhältnis dann ist. Eventuell musst Du mehr Mehl nehmen – viel sollte es nicht sein, aber die Saugfähigkeit der beiden Mehle st ja doch recht unterschiedlich.
      Liebe Grüße,
      Sabo

      Antwort
  • 8. Dezember 2015 um 21:13
    Permalink

    LIebe Sabo
    Also Du meinst Mandelmehl und gemahlene Mandeln für dieses Rezept? Ok, ich versuche rauszufinden, wie der Ersatz durch Mandelmehl ist.
    Du, ich habe ein entöltest Mehl, das aber meiner Meinung nach sehr seltsam riecht. Ist das immer so?
    Ich habe gesehen, dass Du ein Rezept mit entöltem und nicht entöltem Mandelmehl hast, was könnte man statt dem nicht entölten Mandelmehl nehmen?

    Ganz liebe Grüsse,
    Bettina

    Antwort
    • 8. Dezember 2015 um 22:43
      Permalink

      Liebe Bettina,
      entöltes Mandelmehl schmeckt häufig mehr nach Bittermandelaroma / Marzipan. Es kann sein, dass Du den Geruch meinst. Ranzig kann es nicht so schnell werden, weil dafür das Öl zuständig wäre (was in entöltem ja kaum mehr drin ist)
      Die gemahlenen Mandeln bei diesem Rezept sind für den Geschmack nach Mandel (ich finde einfach, Spekulatius muss immer etwas mandelig schmecken). Welches Mehl (ob entölt oder nicht so stark entölt) Du nimmst, ist in diesem Fall eigentlich egal weil die Bindung über die Butter und den Frischkäse kommt.
      Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. Achso zur Menge – ich denke, als Austausch zum Kokosmehl sollte 1/2 bis 1 EL Mehl völlig ausreichen. Das merkst Du beim verrühren bzw formen aber ganz schnell. der Teig hat in etwa die Konsitenz von normalem Mürbeteig -leicht klebrig aber nicht krümelig.

      Liebe Grüße,
      Sabo

      Antwort
  • 9. Dezember 2015 um 21:34
    Permalink

    Liebe Sabo, vielen lieben Dank.
    Ich versuche es mal so.
    Ganz liebe Grüsse,

    Bettina

    Antwort
  • 2. November 2016 um 22:35
    Permalink

    Hallo Sabo,
    ….das sind doch mal Cakepops für Erwachsene???? Wärend meine kleine Tochter kurz vor Nikolaus Geburtstag hat und sich wiederholt Cakepops wünscht, darf ich uns „Großen“ jetzt mal eine verführerische, adäquate Variante zaubern! ???? Ich freu mich drauf….

    Antwort
    • 2. November 2016 um 23:22
      Permalink

      Hallihallo Andi 🙂
      Das freut mich, dass Du fündig geworden bist und die großen nicht leer ausgehen.
      Liebe grüße,
      Sabo

      Antwort
  • 18. November 2016 um 10:46
    Permalink

    Hallo,
    ich bin zum erstenmal hier und kann mit dem Begriff „konforme Schokolade“ nichts anfangen. Was ist damit gemeint?

    Antwort
    • 18. November 2016 um 11:01
      Permalink

      Hallo Anke,
      konforme Schokolade bedeutet, dass sie mindetsens 70% Kakao-Anteil haben sollte. je mehr, je besser.
      Das bezieht sich aber nur auf die Schokoladen-Auswahl, wenn Du Low Carb oder LCHF machst. Ansonsten kannst Du jede Schokolade verwenden.
      Ich hoffe, ich konnte helfen.
      LG, Sabo

      Antwort
  • 26. November 2016 um 21:57
    Permalink

    Welche Schokolade hast du ganz genau genommen? Eine komplett ohne Zucker oder eine bitterSchokolade?

    Antwort
    • 27. November 2016 um 00:16
      Permalink

      Hallo Nadine,
      ich benutze meistens Schokolade zwischen 70 und 81% Kakao, also nicht ganz ohne zucker – wenn sie mir zu bitter ist, erhöhe ich den Xylit-Anteil im Teig, weil mir schon Schoki beim nachsüßen kaputt gegangen ist und total krisselig wurde.
      Liebe grüße,
      Sabo

      Antwort
  • 20. Dezember 2016 um 19:30
    Permalink

    Hallo Sabo,
    schon im letzten Jahr sind die Spekulatiustrüffel super angekommen, da musste dieses Jahr auch ne Ladung her. Die sind so schnell weg, da kommt man gar nicht nach:-)
    Aber… ich finde sie mit gemahlenen Mandeln um Welten besser als mit Mandelmehl.
    Und mit einer Ladung Erythrit anstelle von Xylit haben sie noch weniger khs.
    Vielen Dank für das tolle Rezept, Weihnachten kann kommen!

    Antwort
    • 20. Dezember 2016 um 19:36
      Permalink

      Hallöchen Nawli,
      schön, dass Dir mein rezept gefällt.
      Die Abwandlung der Zutaten ist oft das, was ich gut finde – so kann sich jeder seine persönliche „Richtung“ heraustüfteln.
      Liebe Grüße und ein schönes fest!
      Sabo

      Antwort

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