Zugegeben, das Rezept für den Cheesecake im Glas (Low Carb / Keto) ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ich habe das bestehende Rezept von My Baking Addiction umgebastelt. Aber hey, wenn es so einfach ist, ein existierendes Rezept zu low carbisieren, warum soll ich mich tagelang in die Küche stellen und Experimente durchführen?

Wenn ich jetzt auch noch ein “richtiger Foodblogger” wäre, dann hätte ich wahrscheinlich wunderschöne gleiche kleine Einweckgläser, wahrscheinlich auch noch extra gekauft, damit die Präsentation auch richtig gut aussieht.
Ich bin aber nach wie vor nur ein Blogger, der gerne auch Rezepte verbloggt und ich habe nicht den Platz, mir noch zig kleine Nettigkeiten in die Schränke zu stellen, die ich irgendwann mal brauchen könnte. Also müssen ganz normale ausgewaschene Marmeladen- oder Wurstgläser herhalten.

Zutaten für den Cheesecake im Glas

4 bis 6 Cheesecakes, je nach Füllmenge

450 Gramm Frischkäse (Vollfettstufe), zimmerwarm
100 Gramm Xylit
20 Gramm Vanillexylit
60 Gramm Sahne
2 mittelgroße Eier, zimmerwarm
Abrieb von einer Zitrone

pürrierte Beeren oder ganze Beeren für die Deko/ den Fruchtanteil

Ran ans Werk!

Zuerst werden Xylit, Vanillexylit und Zitronenabrieb miteinander vermischt.

Anschließend entweder mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer oder einem ganz normalen Schneebesen den Frischkäse und die Sahne mit dem Xylit verrühren. Zum Schluss nacheinander die beiden Eier.
Ich habe die Cheesecake-Masse in einen Becher mit Tülle umgefüllt, damit ich die Gläser kleckerarm befüllen kann. Mit einer Saucenkelle hätte ich gnadenlos die Ränder eingesaut, wenn nicht sogar daneben gegossen.

Es sind rund 750 Milliliter Cheesecake-Masse. Das macht es vielleicht etwas einfacher, die Füllmengen für die Gläser auszurechnen.

Ach, während ich alles zusammengerührt habe, habe ich den ofen übrigens auf 175 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt, eine Auflaufform rausgesucht und den Wasserkocher angeworfen. Natürlich mit Wasser drin 😉
Die Gläser kommen nämlich in die Auflaufform und diese wird mit kochendem Wasser aufgefüllt und bei 175 Grad in den ofen geschoben.

Nach rund 25 Minuten waren die kleinsten Cheesecakes im Glas soweit, dass ich sie aus dem ofen nehmen konnte. Die etwas größeren brauchten 35 Minuten.

Die Masse sollte am Rand fest und in der Mitte noch “wobbelig” sein. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll.

Für mich war das deutlichste Zeichen, dass die Cheesecakes in der Mitter rund aufgegangen waren. Ja, ich weiß, dass das Bild schief ist – aber es musste schnell gehen, denn die “Bubble” fällt relativ schnell wieder zusammen, sobald der Kuchen kühler wird.

Jetzt müssen die kleinen Biester leider noch gute vier bis sechs Stunden auskühlen. Zuerst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank. Bitte nicht gleich in den Kühlschrank stellen, sonst reißt der Cheesecake und das wäre ganz schön doof, nach all der Mühe!

Dekoarbeit und Verfeinerung

Ihr könnt dem Kuchen zum Servieren entweder frische (oder aufgetaute) Beeren verpassen.

Pürierte Beeren gehen genausogut oder ihr lasst ihn einfach nackig.