Meine Kartoffelfaser-Chia-Brötchen (Low Carb / Keto) sind kleine Zauberwerke. Warum? Sie lassen sich hervorragend in unterschiedliche Formen bringen. Ihr könnt also aus einem Teig sowohl Brötchen, Brötchensonnen als auch Baguettebrötchen oder Baguettes formen und backen. Somit finde ich, dass die Kartoffelfaser-Chia-Brötchen perfekt zur Grillsaison passen.

Die Grundidee für das Rezept habe ich irgendwo aufgeschnappt, konnte mich aber nicht mehr an die genauen Zutaten erinnern. Deswegen habe ich jetzt eine Weile herumexperimentiert, bis sich meine Version ergeben hat.

Kartoffelfaser-Chia-Brötchen (Low Carb / Keto)

für 6 Brötchen, 2 bis 3 Baguette-Brötchen oder 1 Baguette

200 Gramm Frischkäse (Vollfettstufe)
50 Gramm (Milliliter) Wasser
3 Eier (Größe M)
5 Gramm Guarkernmehlamazon_logo
40 Gramm Kartoffelfasernamazon_logo
30 Gramm Chia-Mehlamazon_logo
Salz nach Geschmack
1 Päckchen Backpulver

zusätzlich: Kartoffelfasern, Körner oder ähnliches zum Bestreuen

Während mein Ofen auf 190 Grad vorheizen durfte, habe ich zuerst den Frischkäse und das Wasser abgewogen und die Eier dazu getan. Die Eier hatten um die 50 Gramm Gewicht, sodass in meiner Schüssel am Ende 400 Gramm waren.

Die 3 Zutaten wurden gründlich miteinander verrührt, damit sich keine kleinen frischkäse-Inseln bilden und nicht irgendwo noch ein wenig unverquirltes Ei im Teig rumdümpelt.
Währenddessen habe ich Kartoffelfasern, Chia-Mehl und Guarkernmehl abgewogen und Salz und Backpulver dazu getan.

Wie bei fast allen Low Carb Rezepten mit unterschiedlichen Mehlen müssen die trocknenen Zutaten erst einmal gründlich vermischt werden, bevor sie zu der frischkäse-Ei-Wasser-Mischung kommen.
Alles schön vermischen lassen und ein paar Minuten dürfen die Mehle schon noch quellen.

Zum Portionieren für meine Brötchen habe ich einen Eisportionierer genommen. Da der Teig klebt wie nichts Gutes, sollte der Eisportionierer aber vor dem Abstechen nass gemacht werden.

Mit nassen Händen habe ich die Brötchen noch einmal ausgeformt und mit lustigen Mustern versehen.

Für eine rustikaleren Touch habe ich noch zusätzlich Kartoffelfasern aufgestäubt.

Tja und dann:

Ab in den 190 Grad heißen Ofen.

Die 6 Brötchen brauchten 30 Minuten. Mein Baguette neulich durfte 40 Minuten backen. Ihr seht, die Backzeiten variieren deutlich. Außerdem kommt es noch auf die Einschubhöhe an, ob ihr Umluft benutzt etc.

Ich steche nach gefühltem Ablauf der Backzeit immer mal mit einem Schaschlikspieß oder Zahnstocher in die Brötchen, um zu prüfen, ob sie noch feucht sind oder schon gut durchgebacken.
Nach dem Backen dürfen sie noch auskühlen, bevor sie servierfertig sind.

Sie haben keine feste Kruste, sondern sind eher weich wie Weißbrot / Toastbrot. Mich persönlich stört das gar nicht.

 

Fragen / Zusätzliches:

Nährwerte: Habe ich nicht ausgerechnet, mache ich (fast) nie. Die Begründung: Jedes Mehl hat je nach Hersteller unterschiedliche Werte, jeder Frischkäse ebenfalls.
Frischkäse: Lässt sich gegebenenfalls gegen Kräuterfrischkäse tauschen und das Ergebnis werden Kartoffelfaser-Chia-Kräuterbrötchen.
Chiamehl: Nein, das lässt sich nicht tauschen. Es sind Kartoffelfaser-Chia-Brötchen. Würde man das Chiamehl tauschen, wäre das Rezept für die Miez. Man macht ja schließlich auch keine Spiegeleier ohne Ei.
Haltbarkeit: Ich weiß es nicht, 6 Brötchen haben hier keine lange Verweildauer. Über Nacht lagere ich die Brötchen in einer Bäckertüte (Kunststoff mit kleinen Löchern). Einfrieren geht bestimmt. Wieder auf dem Toaster aufbacken geht übrigens auch.
Guarkernmehl: Kann man ggf. gegen Johannisbrotkernmehl oder Xanthan tauschen. Habe ich nicht ausprobiert, dafür gebe ich keine Garantie.