Sabos Crocky-Gulasch

und ob man es glaub oder nicht – es ist nicht nur aus dem Crocky, es ist sogar Low Carb. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo irgendwer sagt: Ich will mein Gulasch aber mit Ringelnudeln. Aber es geht mir nicht um das Kochen der Pasta, sondern um das Gulasch.
sabos gulasch

Wobei ja ein befreundeter Koch jetzt bestimmt wieder mosern würde, dass das allenfalls Ragout aus verschiedenen Fleischsorten mit Gemüse ist. Und im Prinzip hat er ja Recht.
Glücklicherweise gibt es so viele Gulasch-Rezepte, dass es DAS Gulasch gar nicht gibt.
Bei mir ist es auch immer wieder anders, denn oft koche ich Gulasch aus Resten vom Fondue oder Raclette. Manchmal kaufen wir aber auch extra die Zutaten ein, weil uns nach Gulasch ist. Und was für Fleisch drin landet, bestimmt meistens das Angebot. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, den großen (6,5 Liter fassenden) Crocky zu füllen. Die Menge reicht meist für uns fünf (Zwei Erwachsene und drei mehr oder weniger hungrige Kinder) für zwei Tage. Mit ein wenig Glück kann ich sogar noch was einfrieren.

So, nun aber genug des Vorgeschwätzes. Jetzt kommen Fakten auf den Tisch. Oder auch Fleisch aufs Schneidebrett. Wie auch immer. Hier sind die Zutaten:

2,5 bis 3 kg Fleisch (je nach Angebot, Geschmack und Laune. Hier heute Rind, Schwein und Pute)
500 Gramm Champignons
500 Gramm gemischte Paprika
rund 500 Gramm Zwiebeln
3 bis 4 Knoblauchzehen
1 EL atomisiertes Gemüse (oder alternativ: Salz nach Bedarf)
1 Dose geschälte Tomaten
rund 750 ml Gemüsebrühe (zum Beispiel Rum-Fort-Brühe) oder eine kräftige Rinderbrühe (am besten selbst gemacht)
Tomatenflocken *
Kreuzkümmel gemahlen*
Paprikapulver (wer hat, kann gerne geräuchertes Paprikapulver * nehmen, das kommt mal richtig gut!)
gemahlener Pfeffer
1 bis 2 Lorbeerblätter
falls keine geräucherte Paprika da ist, verwende ich Rauchsalz oder LIQUID SMOKE Hickory Flüssigrauch *

Huch, die Liste ist ja doch länger als ich dachte! Egal.
Zuerst rühre ich die flüssigen Sachen im Crocky zusammen und gebe die Gewürze rein. Die Tomaten zerdrücke ich einfach – entweder mit der Hand oder einem Kartoffelstampfer. Ganz einfache Kiste das.

Wieviel Gewürze? Bei mir inzwischen nach Auge und Gefühl. Aber Cumin (Kreuzkümmel) dürfte 1/4 TL, Paprika 1 TL, Pfeffer 1/2 TL, Liquid Smoke 1 TL gewesen sein.
Tomatenflocken verwende ich lieber als Tomatenmark, weil es noch mehr Bindung gibt, weil sie noch konzentrierter sind als Tomatenmark es ist. Das darf sich dann schon mal auf HIGH warm laufen, während von mir die Schnibbelarbeit erledigt wird.

Erst Zwiebeln und Knoblauch schnibbeln und glasig bis leicht braun in einer Pfanne andünsten.
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Ab damit in die Sauce.
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Das war auch schon alles, was für Sabos Gulasch überhaupt die Pfanne zu sehen bekommt. Fleisch und Gemüse kommen später dann „nackig“ in den Crocky.
Aber erst muss natürlich das Fleisch zerlegt werden. Bei mir waren es:
Schwein:
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Pute:
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Und Rind:
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Noch eine „Ampelpaprika“ in Stücke geschnitten,
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500 Gramm Champignons geschnitten,
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Alles im Crocky einmal gut durchgerührt,
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und dann entweder auf Automatik laufen lassen, oder von Hand 2 Stunden auf High und 6 bis deutlich mehr Stunden auf Low.
Ich habe mir angewöhnt, das (oder den?) Gulasch am Tag vorher anzusetzen. So kann ich den Crocky gegen Mitternacht ausschalten, wenn er gut 7 bis 8 Stunden auf Automatik lief.
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Dann wird die Restwärme für den Rest der Nacht genutzt und das Gulasch kann weiter ziehen.

Am nächsten Tag muss ich es nur noch aufwärmen. Ob nun im Crocky (was mir persönlich am liebsten ist, weil ich nichts umfüllen muss) oder in einem herkömmlichen Topf, das ist dann egal.
Und zeitabhängig. Wenn ich zu Hause bin, kann ich mittags / am frühen Nachmittag den Crocky anschalten. Wenn nicht, nehme ich die benötigte Menge einfach raus und erwärme sie im Topf.

Und dann bekommt jeder die Beilage, die er haben will. Ob nun Ringelnudeln, Zucchininudeln, Kohlrabinudeln, Kartoffeln … Alles kein Problem. Und wer gar nichts dazu will, kann das Gulasch meinetwegen auch als Suppe löffeln.
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Wieso brate ich das Fleisch nicht an? Weil es nicht nötig ist. Und wieso sicke ich das nicht an? Weil das die Zwiebeln, die Tomatenflocken und die lange Garzeit ganz alleine erledigen. Ich muss da jetzt nicht mit Mehl, Stärke oder Saucenbinder beigehen. Wozu?

sabolein

Schön, dass Du hier bist.
Auf „sabo(tage)buch“ schreibe ich zu vielen unterschiedlichen Themen.
Neben Alltäglichem findest Du hier jede Menge Rezepte aus unterschiedlichen Bereichen wie Low Carb, Crockpot/Slowcooker, Hefeteig, Pastagerichte und und und. Ich koche und backe aus Spaß und Freude.
Ehrliche Produktreviews sind ein weiterer Teil meines Blogs.
Und manchmal schreibe ich auch einfach nur über Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen.

5 Gedanken zu „Sabos Crocky-Gulasch

  • 20. Juni 2015 um 12:33
    Permalink

    hört sich super lecker an, aber ich hab keinen Crocky. Kann man das auch im Ofen bei ganz niedriger Temperatur machen? Ich hab den Zaubermeister von Pampered Chef. Müsste doch funktioniern. Ich teste es einfach demächst mal und berichte 🙂 Auf wieviel Grad würdest du das stellen? 100 Grad oder ist das schon zu viel….liebe Grüße Deine Nachmacherin 🙂 Renate

    Antwort
  • 20. Juni 2015 um 12:48
    Permalink

    hab jetzt einfach getrocknete Tomaten kleingeschreddert im TM. Hatte noch so viel da. Und ich habe gelesen, das Tomatenflocken kleingeschnittenen getrocknete Tomten sind. Wieviel benutzt du von dem Tomatenflocken ? 1 EL oder 3 …?

    Antwort
  • 20. Juni 2015 um 12:52
    Permalink

    Liebe „Nachmacher-Renate“ *schmunzel*
    Crocky gart auf High bei rund 90 Grad (wobei ich meinem eher 95 unterstelle) und auf Low zwischen 75 und 80 Grad. Das sollten dann auch ansatzweise die Richtwerte im Ofen sein. Sicher eher an der Obergrenze, weil im Ofen ja noch der ganze Garraum mit erhitzt wird.
    Tomatenflocken waren bei mir so rund 2 Esslöffel – hätte aber auch gut 1 EL mehr sein dürfen.

    Liebe Grüße,
    Sandra

    Antwort
  • 21. Juni 2015 um 08:46
    Permalink

    Egal was der Koch dazu sagt, es sieht ganz gut aus. Da ich so gut wie alles esse, würde mir das sicher auch schmecken.

    Antwort
    • 21. Juni 2015 um 22:12
      Permalink

      Hey Daniel, schön, Dich mal wieder zu lesen 🙂

      Antwort

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