Ich wollte schon lange mal eine Sachertorte backen, weil alle Welt von dem Geschmack schwärmt und ich eine Bildungslücke zu schließen hatte. Aber … weil Weißmehl und Zucker ja nicht die Hauptzutaten sein sollten, habe ich etwas länger gebraucht, um ein passendes Rezept zu finden.

Fündig geworden bin ich nach vielem Suchen und Vergleichen bei der Low Carb Sachertorte von All day I dream about food. Dieses Rezept habe ich mir also geschnappt und auf deutsche Maße angepasst.

Sachertorte (Low Carb / LCHF)

Für den Boden:
145 Gramm konforme Schokolade
115 Gramm Butter, zimmerwarm
6 Eier Größe L, getrennt, zimmerwarm
155 Gramm Xylitamazon_logo (zu Puderxylit gemahlen, davon am besten 60 Gramm Vanille-Xylit)
96 Gramm Mandelmehlamazon_logo
evtl. 1 Teelöffel Backpulver

Füllung:
200 Gramm zuckerfreie Aprikosenmarmelade

Schokoglasur:
180 ml Sahne
85 Gramm konforme Schokolade
ca. 50 Gramm Xylit (oder nach Geschmack)

Ich gebe ja zu, dass ich schon ein wenig Bammel hatte.

Warum?

Weil ich mich bei sowas wie Sachertorte dann doch lieber mal strikt an das Rezept halte, damit das Ergebnis auch vernünftig wird. Trotzdem musste ich am Ende der Teigherstellung mit Backpulver arbeiten, weil die Masse viel zu fest war.
Zuerst habe ich alle Zutaten zusammen gesucht, Butter und Eier eine ganze Weile draußen liegen lassen, damit sie auf Zimmertemperatur kommen. Das Mandelmehl muss gesiebt werden, damit keine Klumpen und keine harten Stückchen mehr drin sind (kann ja mal vorkommen… )

So, zuerst habe ich den Eischnee mit ca. 60 Gramm vanillisiertem Puderxylit steif geschlagen und anschließend im Kühlschrank geparkt.

Danach die Butter mit den restlichen ca. 95 Gramm Puderxylit schaumig geschlagen. Anschließend kamen nacheinander die Eigelb dazu. Dabei muss die Küchenmaschine fleißig weiter rühren. Die Schokolade wird geschmolzen, wieder ein wenig abgekühlt und ebenfalls zu dem Butter-Eigelb-Zucker-Gemisch gegeben.
Jetzt kommt ca. 1/3 des Eischnees dazu, damit die doch sehr kompakte Masse ein wenig aufgelockert wird.
Nachdem der Eischnee grob untergehoben ist, kann das gesiebte Mandelmehl (bei mir plus Backpulver, meine Eigelb waren noch zu kalt und die Masse sehr, sehr fest) untergehoben werden. Wenn das Mandelmehl eingearbeitet ist, kann der restliche Eischnee untergehoben werden. Nicht zu sehr rühren, damit der Teig nicht wieder in sich zusammen fällt.

Ich habe eine 20er Springform sehr gut ausgebuttert und vergessen, dass eigentlich der Boden noch mit Backpapier ausgelegt werden sollte. In die Springform konnte ich den Teig jetzt einfüllen.

Während der Zeit war mein Ofen schon auf 175 Grad vorgeheizt

und der Kuchenboden von meiner Sachertorte durfte backen. Die Backzeit beträgt je nach Ofen zwischen 30 und 40 Minuten. Wenn der Boden die Stäbchenprobe bestanden hat, kann er aus dem Ofen.

Eigentlich hätte er zum Aufschneiden komplett ausgekühlt sein müssen und ich war auch der Meinung, er wäre es. Aber – weit gefehlt. Trotzdem konnte ich den Kuchen in der Mitte durchschneiden.

Das, was in der Springform unten war, wird am Ende der Deckel, also muss der Kuchen vor dem Aufschneiden einmal gedreht werden. Die Zahnstocher sind zur Orientierung, wie ich die Einzelteile nachher wieder zusammen setzen muss, damit alles passt.

Bastelzeit!

In einem Topf habe ich die Aprikosenmarmelade erwärmt, damit sie flüssiger wurde. Achtung – hier musste ich leider schummeln. Ich habe nur zuckerreduzierte Aprikosenmarmelade zu kaufen gekriegt und habe diese verwendet. Die schlägt allerdings mit 27 Gramm KH auf 100 Gramm zu Buche. Ich hätte sie lieber selber gemacht, aber Aprikosen waren nicht mehr zu kriegen. Notfalls tut es aber auch jede andere zuckerfreie Beerenmarmelade.

Jetzt werden beide Schnittflächen mit Marmelade bestrichen, die Böden wieder zusammen gesetzt und die restliche Marmelade (Konfitüre) auf dem Deckel und um den Kuchen rundrum verteilt.

Während ich die Schokoglaur hergestellt habe, durfte meine noch nicht fertige Sachertorte im Kühlschrank warten.
Für den Guss habe ich die Sahne aufgekocht und ca. 50 Gramm Xylit darin aufgelöst. Nachdem das Xylit aufgelöst war, konnte die Schokolade dazu gegeben werden und durfte langsam schmelzen.
Bis sie die richtige Konsistenz zum auf-dem-Kuchen-verteilen hat, dauert es eine Weile.Die Glasur sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest sein. Meine war anfangs natürlich zu flüssig und lief mir von meiner Sachertorte wieder runter…
Aber irgendwann hatte ich es geschafft und der Kuchen durfte weiter im Kühlschrank durchkühlen bis zum Anschnitt.

Ich finde, bis auf die eine oder andere kleine Luftblase ist mir meine erste Sachertorte gut gelungen.
Schlaugelesen habe ich mich auch, dass man Sachertorte mit ungesüßter Sahne serviert.

Also bitteschön:

Ich finde sie mega – aber sonst hätte ich sie auch nicht gepostet!

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