Mein Leinmehl-Mandel-Brot ist nicht ganz alleine auf meinem Mist gewachsen. Mir lief schon vor längerer Zeit das Low Carb Weißbrot von den Lachfoodies über den Weg und ich wollte es seitdem nachbacken.

Es scheiterte immer wieder an den unterschiedlichsten Hindernissen. Mal hatte ich dies nicht, mal das nicht. Aber vor allem weil ich bis vor Kurzem keine Zitrusfasern hatte. Die hab ich mir jetzt endlich zugelegt und angefangen zu backen. Aber das Weißbrot habe ich immer noch nicht nachgebacken, sondern von Anfang an sabofiziert. Bis das Leinmehl-Mandel-Brot dabei herauskam. Das war dann so gut, dass ich es in mein Standard-Programm aufgenommen habe und das Weißbrot weiter auf der To-Bake-Liste schlummert.

Leinmehl-Mandel-Brot (Low Carb / Keto)

7 Eier, Größe M
55 g Butter weich
2 TL Olivenöl
100 g gemahlene blanchierte Mandeln
80 g Leinmehl (Goldleinmehl) amazon_logo
1 TL Backpulver
1 TL (4 Gramm) Zitrusfasernamazon_logo
1/2 TL Salz

So, genug geplaudert.

Jetzt geht es ans Backen.

Als ich das Rezept das erste Mal gelesen habe, dachte ich: Himmel, bei sieben Eiern kann das ja nur nach Omelette schmecken. Aber ich wurde am Ende eines Besseren belehrt. Weil man das Ei überhaupt nicht rausschmeckt. Zum Glück.

Die Eier werden ausgiebig von der Küchenmaschine schaumig geschlagen, während ich die trockenen Zutaten abgewogen habe.

Außerdem mussten ja noch Butter und Olivenöl in der Mikrowelle schmelzen. Schön weich und zimmerwarm reicht zwar aus, aber ich hab sie lieber geschmolzen.

Zu den aufgeschlagenen Eier wird dann das Butter-Öl-Gemisch gegeben und gründlich untergeschlagen. Anschließend habe ich die inzwischen verrührten trockenen Zutaten dazu gegeben und das Rührwerkzeug umgesteckt.

Der fertige Teig sieht aus wie Schokokuchenrührteig.

Der Ofen war inzwischen 200 Grad heiß und ich habe den Teig in die Silikonform gegeben. Die Brotform habe ich mit feuchten Händen nachgeformt und noch einen Längsschnitt reingemacht.

Nach gut 45 Minuten und erfolgter Stäbchenprobe konnte das Brot raus aus dem Ofen.

Zum Auskühlen habe ich es aus der Form befreit und auf ein Gitter gelegt.

Irgendwann musste ich das Leinmehl-Mandel-brot aber auch mal anschneiden und natürlich kosten.

Geschmacklich kommt es einem Graubrot recht nahe, ist aber etwas süßlicher durch die gemahlenen Mandeln. Von der Konsistenz her erinnert es tatsächlich an ein Weißbrot. Besser kann ich es nicht beschreiben.

Fragen:

Mandeln: Ja, kann man gegen herkömmliche gemahlene Mandeln mit Schale tauschen, dann wird es etwas herzhafter. Haselnüsse gehen auch, aber das schmeckt mir nicht so gut.
Leinmehl: Kann gegen andere Nussmehle getauscht werden, ist dann aber wahrscheinlich von der Konsistenz teilweise ganz anders. Andere Nussmehle nehmen auch die Flüssigkeit anders auf.
Eier: Kann man nicht tauschen.
Zitrusfasern: Sind laut den Lachfoodies gegen Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl tauschbar, habe ich aber noch nicht probiert.
Lagerung: Bei uns im herkömmlichen Brotsack oder in einer Plastiktüte wie vom Bäcker (sofern man nicht plastikfrei lebt)
Nährwerte: Nein, habe ich nicht berechnet, werde ich auch nicht berechnen, weil ich nicht tracke und es schon oft erklärt habe.

Ich habe das Brot auch schon in meiner Brötchenformamazon_logo gebacken und meine Kollegen in der Praxis damit beglückt.

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