August 17

Low Carb Panini-Brot

Low Carb Panini-Brot

Ich war wieder einmal auf Beutezug im Netz um mich nach neuen Rezeptideen umzuschauen. Wie schon so häufig bin ich bei Carolyn von „All Day I Dream About Food“ gelandet. Beim Stöbern auf ihrem Blog bin ich mehrfach an ihrem Brie, Ham and Green Apple Panini Rezept hängen geblieben und habe beschlossen, dass ich das an meine Bedürfnisse und Mengen anpassen werde. So! Heraus kam dabei – oh Wunder – ein Low Carb Panini-Brot! Wäre jetzt auch sehr komisch gewesen, wenn ich plötzlich einen Schweinebraten aus dem Ofen gezogen hätte.
Low Carb Panini-Brot


Warum hab ich das Rezept nicht 1:1 übernommen? Ganz einfach – ich brauche nur kleine Mengen und kein großes Panini-Flatbread. Außerdem musste ich sowieso in deutsche Mengenangaben umrechnen. Dann konnte ich es auch gleich vierteln.

Jetzt aber die Zutaten:
85 Gramm Mandelmehl *
10 Gramm Kokosmehl*
10 Gramm Eiweißpulver Neutral*
1/4 Teelöffel Xanthan Gum * (optional, hilft auf jeden Fall der Konsitenz)
1/2 Teelöffel Backpulver
etwas Salz
etwas Knoblauchsalz / Knoblauchpulver (optional, ersetzbar durch Kräuter etc. )
1 Ei
1 Esslöffel Olivenöl (oder Kokosöl)
1 Esslöffel Wasser

Ja stimmt, es sind eigentlich für meine Verhältnisse ziemlich viele verschiedene Zutaten. Aber es lohnt sich definitiv! Und wenn ich mir die Zutaten genauer unter die Lupe nehme, sind sie meinen Mikrowellenbroten auch nicht ganz unähnlich.

Wie immer habe ich alle trockenen Zutaten im Vorfeld abgemessen und in eine Schüssel gegeben.
Low Carb Panini-Brot

Anschließend gründlich verrührt, damit überall von jeder Zutat etwas ist.
In einer separaten Schüssel habe ich Ei, Öl und Wasser verrührt,
Low Carb Panini-Brot

um die Mixtur anschließend mit den übrigen Zutaten zu vermischen.
Low Carb Panini-Brot

Der Teig wird fest (das ist auch gut so) und er ist sehr klebrig!
Low Carb Panini-Brot

Den Teighaufen hab ich auf Backpapier gegeben und erstmal in eine halbwegs rechteckige Form gebracht.
Low Carb Panini-Brot

Das Teigviereck mit Backpapier oder Frischhaltefolie abgedeckt verhindert, dass man sich gnadenlos die Hände, die Teigrolle oder was auch immer zum Flachdrücken benutzt wird, einsaut. So, jetzt wird daraus ein etwas mehr als 1 cm (ca. 1,3 cm um genauer zu sein) Viereck. Ich hab mich bemüht, es wirklich in ein Viereck zu verwandeln.
Low Carb Panini-Brot

Das Brot wird bei 165 Grad rund 20 Minuten gebacken. Es soll nicht braun, sondern nur gebacken sein.
Low Carb Panini-Brot

Da meine Menge für 2 Panini-Brote ausreicht, habe ich es gleich halbiert.
Low Carb Panini-Brot

Und das, was ich gleich verschnabulieren wollte, habe ich noch einmal in der Mitte halbiert (also stinknormal aufgeschnitten). Aber vorsichtig – nicht gleich im heißen Zustand aufschneiden. Erstens ist es da noch sehr bröselig und zweitens ist es einfach nur heiß!
Low Carb Panini-Brot

Mir stand der Sinn nach Schinken und Käse.
Low Carb Panini-Brot

Und da ich keine Panini-Presse, sondern nur einen Kontaktgrill habe, kam mein Sandwich / Panini dort hinein. Ich mag nunmal zerschmolzenen Käse.
Low Carb Panini-Brot

Als Vitaminbeigabe habe ich keinen Salat, sondern Pfirsich gewählt. Wer meint, dass Pfirsich jetzt nicht in seinen LC-Fahrplan passt, darf den gerne weglassen!
Low Carb Panini-Brot

Anmerkungen meinerseits:
Ja, Xanthan Gum kann man weglassen, es dient lediglich der Verbesserung der Konsistenz. Ob und in welchem Maße es gegen Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl oder Pfeilwurzelmehl ersetzbar ist, weiß ich nicht. Ich habe keine der Zutaten in Verwendung und weiß weder, wie man sie dosiert noch wie ihre Klebe- und Backeigenschaften sind.

Nein, es fehlen keine Flohsamenschalen. Ich benutze keine, im Originalrezept stehen auch keine also gehören keine rein.

Ja, Xanthan wird in der Industrie mit einer E-Nummer (E 415) versehen und wirkt daher sofort abschreckend. Denn alles, was eine E-Nummer hat steht in dem Ruf, ganz dolle böse zu sein! Dabei handelt es sich nur um die Kennzeichnung eines Lebensmittelzusatzstoffes, der in irgendeiner Weise Konsistenz, Beschaffenheit oder Haltbarkeit beeinflussen. Alle mit einer E-Nummer gekennzeichneten Stoffe sind zugelassen und gelten als technisch notwendig, dürfen den Verbraucher nicht täuschen und sind gesundheitlich unbedenklich. Reicht als Ausführung, oder?

Noch etwas in eigener Sache. Da ich selber viel bei anderen Bloggern schaue, was sie so machen und ob ich mir dort Ideen holen kann, ist es für mich selbstverständlich, dass ich meine Inspirationsquellen, Ideengeber, Rezeptersteller verlinke / erwähne.
Das scheint aber leider nicht die übliche Vorgehensweise zu sein. Denn in letzter Zeit werden gnadenlos Rezepte ohne Quellenangabe hergenommen. Teilweise machen sich die Veröffentlicher nicht einmal mehr die Arbeit, eigene Bilder zu erstellen.
Auch auf Facebook ist deswegen der Aufruf von „Low Carb- Gesund leben mit wenig Kohlenhydraten“ zu finden.

#Respekt #Wertschätzung

Liebe Fans!
Im Moment werden immer mehr Ernährungs-Challenges gestartet – gratis! Leider ist es bei einigen so, dass diese nur das Ziel haben, Rezepte für eigene Zwecke zu sammeln, um sie dann zu vermarkten. Die Mitglieder dieser Challenges posten auch fremde Rezepte, die mit viel Herzblut und Zeit entwickelt wurden – mit und ohne Quellenangabe – meist wird die Quelle im Nachhinein von den Betreibern entfernt!
UND JA, es gibt kein Urheberrecht für Rezepte, aber es gibt ein Urheberrecht für Bilder UND es sollte auch noch Wertschätzung und Respekt geben!
Deswegen unser Aufruf! Bitte postet keine Rezepte in diesen Challenges, wo Ihr wisst, dass sie von Foodbloggern selbst entwickelt wurden! Alle Blogger werden es Euch danken! #Respekt #Wertschätzung
PS: Wir freuen uns SEHR, wenn Ihr diesen Beitrag teilt!

Denkt mal drüber nach!

Meinen Kommentar, dass ich das Rezept von Carolyn als Ursprungsrezept genutzt habe, findet ihr übrigens unter ihrem Blogpost (nach ihrer Freigabe)!

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Verfasst 17. August 2015 von sabolein in category "Low Carb Brot / Gebäck
*Bei Links die ich mit einem Sternchen versehen habe, handelt es sich um Werbung oder Affiliate Links.

3 COMMENTS :

  1. By Michaela on

    Tolles Rezept! Gleich ausprobiert und sehr gut gelungen!
    Habe anstelle des Xanthan Gum (nie gehört, bis ich auf deine Seite gestoßen bin) Johannisbrotkernmehl in derselben Menge verwendet, funktioniert. Mal sehen, was als nächstes in den Ofen kommt 😉

    Antworten
    1. By sabolein (Autor) on

      :) Ich hatte mir zuerst Xanthan zugelegt und da ich es ja immer in fast homöopathischen Dosen verwende, bislang auch nicht ersetzt. JBK oder Guarkernmehl sind aber gut als Alternative nutzbar. Da hab ich eben nur keinen Plan von der Dosierung. Also hast Du alles richtig gemacht 😀

      Antworten

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