Ob nun Paradiescreme oder Schlemmercreme oder wie auch immer. Das Zeug ist einfach zwischendurch mal ganz lecker und es geht verhältnismäßig schnell. Das einzige Problem was ich mit Paradiescreme habe ist, dass sie sich nicht wirklich ansprechend anrichten lässt, ohne in die Trickkiste greifen zu müssen.
Paradiescreme Low Carb

Gerade Schokocreme sieht schnell aus wie Windelinhalt. Also mussten ein paar Blümchen herhalten und etwas längere Kühlzeit im Kühlschrank.

Ich möchte gleich wieder vorwegschicken, dass die Mengenangaben auf meinem Eiweißpulver (und auf meinem Empfinden für süß) beruhen. Es kann sein, dass Eure etwas anders binden, süßer sind oder oder oder. Allerdings dickt die Schlemmercreme im Kühlschrank nach. Also verzweifelt nicht, wenn sie nicht gleich so stabil aussieht, wie auf dem Bild! Außerdem mag ich es, wenn Kakao einen leichten Touch Vanille hat. Es ginge auch komplett mit neutralem Pulver.

Die Zutaten für eine große oder zwei kleine Portionen:

250 ml kalte Milch
2 Esslöffel (10 Gramm) Kakao (Backkako, schwach entölt)
2 Esslöffel (10 Gramm) Eiweißpulver Neutral*
2 Esslöffel (10 Gramm) Eiweißpulver Vanille*
2 Esslöffel Xylit / Xylitol * (am besten in Puderzucker verwandelt)
1 Prise Salz

Zum Abmessen des Eiweißpulvers (oder anderer Sachen) ein kleiner Hinweis.
Ich nehme meinen Messlöffel:
Messlöffel 1 EL

und fülle ihn gehäuft mit Pulver
gehäufter EL

anschließend streife ich mit einem Messerrücken das überschüssige Pulver ab.
1 EL

Das ist nicht mit Luftlöchern, nicht mit Haufen, sondern immer die gleiche Menge. Ich benutze auch keine anderen Messlöffel (die ja oft als Beigabe beim EW-Pulver sind), weil alle meine Rezepte auf eben diesem Messlöffelset basieren.
Das nur mal so am Rande. Und auch als Erklärung, wie man 10 Gramm abwiegt. Die Frage hab ich nämlich schon öfter mal gelesen. Nein, ich habe keine Briefwaage in der Küche, obwohl ich es könnte – ich hab nämlich eine.

Weiter im Text.
Ich habe mein Xylit mit dem Kakao zusammen in den Standmixer gegeben, allerdings im Verhältnis 100 Gramm Xylit zu 25 Gramm Kakao.
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Anschließend hatte ich – genau! Süßes Kakaopulver.
Das kam zusammen mit dem Eiweißpulver in die Milch.
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In dem Behälter hab ich es aber nur einmal durchgerührt, bevor die Masse in die Schüssel meiner Küchenmaschine wanderte. Natürlich geht auch ein Handmixer.

Und dort hab ich einfach kräftig schlagen lassen. So rund zwei bis drei Minuten.
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Um die Masse dann in eine Schüssel zu füllen.
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Und da sind wir dann an dem Punkt wo Paradiescreme aussieht wie ein Stoffwechsel-Endprodukt.
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Wie man sieht, ist die Creme zwar fluffig, aber noch nicht fest. Würde ich sie jetzt in einen Spritzbeutel füllen und hübsch aufdrapieren, hätte ich mir die ganze Mühe mit dem Aufschlagen sparen können.
Also ab in den Kühlschrank damit und mindestens eine Stunde, gerne aber länger stehen lassen.
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Es bildet sich eine etwas festere Schicht, ähnlich wie die Haut beim Pudding. Mich stört das jetzt nicht, aber dem könnte ich entgegenwirken, wenn ich die Paradiescreme mit Frischhaltefolie direkt auf die Creme gelegt abdecken würde. Kikifatz. Brauch ich nicht.
Und nach einer Nacht im Kühlschrank habe ich eine schöne feste, aber fluffige Creme.
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Natürlich lässt sich jeder andere Geschmack auch zaubern, sofern ihr die Eiweißpulver mit Geschmack habt. Da besitze ich nur Vanille, das reicht mir völlig. Und für den Grad der Süße müsst ihr selber gucken, wie süß es sein soll. Nachsüßen kann man immer.
Wenn ihr nur die Vanille-Variante macht und ein paar Schokoraspeln (LC-tauglich, versteht sich) hineingebt, ist es Straciatella.