Schnelles Low Carb Weißbrot

Immer nur „Körnerbrot“ ist ja irgendwie auch langweilig, oder? Und so ein „Weißbrot“ hat auch mal was. Wie (fast) immer, wenn es nur für mich ist, gibt es die Ein-Personen-Mikrowellen-Variante.
Mikrowellen-Weißbrot

Außerdem hab ich mich heute mal getraut, mit einer, mir bis dato unbekannten Zutat zu arbeiten. Nachdem ich mich ein paar Tage lang schlau gelesen habe. Ich hatte unlängst von einer Freundin „Bobs Red Mill Xanthan Gum“ bekommen, was ich nun endlich mal zum Einsatz bringen wollte. Da es die Struktur und Stabilität von Backwerken erhöht, lag es nahe, etwas brotiges zu machen. Xanthan wird vor allem in der glutenfreien Bäckerei eingesetzt und kommt somit auch bei Low Carb (vor allem in den USA) oft und gerne zum Einsatz. Es ist nicht ganz preiswert, wird aber in so geringen Mengen verwendet, dass sich wenige Gramm echt lange halten.

2 Esslöffel (15 Gramm) Kokosmehl*
2 Esslöffel (10 Gramm) gemahlene Mandeln ( wer blanchierte, gemahlene Mandeln nimmt, hat auch keine braunen Pünktchen im Brot)
1/4 Teelöffel Xanthan Gum*
1/4 Teelöffel Backpulver
Salz nach Bedarf
1 Ei
1 Esslöffel Wasser (oder Milch oder andere Flüssigkeit)

So, das waren die Zutaten.
Wie immer kommen zuerst die Trockenen Zutaten in einen mikrowellenfesten Behälter.
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1/4 Teelöffel (noch nicht mal ganz) Xanthan Gum ist wirklich eine fast homöopathische Dosis.
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Wenn die trockenen Zutaten vermischt sind, wird das mit Flüssigkeit verrührte Ei dazu gegeben, alles gut vermischt und in dem Behälter glatt gestrichen.
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Hier macht sich tatsächlich schon ein kleiner Unterschied zu sonstigen „Broten“ bemerkbar, denn der Teig wirkt deutlich gummiartiger.
In diesem Bild ist übrigens mal die Höhe in meinem Behälter sichtbar – viel Luft drumrum, oder?
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Auf den Behälter kommt der Deckel lose aufgelegt und das ganze wandert für 60 Sekunden in die Mikrowelle. Je nach Mikrowelle kann es auch länger dauern. Meine Welle macht 1200 Watt „Betrieb“ – falls die Oberfläche des Sandwichbrotes nicht fest ist, würde ich in 10 Sekunden Schritten weiter garen. Aus der Packung gekippt zum Auskühlen sieht es einem Weißbrot gar nicht so unähnlich.
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Nach dem Aufschneiden, beziehungsweise beim Aufschneiden habe ich schon gemerkt, dass es dieses Mal nicht ganz so leicht bröselt wie sonst. Fetzt!
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Mir war nach kalter gesmokter Schweinelende und fürs Bild hab ich extra aus dem Garten noch frisches Basilikum geholt. Jawoll!
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Was soll ich sagen?
Es schmeckt zwar nicht wie ein klassisches Weißbrot, aber das kann es ja auch nicht. Schließlich kann Kokos- und Mandelmehl nie nach Weizenmehl schmecken. Aber es schmeckt auch nicht vordergründig nach Kokos. Und das ist auch gut so! Denn Kokos zur gesmokten Schweinelende hätte ich jetzt nicht so gern gehabt.

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Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass etwas Xylit (vielleicht 1/2 bis ein Teelöffel) dem Teig eine leicht süßliche Note gibt. In dem Fall würde ich statt Wasser auch Milch benutzen und das Brot für süße Zwecke (Chialade oder andere süße LC-taugliche Brotaufstriche) nehmen. Auch der klassische Arme Ritter / French Toast ließe sich so ohne Weiteres zaubern.

Bis zu dem Punkt, wo vielleicht Milch verwendet wird, ist das Brot sogar laktosefrei.

Noch ein kleiner Nachtrag zum Xanthan (Quelle: Wikipedia)

Xanthan (selten Xantan) ist ein natürlich vorkommendes Polysaccharid. Es wird mit Hilfe von Bakterien der Gattung Xanthomonas aus zuckerhaltigen Substraten gewonnen und wird als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E 415 als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt. Xanthan ist für Öko-Lebensmittel zugelassen.[2]

Xanthan kann vom menschlichen Organismus nicht metabolisiert werden und wird daher zu den Ballaststoffen gezählt. Im Darm wird es teilweise von dort lebenden Mikroorganismen abgebaut.[3] In hohen Dosen kann es abführend wirken. Xanthan gilt dennoch als gesundheitlich unbedenklich.

sabolein

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Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

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