Nachdem der Crocky-Apfelrotkohl so wahnsinnig lecker geworden war, musste ja auch etwas dazu serviert oder viel mehr vorher gekocht werden, was dazu passt. Schnöde Bratwurst oder gar eine Frikadelle hätte es für mich zwar auch getan, aber ich wollte unbedingt mal wieder Rinderrouladen machen. Gutbürgerlich, typisch deutsch, aber ohne Klöße. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Klöße nicht mag? Und nicht kann? AEgal, so gab es dann Rinderrouladen aus dem Crocky dazu.
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Rouladen – eine eigentlich ganz leckere Angelegenheit, die aber verdammtl leicht nach hinten losgehen kann und vor allem irre viel Sauerei und Arbeit macht. Zumindest bis dato. Zusammenwickeln, zusammenbinden, anbraten, umdrehen, aufpassen, dass sie nicht auseinanderfallen, wenn sie gewendet werden. Boah nee, und am Ende hat man vielleicht staubtrockene oder noch schlimmer superzähe Schuhsohle auf dem teller. Einer der Gründe, warum ich sie wirklich sehr sehr ungern gemacht hab. Leider hab ich jetzt keine Entschuldigung mehr. Außer vielleicht: zu teuer.
Gut, dass ich keine Supermarktrouladen nehmen musste, sondern mir das Fleisch tatsächlich aussuchen konnte. Aber bei dem Preis – aloha. Oft gibt es die nicht, das weiß ich!
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17,65 € für 5 Fleischlappen – hoffentlich war wenigstens die Kuh glücklich!
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Aber schön groß waren sie.
Das Rezept, wie ich sie im Crocky zubereiten soll, hab ich mir auf dem Crockyblog angeschaut und daran angelehnt meine Version gezaubert.
Für die Sauce wanderten Karottenwürfel, Tomatenmark, Zwiebelwürfel, Gurkenwürfel, ein paar kleingewürfelte Kartoffeln und atomisiertes Gemüse (also Gemüsebrühe-Grundlage) in den Crocky und wurden mit stinknormalem Leitungswasser aufgegossen
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Die Rouladen wie üblich mit Salz und Pfeffer würzen, mit Senf bestreichen und dann belegen.
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Ich glaube, ich leide an einem Kindheitstrauma. Ich habe als Kind Rouladen verschmäht, weil ich es gehasst hab, wenn mir beim Anschneiden ein labberiges Stück Speck, grobe Zwiebeln und eine halbe Gurke entgegen kamen.
Deswegen nehme ich dafür gewürfelten Bauchspeck, kleingewürfelte Gurken und Zwiebeln. Manchmal auch Knoblauch, manchmal Bacon-Scheiben statt Bauchspeck. Je nachdem, was grad da ist.
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Das Zusammenrollen finde ich immer wieder doof. Das Fleisch will nie so, wie ich es möchte. Aber im Crockyblog steht, dass ich die größte Herausforderung, das Zusammenbinden, nicht meistern muss. Also bleiben es Rollen.
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Beim Zusammenstecken oder binden fallen sie mir sonst nämlich IMMER auseinander.
So, ab in den Crocky mit Euch, ohne Anbraten oder sonstiges Gedöns.
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Dieses Mal hab ich die Automatik-Stufe genommen, die heizt 2 Stunden auf High und dann schlatet sie automatisch auf Low.
Nach 5 Stunden hab ich die Rouladen mal befreit, um die Sauce zu pürieren.
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So richtig vertrauenerweckend sehen sie ja nicht gerade aus. Irgendwie ein wenig tot.
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Nunja, sie haben ja noch mindestens 2 Stunden Zeit, um sich zu erholen.
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Erstaunlicherweise sahen sie dann beim Servieren gar nicht mehr tot aus. Im Gegenteil. Sie hatten eine schöne Farbe und schon beim Aufschneiden habe ich festgestellt, dass sie butterzart waren.
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Lecker! Zartes, nicht trockenes Fleisch mit leckerem Rotkohl und lecker Kartoffeln. Das hat sich gelohnt.
Manchmal darf es eben auch gutbürgerlich und typisch deutsch sein.