Gutbürgerlich und typisch deutsch – Rouladen (aus dem Crocky)

Nachdem der Crocky-Apfelrotkohl so wahnsinnig lecker geworden war, musste ja auch etwas dazu serviert oder viel mehr vorher gekocht werden, was dazu passt. Schnöde Bratwurst oder gar eine Frikadelle hätte es für mich zwar auch getan, aber ich wollte unbedingt mal wieder Rinderrouladen machen. Gutbürgerlich, typisch deutsch, aber ohne Klöße. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Klöße nicht mag? Und nicht kann? AEgal, so gab es dann Rinderrouladen aus dem Crocky dazu.
IMG_6730

Rouladen – eine eigentlich ganz leckere Angelegenheit, die aber verdammtl leicht nach hinten losgehen kann und vor allem irre viel Sauerei und Arbeit macht. Zumindest bis dato. Zusammenwickeln, zusammenbinden, anbraten, umdrehen, aufpassen, dass sie nicht auseinanderfallen, wenn sie gewendet werden. Boah nee, und am Ende hat man vielleicht staubtrockene oder noch schlimmer superzähe Schuhsohle auf dem teller. Einer der Gründe, warum ich sie wirklich sehr sehr ungern gemacht hab. Leider hab ich jetzt keine Entschuldigung mehr. Außer vielleicht: zu teuer.
Gut, dass ich keine Supermarktrouladen nehmen musste, sondern mir das Fleisch tatsächlich aussuchen konnte. Aber bei dem Preis – aloha. Oft gibt es die nicht, das weiß ich!
2013-10-24 123242
17,65 € für 5 Fleischlappen – hoffentlich war wenigstens die Kuh glücklich!
IMG_6720
Aber schön groß waren sie.
Das Rezept, wie ich sie im Crocky zubereiten soll, hab ich mir auf dem Crockyblog angeschaut und daran angelehnt meine Version gezaubert.
Für die Sauce wanderten Karottenwürfel, Tomatenmark, Zwiebelwürfel, Gurkenwürfel, ein paar kleingewürfelte Kartoffeln und atomisiertes Gemüse (also Gemüsebrühe-Grundlage) in den Crocky und wurden mit stinknormalem Leitungswasser aufgegossen
IMG_6719

Die Rouladen wie üblich mit Salz und Pfeffer würzen, mit Senf bestreichen und dann belegen.
IMG_6721
Ich glaube, ich leide an einem Kindheitstrauma. Ich habe als Kind Rouladen verschmäht, weil ich es gehasst hab, wenn mir beim Anschneiden ein labberiges Stück Speck, grobe Zwiebeln und eine halbe Gurke entgegen kamen.
Deswegen nehme ich dafür gewürfelten Bauchspeck, kleingewürfelte Gurken und Zwiebeln. Manchmal auch Knoblauch, manchmal Bacon-Scheiben statt Bauchspeck. Je nachdem, was grad da ist.
IMG_6722
Das Zusammenrollen finde ich immer wieder doof. Das Fleisch will nie so, wie ich es möchte. Aber im Crockyblog steht, dass ich die größte Herausforderung, das Zusammenbinden, nicht meistern muss. Also bleiben es Rollen.
IMG_6723
Beim Zusammenstecken oder binden fallen sie mir sonst nämlich IMMER auseinander.
So, ab in den Crocky mit Euch, ohne Anbraten oder sonstiges Gedöns.
IMG_6724

Dieses Mal hab ich die Automatik-Stufe genommen, die heizt 2 Stunden auf High und dann schlatet sie automatisch auf Low.
Nach 5 Stunden hab ich die Rouladen mal befreit, um die Sauce zu pürieren.
IMG_6727

So richtig vertrauenerweckend sehen sie ja nicht gerade aus. Irgendwie ein wenig tot.
IMG_6726

Nunja, sie haben ja noch mindestens 2 Stunden Zeit, um sich zu erholen.
IMG_6728

Erstaunlicherweise sahen sie dann beim Servieren gar nicht mehr tot aus. Im Gegenteil. Sie hatten eine schöne Farbe und schon beim Aufschneiden habe ich festgestellt, dass sie butterzart waren.
IMG_6729

Lecker! Zartes, nicht trockenes Fleisch mit leckerem Rotkohl und lecker Kartoffeln. Das hat sich gelohnt.
Manchmal darf es eben auch gutbürgerlich und typisch deutsch sein.

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

4 Gedanken zu „Gutbürgerlich und typisch deutsch – Rouladen (aus dem Crocky)

  • 24. Oktober 2013 um 13:37
    Permalink

    Lustig – ich habe das gleich Kindheitstrauma wie du: labberige Riesenstücke in den Rouladen 🙂 Schön, dass dir die Slowcooker-Rouladen so gut geschmeckt haben, aber glaube mir, am besten sind sie mit Klößen!

    Antwort
    • 24. Oktober 2013 um 14:07
      Permalink

      🙂 also hab ich nicht alleine dieses traumatisierende Erlebnis gehabt 🙂
      Nee, ich mag echt keine Klöße. Nur am nächsten Tag aufgebraten. Ich mag weder die Konsistenz noch das Rumgeglitsche auf dem Teller. Die einzige Kloß- Knödel-Variante, die ich mag sind Semmelknödel oder Hefeklöße (auch als böhmische Knödel) aber dazu fehlte mir dann gestern echt die Lust und die Zeit.

      Antwort
  • 24. Oktober 2013 um 18:23
    Permalink

    Oh jaaaa, dieser wabbelige dicke fette Speck in Rouladen, würg… ich habe mir immer soooo gewünscht, dass meine Mama mir meine (halbe – weil teuer) Roulade mit Gehacktem füllt!

    Ich habe Rouladen noch nie selber gemacht, nur bei SchwiMu gegessen, die waren auch, äh, trocken… Nun ja…

    Lieben Gruß, Sandra

    Antwort
  • 24. Oktober 2013 um 19:46
    Permalink

    Wie? Du hast noch keine Rouladen selbergemacht? Dat schleift aber 😀
    Es gibt aber bestimmt zig Sachen, die ich noch nicht gemacht hab 😉

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hier werden sie nicht nur gebacken, sondern auch (maximal 7 Tage lang) genutzt. Cookies erleichtern die Bereitstellung dieser Webseite. Mit der Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen